Schnellschach auf Menorca: Nihal Sarin gewinnt – Gukesh nur auf Platz 5

von Stefan Liebig
13.04.2026 – Nihal Sarin ist der Sieger des Masters vom Open Chess Menorca 2026. Zwar halbierte sich sein Vorsprung, den er zur Halbzeit des doppelrundigen Rundenturniers hatte, doch am Ende lag er einen halben Punkt vor Ruslan Ponomoariov und Richard Rapport. Einen weiteren Punkt dahinter kamen Leinier Domínguez Perez und Weltmeister Gukesh Dommaraju ins Ziel. Für Pentala Harikrishna blieb nur die rote Laterne übrig. Welche Schlüsse der Weltmeister (Auf dem Foto mit Weiß gegen Domínguez Perez) aus diesem Abschneiden im Hinblick auf seine Form ziehen kann, weiß wohl nur er selbst. | Fotos: ChessBase India

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Vom 7. bis 12. April nahmen am V. Open Chess Menorca 2026 mehr als 500 Spieler teil. Die Open standen natürlich im Schatten des hochkarätig besetzten Invitational-Masters, bei dem sogar der Weltmeister Gukesh Dommaraju ans Brett ging.

Doch Gukeshs Landsmann Nihal Sarin stahl ihm die Show. Der in der Weltrangliste nur 9 Punkte hinter dem Weltmeister liegende Sarin dominierte das Turnier. Der Weltranglisten-22. schlug Gukesh gleich zweimal – neben dem 2:0 von Gukesh gegen Pentala Harikrishna war dies das einzige 2:0-Ergebnis des Turniers.

Nihal Sarin lag konstant vorne und gewann das stark besetzte Schnellschachturnier von Menorca. | Foto: ChessBase India

Sarin lag nach der Hinrunde mit einem Punkt vor Ruslan Ponomariov. Der blieb ihm auf dem Fersen und auch Richard Rapport tat sein bestes, um sich auf den Spitzenplatz zu schieben. Doch am Ende reichte es für Sarin und mit 6 aus 10 sicherte er sich die Siegprämie. Gukesh landete zwar lediglich auf Rang 5 (bzw. dem geteilten vierten Platz), doch wie eng es war, zeigt die Tatsache, dass ein Sieg gegen Sarin ihm bereits den geteilten ersten Platz beschert hätte. Mit nur drei Remis zeigte der Weltmeister, der sich vermutlich gedanklich bereits mit einem Finalkampf gegen Javokhir Sindarov beschäftigt, wieder einmal großen Kampfgeist. Was aus diesen Ergebnissen für Schlüsse gezogen werden können bleibt offen. Aber natürlich stand der Auftritt des 19-jährigen Weltmeisters nach einer Serie enttäuschender Resultate im Fokus des Interesses. Zudem gab er seine Entscheidung bekannt, seinen Turnierkalender deutlich zu reduzieren. So verkündete Gukesh auch den Verzicht auf seinen Startplatz bei der diesjährigen Grand Chess Tour. Er wird nur an zwei Turnieren teilnehmen.

In Runde 8 verlor Gukesh zum zweiten Mal in diesem Turnier gegen Nihal Sarin:

Hier der Sieg von Gukesh gegen Leinier Domínguez Perez kommentiert von IM Sagar Shah (ChessBase India).

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Teilten sich den zweiten Platz: Ruslan Ponomariov und Richard Rapport. | Foto: ChessBase India

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Endtabelle nach 10 Runden

Rg. Name Pkt.  Wtg1 
1 Nihal, Sarin 6 0
2 Ponomariov, Ruslan 5,5 1
3 Rapport, Richard 5,5 2
4 Gukesh, D 4,5 1
5 Dominguez Perez, Leinier 4,5 2
6 Harikrishna, Pentala 4 0

Partien:

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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