Royal und die elfjährige Sivanandan schreiben britische Schachgeschichte

von Pressemitteilung
10.08.2026 – Shreyas Royal und Bodhana Sivanandan haben bei den Britischen Meisterschaften 2026 in Coventry die wichtigsten Titel gewonnen und zu einem bemerkenswerten Abschluss gebracht. Der 17-jährige Royal gewann seinen ersten britischen Meistertitel und verwies Luke McShane und Michael Adams auf die Plätze. Die elfjährige BodhanaSivanandan wurde nach einem Sieg gegen Trisha Kanyamarala im Schnellschach-Stichkampf zur jüngsten britischen Frauenmeisterin aller Zeiten. | Fotos: Yury Krylov

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Rekorde am laufenden Band!

Pressemitteilung des Englischen Schachverbands

Bei den größten Britischen Schachmeisterschaften aller Zeiten purzelten die Rekorde. Zum Abschluss der neuntägigen Veranstaltung in Coventry gingen die beiden wichtigsten Titel an zwei junge Ausnahmetalente, die dabei jeweils neue Bestmarken aufstellten.

Der 17-jährige Shreyas Royal sicherte sich den britischen Meistertitel. Nach neun Runden stand er an der Spitze der Tabelle, einen halben Punkt vor den beiden erfahrenen englischen Großmeistern Luke McShane und dem neunmaligen britischen Meister Michael Adams. Für Royal war es der erste britische Meistertitel. Der Erfolg unterstrich seinen Aufstieg zu einem Spieler von internationalem Spitzenformat.

Unterdessen wurde das elfjährige englische Ausnahmetalent Bodhana Sivanandan zur jüngsten britischen Frauenmeisterin aller Zeiten. Ihre einzige Niederlage im Turnier erlitt sie in der sechsten Runde gegen Royal.

In einem spannenden Schnellschach-Stichkampf der beiden besten Spielerinnen setzte sich Sivanandan gegen die 14-jährige Irin Trisha Kanyamarala durch. Auch Kanyamarala gilt als großes Talent und ist die erste Irin, die den WGM-Titel trägt.

Das Finale können Sie hier noch einmal nachträglich anschauen:

Großmeister Danny Gormally, der das Turnier für den Englischen Schachverband kommentierte, erklärte in der Schlussphase des Stichkampfs:

Unglaublich! Bodhana hat gewonnen. Sie ist unglaublich, ein Ausnahmetalent!

Gormally sagte weiter voraus, dass Sivanandan in den kommenden Jahren auch im Open um den Titel kämpfen werde.

Die Erfolge von Royal und Sivanandan bildeten den bemerkenswerten Abschluss der größten Britischen Schachmeisterschaften in der 122-jährigen Geschichte des Turniers. Bei den verschiedenen Wettbewerben an der University of Warwick wurden insgesamt mehr als 2.600 Meldungen verzeichnet.

Für Royal ist der Titel ein weiterer Meilenstein in seiner rasanten Karriere. Der 17-Jährige aus dem Südosten Londons wurde 2024 zum jüngsten britischen Großmeister aller Zeiten und hat sich seitdem als einer der führenden Nachwuchsspieler des Landes etabliert. Bei den diesjährigen Meisterschaften zeigte er früh, dass er mit den etablierten Spitzenspielern mithalten konnte, und rückte im Laufe des Turniers immer stärker in den Kreis der Titelanwärter.

Nach sieben Runden übernahm Royal mit 6 aus 7 die alleinige Führung und in der vorletzten Runde spielte Royal gegen die englische Schachlegende Adams schnell remis. Mit einem Sieg gegen IM Harry Grieve in der Schlussrunde sicherte er sich schließlich den Titel.

Spitzenbretter - Runde 9

Shreyas Royal

Mit seinem Schlussrundensieg gegen Harry Grieve sicherte sich Shreyas Royal Turniersieg und Titel. | Foto: Yury Krylov

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Simon Williams, Luke McShane

Luke McShane (rechts), die Nummer 1 der Setzliste, gewann in der Schlussrunde gegen Simon Williams und landete am Ende auf dem geteilten zweiten Platz. | Foto: Yury Krylov

Supratit Banerjee, Michael Adams

Der neunmalige britische Meister Michael Adams gewann am Sonntag ebenfalls. Er besiegte das Nachwuchstalent Supratit Banerjee und belegte gemeinsam mit McShane den zweiten Platz. | Foto: Yury Krylov

Royal hat damit sein großes Potenzial erstmals in einen britischen Meistertitel umgemünzt. Sivanandans Erfolg ist ebenso bemerkenswert und in einer Hinsicht sogar historisch.

Die Elfjährige ist nach ihrem Sieg gegen Kanyamarala im Stichkampf die jüngste britische Frauenmeisterin aller Zeiten. In den kürzeren Bedenkzeiten ist Sivanandan bereits amtierende britische Blitzmeisterin und gemeinsam mit einer weiteren Spielerin britische Schnellschachmeisterin. Mit dem Titel im klassischen Schach hat sie nun alle drei Meisterschaften gewonnen.

