Schachfestival Prag: Fehlstart für Vincent Keymer

von Johannes Fischer
26.02.2026 – Vincent Keymer erwischte in der ersten Runde des Prager Schachfestivals einen Fehlstart und verlor mit Schwarz gegen Jorden Van Foreest. Dabei verpasste er nach missglückter Eröffnung einen versteckten Konter, mit dem er das Ruder hätte herumreißen können. Diese Partie war typisch für die Auftaktrunde in Prag: Alle fünf Partien der ersten Runde verliefen abwechslungsreich und kämpferisch. Vier endeten mit einer Entscheidung, und nur Weltmeister Gukesh und Hans Niemann trennten sich remis. Allerdings war dieses Remis die längste Partie der Runde. | Fotos: Petr Vrabec, Schachfestival Prag

Ihr persönlicher Schachtrainer. Ihr härtester Gegner. Ihr stärkster Verbündeter.
FRITZ 20: Ihr persönlicher Schachtrainer. Ihr härtester Gegner. Ihr stärkster Verbündeter. FRITZ 20 ist mehr als nur eine Schach-Engine – es ist eine Trainingsrevolution für ambitionierte Spieler und Profis. Egal, ob Sie Ihre ersten Schritte in die Welt des ernsthaften Schachtrainings machen oder bereits auf Turnierniveau spielen: Mit FRITZ 20 trainieren Sie effizienter, intelligenter und individueller als je zuvor.

Als Nummer 4 der aktuellen Weltrangliste startet Vincent Keymer beim Masters in Prag als Nummer 1 der Setzliste. Aber sein Start verlief holprig. Wie das „Losglück“ es wollte, musste er gleich in der ersten Runde mit Schwarz gegen Jorden Van Foreest spielen, gegen den er Anfang des Jahres in Wijk aan Zee mit Schwarz schwer unter die Räder gekommen war.

In Prag schien sich die Geschichte zu wiederholen. Keymer geriet schon in der Eröffnung in die Defensive und stand am Rande einer schnellen und bitteren Niederlage. Aber dann kam bei Van Foreest Sand ins Getriebe: Er verpasste erst einen klaren Gewinn und übersah dann in komplizierter Stellung einen taktischen Konter Keymers. Doch auch Keymer übersah diesen Konter, und so konnte Van Foreest am Ende doch noch gewinnen.

Vincent Keymer (links, mit Schwarz) zu Beginn seiner Partie gegen Jorden Van Foreest | Foto: Petr Vrabec, Schachfestival Prag

Mit dieser Niederlage fiel Keymer in der Live-Weltrangliste auf den fünften Platz zurück. Neue Nummer vier ist Nodirbek Abdusattorov, der gegen Aravindh Chithambaram, den Sieger des Prager Schachfestivals 2025, gewann. Allerdings hätte auch diese Partie anders ausgehen können, denn Aravindh verpasste nach guter Eröffnung einige gute Chancen, in Vorteil zu kommen.height="1"

Nodirbek Abdusattorov: Hofft nach seinem Sieg in Wijk in Prag auf einen weiteren Erfolg | Foto: Petr Vrabec, Schachfestival Prag

Eröffnungstheoretisch gut vorbereitet zeigte sich auch Nodirbek Yakubboev, der David Anton bereits in der Eröffnung unter Druck setzte. Anton verbrauchte viel Zeit, die ihm am Ende fehlte.

Einen guten Start ins Turnier erwischte der Prager Lokalmatador David Navara, der mit einer hübschen Partie gegen Parham Maghsoodloo gewann.

Für das einzige Remis der Runde sorgten Weltmeister Gukesh und Hans Niemann. Allerdings musste Gukesh froh über das Remis sein, denn nach einem überraschenden Figurenopfer Niemanns nach Ende der Eröffnung stand Gukesh lange unter Druck, konnte sich aber mit zäher und präziser Verteidigung am Ende ins Remis retten.

Weltmeister Gukesh | Foto: Petr Vrabec, Schachfestival Prag

Ergebnisse

Tabelle

Partien

Links


Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
Diskussion und Feedback Senden Sie Ihr Feedback an die Redakteure