Ergebnisse
| Weiß | Ergebnis | Schwarz |
| Zhu Jiner | ½ - 1½ | Bibisara Assaubayeva |
| Divya Deshmukh | 1½ - ½ | Humpy Koneru |
| Anna Muzychuk | 1½ - ½ | Ju Wenjun |
Stand nach zwei Runden
| Spielerin | Rating | Verband | Punkte |
| Bibisara Assaubayeva | 2527 | Kazakhstan | 4½ |
| Divya Deshmukh | 2500 | India | 3 |
| Zhu Jiner | 2546 | China | 2½ |
| Anna Muzychuk | 2522 | Ukraine | 2½ |
| Ju Wenjun | 2559 | China | 2 |
| Humpy Koneru | 2535 | India | 1 |
Die Partie zwischen Assaubayeva und Zhu war ereignisreich. Assaubayeva probierte es mit der Benoni-Verteidigung, aber geriet schnell in Nachteil. Doch nach Damentausch kippte die Stellung, und plötzlich spielte Assaubayeva auf Gewinn. Am Ende wurde die Partie jedoch Remis.
Hier spielte Schwarz 53...Td1?, was zum Ausgleich führt. Aber mit 53...Sxc4 hätte Schwarz sofort gewinnen können, da Schwarz nach 54.Txa2 Te2+ 55.Kf3 Txb2 mit zwei Leichtfiguren für den Turm und einem Mehrbauern verbleibt.
Die Armageddon-Partie verlief noch chaotischer. Assaubayeva erklärte später, sie habe „alles eingestellt“ und sei nach der ausgelassenen Gewinnchance in der klassischen Partie nicht im Gleichgewicht gewesen.
Nach 27...Te7? hätte Zhu mit 28.Ld8 einzügig gewinnen können. In der Partie hatte Schwarz einen ganzen Turm weniger, aber erstaunlich viel Kompensation.
Angesichts der vielen schwarzen Drohungen verlor Zhu erst die Übersicht und dann auch die Partie.

Zhu Jiner vergab gegen Bibisara Assaubayeva mehrere gute Chancen | Foto: Norway Chess / Michal Walusza
Im indischen Duell gewann Divya Deshmukh nach einem Remis in der klassischen Partie im Armageddon.

Divya Deshmukh | Foto: Norway Chess / Michal Walusza
Auch Anna Muzychuk gewann im Armageddon. Sie setzte Weltmeisterin Ju Wenjun mit einem zweischneidigen Figurenopfer unter Druck, und dieses Risiko zahlte sich aus.

Anna Muzychuk und Ju Wenjun | Foto: Norway Chess / Michal Walusza