Erste Matchpartie zwischen Blohberger und Navara endet Remis

von Stefan Liebig
09.06.2026 – Einen langen Verteidigungskampf konnte Felix Blohberger (Titelfoto beim Bundesligafinale) mit einem Remis in einem Turmendspiel erfolgreich beenden. Navara hatte seit dem frühen Mittelspiel zum Teil deutlich besser gestanden, konnte seinen Vorteil aber nicht in einen Sieg verwandeln. | Foto: Petr Vrabec, Prague Chess Festival / ÖSB / Stefan Liebig

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Der 14-fache tschechische Meister David Navara (Foto unten | Petr Vrabec, Prague Chess Festival) stellte Österreichs Nummer 4 in der ersten Partie über viele Stunden auf die Probe. Lange sah es danach aus, als könnte Navara seinen Eröffnungsvorteil in einen vollen Punkt ummünzen und damit das von Montag bis Samstag, 8. bis 13. Juni 2026, dauernde Match erfolgreich beginnen. In Wien treffen die beiden in einem sechsrundigen Trainingsmatch aufeinander. Der Österreichische Schachbund hat dafür sein Büro zur Verfügung gestellt und Schiedsrichter engagiert. 

Felix Blohberger möchte in dem Match gegen den erfahrenen Tschechen wichtige Erfahrungen sammeln und mittelfristig die 2600 Elogrenze knacken. Zum Auftakt zeigte sich der Favorit und frühere Top-Ten-Spieler in der Ragozin-Verteidigung besser vorbereitet. Blohbergers Angriffsversuche verpufften. Mit einem Bauern weniger ging es für den jungen Österreicher schließlich in ein Turmendspiel mit einem Bauern weniger, dass er erfolgreich verteidigen konnte. 

Hier die Erstrundenpartie:

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Die Ragosin-Variante (1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 d5 4.Sc3 Lb4) ist zu einem Eckpfeiler der modernen Schachtheorie geworden. Da 3.Nf3 immer beliebter wird, um Nimzo-Indisch und Herausforderungen zu vermeiden, denen Schwarz in der Damenindischen Verteidigung gegenübersteht, bietet die Ragosin-Variante eine solide und dynamische Alternative.
Kostenloses Videobeispiel: Introduction
Kostenloses Videobeispiel: 5.cxd5 exd5 6.Bf4

Analyse von Felix Blohberger:

Partien

GM Blohberger präsentiert in dieser zweiteiligen Reihe ein vollständiges Repertoire für Schwarz: praxisnah, verständlich, flexibel – statt seitenlanger Theoriewüsten gibt es klare Konzepte und leicht erlernbare Strategien.
Die Königsindische Verteidigung ist seit Jahrzehnten eine der dynamischsten und beliebtesten Antworten auf 1.d4. Spieler wie Garri Kasparow, Bobby Fischer oder Hikaru Nakamura haben sie auf höchstem Niveau eingesetzt – und sie begeistert bis heute, weil sie Schwarz nicht nur solides Spiel, sondern auch reiche Angriffs- und Gegenspielmöglichkeiten bietet. Der besondere Vorteil: Königsindisch ist ein universelles System, das sich gegen 1.d4, 1.c4 und 1.Sf3 gleichermaßen anwenden lässt. Großmeister Felix Blohberger, mehrfacher österreichischer Meister und erfahrener Sekundant, präsentiert in dieser zweiteiligen Reihe ein vollständiges Repertoire für Schwarz. Sein Ansatz: praxisnah, verständlich, flexibel – statt seitenlanger Theoriewüsten gibt es klare Konzepte und leicht erlernbare Strategien.
Kostenloses Videobeispiel: Einführung
Kostenloses Videobeispiel: London System

Treffen im Match aufeinander: Die ChessBase-Autoren Felix Blohberger und David Navara. | Foto: ÖSB

In diesem aufschlussreichen Videokurs gibt Großmeister David Navara praktische Tipps, wann man in einer Stellung Varianten berechnen sollte – und, was ebenso wichtig ist, wann man es nicht tun sollte.
In diesem aufschlussreichen Videokurs gibt Großmeister David Navara praktische Tipps, wann man in einer Stellung Varianten berechnen sollte – und, was ebenso wichtig ist, wann man es nicht tun sollte.
Kostenloses Beispielvideo: Introduction
Kostenloses Beispielvideo: Invisible moves

Das Match wird natürlich medial begleitet, denn schließlich gehört Blohberger zu den aktivsten Schachprofis im Internet. Neben seiner Berichterstattung auf den sozialen Medien wird es abends nach den Partien (Partiebeginn jeweils um 15 Uhr, 90+30+30) jeweils Analysen von Blohberger geben, über die Sozialen Medien können auch Fragen gestellt und Anregungen gegeben werden. Wer live dabei sein möchte, kann sich die Übertragung auf YouTube anschauen. 

Das Match wurde von Felix Blohberger organisiert und für ihn steht dabei  in erster Linie nicht das Ergebnis im Vordergrund, sondern der sportliche und schachliche Fortschritt: „Die Idee des Matches ist es, dass ich so viel wie möglich lernen kann und es mir dabei hilft, mein Ziel von 2600 Elo zu erreichen. Navara ist ein fantastischer Spieler mit sehr viel Erfahrung und daher genau der richtige Gegner, um aus den Partien möglichst viel mitzunehmen. Unabhängig davon, wie das Match ausgeht, wird es eine tolle Lernerfahrung für mich sein. Ich möchte mich beim Österreichischen Schachbund für die Bereitstellung des Spiellokals sowie der Schiedsrichter bedanken.“

Alle Spiele beginnen um 15 Uhr. Gespielt wird täglich von Montag bis Samstag.

Felix Blohberger zum Match:

In diesem Kurs vermittelt Großmeister Felix Blohberger ein komplettes Eröffnungsrepertoire für Weiß, das sich um den flexiblen Zug 1.Sf3 dreht.
Suchen Sie nach einem vielseitigen und strategischen Eröffnungsrepertoire, das nicht auf dem Auswendiglernen endloser Varianten beruht? In diesem Kurs vermittelt Großmeister Felix Blohberger ein komplettes Eröffnungsrepertoire für Weiß, das sich um den flexiblen Zug 1.Sf3 dreht. Egal, ob Sie ein Vereinsspieler oder ein erfahrener Wettkämpfer sind, dieser Kurs bietet einen soliden und dennoch dynamischen Ansatz, der sich an verschiedene Spielstile und Gegner anpasst. 
Videobeispiel: Einführung
Videobeispiel: Grünfeld - Nebenvarianten

Links von Felix Blohberger:


Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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