Bislang hat Matthias Blübaum beim Masters in Wijk aan Zee sehr oft sehr starkes Schach gezeigt, um dann im entscheidenden Moment Chancen zu vergeben und Punkte zu verschenken. So verpatzte er gegen Javokhir Sindarov eine Remisstellung zum Verlust und gegen Arjun Erigaisi und Thai Dhai Van Nguyen verdarb er klare Gewinnstellungen zum Remis.
Doch in der Partie gegen Gukesh spielte Blübaum von Anfang bis Ende souverän und kam zu einem verdienten Sieg.
Mit 5 aus 9 liegt Blübaum jetzt einen halben Punkt über der 50-Prozent-Marke, und wenn man das Turnier in Wijk als Generalprobe für das Kandidatenturnier nimmt, dann hat er im Masters unabhängig vom Punktestand mehr als einmal gezeigt, dass er auch die besten Spieler der Welt überspielen kann.
Einen ganz schwarzen Tag erwischte jedoch Vincent Keymer. Gegen Van Foreest brachte er seinen König nicht rechtzeitig in Sicherheit und wurde dafür schwer bestraft.

Jorden Van Foreest gegen Vincent Keymer | Foto: Lennart Ootes
Weitere Siege in der Runde gelangen Praggnanandhaa, der gegen Aravindh Chitambharam gewann. Letztes Jahr konnte Praggnanandhaa das Masters gewinnen, dieses Jahr gelang ihm erst gegen Aravindh der erste Sieg im Turnier.
Immer besser in Fahrt kommt Yagiz Kaan Erdogmus. Er gewann in Runde 9 gegen Nguyen und liegt jetzt in der Tabelle zusammen mit Sindarov und Van Foreest mit 5 aus 9 einen halben Punkt hinter Abdusattorov auf dem geteilten zweiten bis vierten Platz.