Schachbund gibt Aufgebot für Schacholympiade bekannt

von André Schulz
17.06.2026 – Der Deutsche Schachbund, bzw. die beiden verantwortlichen Trainer, Jan Gustafsson und Zahra Efimenko, haben die Aufgebote für die Schacholympiade in Samarkand bekannt gegeben. Große Überraschungen gibt es nicht. Die deutschen Topspieler und Spielerinnen sind alle an Bord, auch wieder Elisabeth Pähtz nach ihrer Babypause.

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Am Montag haben die beiden Bundestrainer, Cheftrainer Jan Gustafsson und Frauentrainer Zahar Efimenko, ihre Aufgebote für die kommende Schacholympiade bekannt gegeben. Jan Gustafsson hat das Männerteam wie bei früheren Veranstaltungen streng nach Elo aufgestellt, mit einer Ausnahme. Rasmus Svane wurde für das Reservebrett nominiert statt Dmitrij Kollars, der mit seiner aktuellen Elozahl etwas höher liegt.

Die Aufstellung sieht so aus:

1. Vincent Keymer
2. Matthias Blübaum
3. Frederik Svane
4. Alexander Donchenko
5. Rasmus Svane

Bei den vergangenen Mannschaftswettbewerben hatte Bundestrainer Jan Gustafsson immer die Qual der Wahl, aus den sechs Spitzenspielern, fünf für die Turniere auswählen zu müssen. Die Wahl war insbesondere hinter den beiden Topspielern Vincent Keymer und Matthias Blühbaum schwierig, da die folgenden Spieler in ihren Leistungen nah beeinander liegen. Der nicht nominierte sechste Spieler unterstützte das Team dann meist bei den Eröffnungsvorbereitungen.  

Frauentrainer Zahar Efimenko darf sich über die Rückkehr von Elisabeth Pähtz freuen, die nach ihrer Babypause wieder ins Turnierschach einsteigen will, zumindest für diese Schacholympiade. Die deutschen Frauen waren zuletzt bei der Europamannschaftsmeisterschaft erfolgreich, wo sie sogar ohne Elisabeth Pähtz die Bronzemedaille gewinnen konnten.

Zahar Efimenko hat mit Dinara Wagner, Elisabeth Pähtz, Hanna Marie Klek und Lara Schulze die drei Elo-besten Spielerinnen der deutschen Rangliste nominiert. Für den Platz am Reservebrett entschied sich Efimenko für Jana Schneider, da diese zuletzt viele Turniere gespielt hat.

Die Aufstellung:

1. Dinara Wagner
2. Elisabeth Pähtz
3. Hanna Marie Klek
4. Lara Schulze
5. Jana Schneider

Zahar Efimenko hofft auf einen Platz des von ihm betreuten Frauenteams unter den Top Ten. Mit den starken Frauenteams aus China, den USA, Indien, Kasachstan und Usbekistan ist die Konkurrenz bei der Schacholympiade allerdings deutlich größer als bei der Europamannschaftsmeisterschaft.

Die Schacholympiade 2026 findet vom 15. bis 28. September in Usbekistan, in Samarkand statt. Der Austragungsort dort ist das Silk Road International Exhibition Center.

Meldung beim Deutschen Schachbund... 


André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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