Tata Challengers: Woodward jetzt alleine vorn

von Stefan Liebig
28.01.2026 – Was machen die Teilnehmer eigentlich an den spielfreien Tagen? Andy Woodward (Titelfoto) atmete Schachgeschichte und eroberte, vielleicht beflügelt vom Geiste Euwes, die alleinige Spitze im Challengers-Turnier. Seine Reise nach Amsterdam am Montag beflügelte ihn zu einem weiteren Sieg. Da Marc'Andria Maurizzi gegen Max Warmerdam verlor, fiel dieser auf Rang 3 zurück – Aydin Suleymanli nutzte ebenfalls die Gunst der Stunde, schlug Faustino Oro und kletterte auf Rang 2. Lu Miaoyi konnte hingegen ihre schwarze Serie stoppen und gewan nach sechs Niederlagen gegen Velimir Ivic. | Fotos: Lennart Ootes

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„Nichts Spektakuläres“

Auch nach dem Ruhetag ging es weiter ordentlich zur Sache im Tata Steel Chess Challengers-Turnier. Vier Weiß-Siege und ein Schwarz-Sieg bei nur zwei Remis belegen den anhaltenden Kampfeswillen. „Ich habe mir im Max Euwe Centrum Amsterdam Bilder, Partien und Bücher angeschaut. Es ist immer schön an freien Tagen etwas anderes zu sehen“, sagte der neue Tabellenführer Andy Woodward im Interview mit Fiona Steil-Antoni:

Nichts „Spektakuläres“ fand der junge Amerikaner aber an seinem Sieg gegen Daniil Yuffa. In der Analyse hätten die beiden Spieler demnach keinen wirklich kritischen Punkt ausmachen können. 

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Max Euwe war der 5. Weltmeister der Schachgeschichte, nachdem er 1935 Alexander Aljechin im Wettkampf um die Weltmeisterschaft besiegen konnte. Von Beruf Mathematiklehrer blieb Euwe Zeit seines Lebens Amateur, war aber dennoch der beste Schachspieler der Niederlande und einer der weltbesten Spieler. Mit zwölf niederländischen Landesmeisterschaften hält Euwe den Rekord. Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft war Euwe eine Zeitlang auch der weltbeste Spieler. 1937 verlor er den Titel im Revanchematch gegen Alexander Aljechin wieder.
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Bemerkenswerte Momente gab es in der Partie zwischen dem bislang noch etwas glücklosen Max Warmerdam und dem bisherigen Co-Tabellenführer Marc´Andria Maurizzi. Nachdem er nochmal die aufregende Zeitnotphase gegen Vasyl „Chuki“ Ivanchuk schildert, geht er im Interview ausführlich auf seine siegreiche Partie gegen Maurizzi ein:

Nach wie vor vorne mit dabei ist auch Aydin Suleymanli. Er schlug den furios mit 4 aus 5 gestarteten Faustino Oro, der aus den letzten vier Partien aber nur einen halben Punkt erkämpfen konnte. Durch seinen überzeugenden Angriffssieg konnte sich Suleymanli auf den alleinigen zweiten Platz hinter Woodward schieben, der nur einen halben Punkt vor ihm liegt.

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Von den hinteren Plätzen ist Oro allerdings noch etwas entfernt, obwohl es auch da Bewegung gab in Runde 9: Lu Miaoyi konnte ihre schmerzhafte Serie beenden. Die junge Chinesin war mit 2/2 beeindruckend gestartet, doch es folgten sechs Niederlagen am Stück. In Runde 9 zog sie die Reißleine und besiegte Velimir Ivic. Da Panesar Vedant gegen Vasyl Ivanchuk remisierte, bleibt Miaoyi aber auf dem vorletzten Platz – zumal auch Erwin L´Ami gegen die bislang mit nur einem Punkt auf dem letzten Platz rangierende Blitz-Europameisterin Eline Roebers gewann. L´Ami, Panesar Vedant und Lu sind bereits zwei Punkte vor Roebers.

Auf das zweite Remis der Runde 9 einigten sich Bibisara Assaubayeva und Carissa Yip, die auf den Rängen 5 und 6 nur einen halben Punkt auseinanderliegen.

Ergebnisse Runde 9:

Tabelle nach Runde 9:

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Alle Partien:


Spielplan

(Runde 1 bis 12 um 14 Uhr, Runde 13 um 12 Uhr) 

Datum Tag Runde
17. Januar Samstag 1
18. Januar Sonntag 2
19. Januar Montag 3
20. Januar Dienstag 4
21. Januar Mittwoch 5
22. Januar Donnerstag Ruhetag
23. Januar Freitag 6
24. Januar Samstag 7
25. Januar Sonntag 8
26. Januar Montag Ruhetag
27. Januar Dienstag 9
28. Januar Mittwoch 10
29. Januar Donnerstag Ruhetag
30. Januar Freitag 11
31. Januar Samstag 12
1. Februar Sonntag 13
 

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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