Schon vor dem Turnier galt Sivanandan als eine der Spielerinnen, auf die zu achten war. Die Veranstalter verwiesen auf ihre Chance, den Rekord von Elaine Pritchard zu brechen, die 1939 im Alter von 13 Jahren alleinige britische Frauenmeisterin wurde. Akshaya Kalaiyalahan teilte sich den Titel 2013, nur wenige Tage vor ihrem zwölften Geburtstag. Sivanandan hat nun beide unterboten.

Die Spielerin aus dem Nordwesten Londons hat im vergangenen Jahr einen Rekord nach dem anderen gebrochen und gehört trotz ihres Alters bereits zu den stärksten britischen Spielerinnen. Auch in Coventry sorgte sie mit ihrem Sieg gegen Großmeister Ameet Ghasi für eines der herausragenden Ergebnisse des Turniers.

Mit dem Erfolg im Stichkampf gegen Kanyamarala fügte Sivanandan ihrer bereits bemerkenswerten Erfolgsbilanz nun ihren bislang bedeutendsten nationalen Titel hinzu.

Die Partien des Stichkampfs - Sivanandan v. Kanyamarala

Trisha Kanyamarala, Bodhana Sivanandan

Die erste Partie des Stichkampfs zwischen Trisha Kanyamarala und Bodhana Sivanandan endete mit Remis. | Foto: Yury Krylov


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Trisha Kanyamarala, Bodhana Sivanandan

Siegerehrung | Foto: Yury Krylov

Bodhana Sivanandan

Bodhana Sivanandan, die jüngste britische Frauenmeisterin aller Zeiten, mit ihrem Vater Siva | Foto: Yury Krylov

Die Erfolge von Royal und Sivanandan sind auch deshalb bemerkenswert, weil beide schon vor Beginn der Meisterschaften zu den jungen Spielern gehörten, denen besondere Aufmerksamkeit galt. Nun verlassen beide Warwick als britische Meister.

Ihre Erfolge stehen zugleich für den Wandel im britischen Schach.

Die Meisterschaften 2026 waren mit mehr als 1.750 Teilnehmern die größten in der 122-jährigen Geschichte der Veranstaltung. Für die Offene Meisterschaft stand mit 34.000 Pfund ein Rekordpreisfonds zur Verfügung. Das Preisgeld im Frauenturnier wurde mehr als verdoppelt. Zudem erweiterten die Veranstalter das Rahmenprogramm um Nachwuchstraining, zahlreiche Veranstaltungen für das breite Publikum und Turniere für alle Altersklassen.

Das Turnier brachte verschiedene Generationen zusammen, von etablierten Großmeistern bis zu einigen der vielversprechendsten britischen Nachwuchsspieler.

Am Ende aber standen zwei Namen ganz oben: Royal und Sivanandan.

Luke McShane, Shreyas Royal

Zwei Generationen britischer Schachstars: Luke McShane und Shreyas Royal amüsieren sich. | Foto: Yury Krylov

Schlussstand

Das Ziel dieser beiden DVDs ist es ein Repertoire nach 1.c4 und 2.g3 aufzubauen. Auf der ersten DVD werden Systeme mit 1...e5 vorgestellt sowie Holländische und Indische Systeme. Auf der zweiten DVD werden Systeme mit 1...c5, 1...c6 und 1...e6 behandelt.

Rk. Name TB1
1 Royal, Shreyas 7,5
2 Mcshane, Luke J 7
3 Adams, Michael 7
4 Grieve, Harry 6,5
5 Bazakutsa, Svyatoslav 6,5
6 Mahadevan, Siva 6,5
7 Williams, Simon K 6,5
8 Ghasi, Ameet K 6
9 Willow, Jonah B 6
10 Czopor, Maciej 6
11 Gordon, Stephen J 6
12 Pert, Richard G 6
13 Kanyamarala, Tarun 6
14 Banerjee, Supratit 6
15 Vijayakumar, Rishi 6
16 Fava, Lorenzo 6
17 Balaji, Aaravamudhan 6
18 Harvey, Marcus R 5,5
19 Roberson, Peter T 5,5
20 Han, Yichen 5,5
21 Jackson, James P 5,5
22 Sivanandan, Bodhana 5,5
23 Kanyamarala, Trisha 5,5
24 Davies, Nigel R 5,5
25 Turner, Max N 5,5
26 Murawski, Jan 5,5
27 Hobson, Kenneth 5,5
28 Waldhausen Gordon, Frederick 5
29 Mcdonald, Neil R 5
30 Chow, Sam 5
31 Yao, Lan 5
32 Badacsonyi, Stanley 5
33 Ledger, Andrew J 5
34 Shearsby, Jude 5
35 Norris, Zack 5

...109 Spieler

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