Grischuks Geniestreich

von ChessBase
03.09.2026 – Bereits Ende 2024, bei der Blitz-WM in New York, brachte Alexander Grischuk in der Sizilianischen Kan-Variante mit 9.Sd5!! ein Figurenopfer aufs Brett, das auf GM-Niveau nie zuvor gespielt wurde. Zur Überraschung unserer Autorin, Petra Papp, ist diese "brillante Idee" bis heute offenbar praktisch unbekannt geblieben. In der ChessBase Online-Datenbank findet man ganze fünf Vergleichspartien! Petra Papp hat die Varianten nach 9.Sd5!! untersucht und stellt ihre Erkenntnisse im Beitrag "Grischuks Geniestreich" im neuen ChessBase Magazin #233 vor. Den kompletten Artikel inkl. aller Partieanalysen können Sie sich jetzt in der CBM-Leseprobe der Woche ansehen!

„Angreifen mit Dh5!!“ – Taktiktraining mit Oliver Reeh, „6…g5 – wer nicht wagt, der nicht …“ – Le Quang Liem kommentiert eine seiner Siege aus Biel, „Grischuks Geniestreich“ – Petra Papp zeigt eine Überraschung in der Kan-Variante u.v.m.!
Das ChessBase Magazin bietet erstklassiges Trainingsmaterial für Vereinsspieler und Profis! Weltklassespieler analysieren ihre Glanzpartien und erklären Ihnen die Ideen hinter den Zügen. Eröffnungsspezialisten präsentieren die neuesten Trends in der Eröffnungstheorie und spannende Ideen für Ihr Repertoire. Meistertrainer in Sachen Taktik, Strategie und Endspiel zeigen Ihnen genau die Tricks und Techniken, die man als erfolgreicher Turnierspieler braucht!
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"Grischuks Genistreich" - kostenlose Leseprobe aus ChessBase Magazin #233

Petra Papp präsentiert eine Überraschung in der Sizilianischen Kan-Variante

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"Die Kan-Variante der Sizilianischen Verteidigung galt schon immer als kämpferische Eröffnung. Nach 5.c4 Sf6 6.Sc3 wendet Schwarz die typischen Igel-Züge ...Dc7, ...b6 und ...Lb7 an und hält dabei den schwarzfeldrigen Läufer flexibel (der noch nach e7,d6, c5 oder b4 entwickelt werden kann). Nach den Zügen 1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 a6 5.c4 Sf6 6.Sc3 Dc7 7.Le2 b6 8.0–0 Lb7 gibt es jedoch eine brillante Idee: 9.Sd5!!. 

In den Datenbanken finden sich nur wenige Partien mit diesem Springeropfer, was es zu einem echten Geheimtipp macht! Der prominenteste (wenn auch nicht der erste) Spieler, der es anwandte, war Alexander Grischuk; man darf also getrost davon ausgehen, dass er es eingehend analysiert hat. 9...exd5 10.exd5!. Betrachten wir diese Stellung. Weiß hat einen Springer geopfert, für langfristige positionelle Kompensation. Die e-Linie wurde geöffnet, und eine Schwerfigur könnte dort bald auftauchen, um den schwarzen König e8 ins Visier zu nehmen. Das Bauernpaar c4/d5 lähmt sowohl den Läufer auf b7 als auch den Springer auf b8 vollständig. Der Zug ...d7-d6 (um ...Sbd7 zu ermöglichen) würde das Feld c6 schwächen und den Läufer auf f8 passiv machen. Der weiße Springer auf d4 schielt auf einen hervorragenden Vorposten auf f5. Der ideale Aufbau für Weiß besteht aus Ld3, Lg5 und Te1. Schwarz setzt vor allem darauf, den Springer nach e4 zu manövrieren und mit ...Ld6 und ...Dc7 eine Batterie zu bilden, um Gegenspiel zu erzeugen. Schließlich bleibt noch die Option, die Figur mit ...Sc6 zurückzugeben.

Insgesamt stehen die Chancen für Weiß hervorragend, und ich bin mir ziemlich sicher, dass 9.Sd5!! große Popularität erlangen wird! Im obigen Diagramm werde ich die folgenden Fortsetzungen für Schwarz untersuchen: A) 10...h6?!, B) 10...Lc5!? und C) 10...Ld6!. ..."

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