Kämpferische Runde
Die fünfte Runde des Masters-Turniers beim Prager Schachfestival war die erste, in der es fünf Sieger gab. Jorden van Foreest war einer der Sieger und verteidigte damit seine Führung. Nodirbek Abdusattorov und David Navara taten es dem Tabellenführer gleich und liegen damit weiter nur einen halben Punkt hinter ihm.
Van Foreest krönte sein ohnehin schon beeindruckendes Turnier mit einem weiteren Sieg gegen Hans Moke Niemann. Die Partie wurde maßgeblich von der Eröffnung geprägt, in der Schwarz eine Reihe präziser Züge finden musste, um die Initiative von Weiß zu neutralisieren. Niemann übersah eine dieser wichtigen Verteidigungsmöglichkeiten. Van Foreest nutzte dies sofort aus. Von diesem Moment an behielt der Niederländer die Kontrolle und baute seinen Vorteil aus, ohne dem Gegner nennenswertes Gegenspiel zu erlauben.
Dieser Sieg unterstreicht van Foreests starke Form im Jahr 2026. Der Niederländer kletterte auf Platz 11 der Weltrangliste. Trotz seiner hervorragenden Serie bleibt sein Vorsprung an der Tabellenspitze gering.
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Alleiniger Erster: Jorden van Foreest | Foto: Petr Vrabec / Prager Schachfestival
Navara gelang der attraktivste Sieg der Runde gegen Nodirbek Yakubboev. Der tschechische Star baute den Druck kontinuierlich aus und beendete die Partie mit einem direkten Angriff. Yakubboev würdigte Navaras Leistung, indem er sich mattsetzen ließ.
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David Navara gewann den Preis für die beste Partie für seinen Sieg über Parham Maghsoodloo in der ersten Runde – die Partie gegen Yakubboev ist ebenfalls preiswürdig! | Foto: Petr Vrabec / Prager Schachfestival
Abdusattorovs Sieg gegen den amtierenden Weltmeister Gukesh Dommaraju war ein weiteres dramatisches Kapitel in ihrer immer gegenwärtiger werdenden Rivalität. Wie schon in einigen ihrer jüngsten Begegnungen schien Gukesh auf dem besten Weg zum Erfolg zu sein. Er zeigte in der Eröffnung eine Neuerung und sicherte sich in einer scharfen Stellung schnell einen Vorteil. Die größte Schwierigkeit lag im Zeitmanagement: Gukesh geriet in einem weiterhin hochkomplexen Mittelspiel unter erheblichen Zeitdruck.
Als die Zeitkontrolle näherrückte, verspielte der Weltmeister seinen Vorteil und das Spiel kippte zugunsten von Abdusattorov. Doch es folgte noch eine Wendung, als der usbekische Großmeister selbst patzte und Gukesh damit kurzzeitig Hoffnung auf eine Rettung bescherte. Letztlich unterlief dem Weltmeister jedoch erneut der entscheidende Fehler, der es Abdusattorov ermöglichte, seinen g-Bauern vorzurücken und den Sieg zu erzwingen.
Nach einem wechselhaften Kampf entscheidet Gukeshs Fehler 67…Df7?? die Partie. Korrekt wäre 67…Dd6 gewesen, und es fällt Weiß schwer, Fortschritte zu erzielen, ohne in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern zu geraten.
Abdusattorov fand den vernichtenden Zug 68. g5! Lf3 69. g6!
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Gukesh gab die Partie auf. Da beispielsweise 69…hxg6 Weiß mit 70.Dxc7+ Dxc7 71.Lxc7 gewinnt und es keine Möglichkeit gibt, den h-Bauern aufzuhalten.

Nodirbek Abdusattorov | Foto: Petr Vrabec / Prager Schachfestival
Auch die beiden verbleibenden Partien wurden entschieden: Parham Maghsoodloo besiegte Vincent Keymer, der bei zwei Punkten stehen bleibt und im Moment auf Rang 6 liegt. David Anton Guijarro behielt gegen Aravindh Chithambaram, der sich mit Gukesh und Niemann den letzten Platz teilt, die Oberhand.
Ergebnisse Runde 5
Tabelle nach Runde 5
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