Robert von Weizsäcker im Amt bestätigt

25.05.2009 – Am vergangenen Samstag fand in Zeulenroda in Thüringen der 100. Kongress des Deutschen Schachbundes statt. Neben den Wahlen für das Präsidium und die Referate standen verschiedene Beschlüsse im Rahmen der Strukturreform an. Bei der Wahl zum DSB-Präsidenten wurde Professor Robert von Weizsäcker im Amt bestätigt. Er setzte sich mit 136:88 Stimmen gegen Herbert Bastian durch. Neuer Stellvertreter ist Hans-Jügen Weyer, der seinen Präsidenten vor allem auch bei der Kommunikation mit den Landesverbänden unterstützen soll. Das Präsidium wurde verschlankt. Es umfasst nun nicht mehr automatisch alle Referenten, sondern wurde auf fünf Mitglieder beschränkt (Bild: DSB). Bericht...

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Robert von Weizsäcker als Präsident des DSB bestätigt

Am vergangenen Samstag trafen sich die delegierten des Deutschen Schachbundes in Zeulenroda zu ihrem alle zwei Jahre stattfindenden Kongress. Es war der 100ste Kongress in der langen Geschichte des DSB. Neben den Wahlen zum Vorstand und den Ämtern innerhalb des DSB standen auch Entscheidungen im Zuge der Strukturreform an. Als wichtigste Personalie wurde der Präsident Robert von Weizsäcker wiedergewählt. Der amtierende Präsident konnte die Kampfabstimmung gegen seinen Gegenkandidaten Herbert Bastian, Präsidenten des Saarländischen Verbandes und AKLS-Vorsitzender, mit 136:88 Stimmen für sich entscheiden. Bastian hatte sich als Kandidat der Opposition zur Verfügung gestellt, die an von Weizsäckers Amtsführung den Mangel an Kommunikation zwischen dem Präsidium und Landesverbänden kritisierte.

Robert von Weizsäcker hatte schon bei Amtsantritt vor zwei Jahren darauf verwiesen, dass ihm seine beruflichen Aufgaben nur ein begrenztes Zeitbudget für die Belange des DSB übrig lassen. Aus diesem Grund sollte der Stellvertretende Präsident verstärkt Unterstützung leisten. In diese Position wurde nun der NRW-Präsident Hans-Jürgen Weyer gewählt, der auch beruflich mit Verbandsarbeit vertraut ist. Weyer löst den Berliner Präsidenten Matthias Kribben ab, der in der vergangenen Amtszeit diese Aufgabe übernommen hatte. Bei der Wahl zum Stellvertretenden Präsidenten hatte Weyer sich mit 127:98 gegen Hans-Jügen Hochgräfe durchgesetzt.

Im Zug der Strukturreform des DSB wurde das Präsidium verschlankt. Während bisher alle Referenten automatisch dem Präsidium angehörten, besteht dieses nun neben dem Präsidenten und seinem Stellvertreter nur noch aus drei weiteren Mitgliedern, nämlich Hans-Jürgen Hochgräfe (Sport), Michael Langer (Finanzen) und Christian Warneke (Jugend).

Präsidium:

Robert von Weizsäcker, Präsident
Hans-Jürgen Weyer
Stellvertretender Vizepräsident
Hans-Jürgen Hochgräfe, Vizepräsidenten Sport
Michael Langer, Vizepräsidenten Finanzen
Christian Warneke, 1. Vorsitzende der DSJ

Als Referenten für verschiedene Aufgaben wurde gewählt bzw. wiedergewählt

Klaus Deventer (Leistungssport)
Martin Keeve (Bundesrechtsberater)
Ralph Alt (Bundesturnierdirektor)
Dan-Peter Poetke (Frauenschach)
Georg Hamm (Seniorenschach)
Joachim Gries (Ausbildung)
Klaus Jörg Lais (Presse und Öffentlichkeitsarbeit)
Ralf Schreiber (Breitenschach)
Rainer Blanquett (Datenverarbeitung)
Andreas Filmann (Wertungen)


Die meiste Zustimmung der insgesamt 225 Delegierten bei der Wahl der Vizepräsidenten und Referenten erzielte Hans-Jürgen Hochgräfe, auf den 214 Ja-Stimmen entfielen.

Die Delegierten des DSB-Kongress absolvierten am Samstag einen wahren Tagungsmarathon, der um 9.30 Uhr begann und gerade noch am gleichen Tag um 23.58 Uhr endete. Allein über 50 Anträge waren mit der Strukturreform verbunden. Ein weiterer großer Diskussionspunkt war die Aufnahme des NADA-Codes in die DSB-Satzung. Dies war schon im vergangenen Jahr in Dresden vom Hauptausschuss beschlossen worden, musste aber noch vom Kongress bestätigt werden. Bayern, dessen Präsidenten Dr. Klaus Norbert Münch sich schon zuvor sehr kritisch zu diesem Beschluss geäußert hatte, stimmte geschlossen gegen den Antrag. Hessens Präsident Dr. Harald Ballo, ebenfalls ein Kritiker des Beschlusses, konnte ebenfalls seine Delegierten vollständig hinter sich versammeln. Die übrigen Verbände nahmen die Notwendigkeit des Beschlusses zähneknirschend hin, da eine Ablehnung vermutlich die Streichung der Fördergelder durch das Innenministerium zur Folge hätte.

 

André Schulz

 


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