13 Weiß- und elf Schwarzsiege bei nur elf Remis – was braucht es für einen anderen Beweis, dass es hoch hergeht bei dem Challenger-Turnier. Die wenigen Unentschieden – auch in Runde 5 gab es vier Sieger – sind auch der Grund, warum es gleich drei Spieler geschafft haben, bei diesem starken Rundenturnier vier Punkte aus den ersten fünf Runden gesammelt zu haben. Nachdem Aydin Suleymanli die letzten Runden vorwegmarschierte, bot er der Konkurrenz mit seinem Schwarzremis gegen Max Warmerdam die Chance, ihn einzuholen: Und die ließ sich das nicht zweimal sagen. Mit Faustino Oro und Andy Woodward stehen nun zwei Teenager gemeinsam mit dem 20-jährigen Aserbaidschaner an der Spitze des Feldes. Dahinter folgen der 18-jährige Marc´Andria Maurizzi und die 22-jährige Carissa Yip mit 3,5 Punkten.

Aydin Suleymanli | Foto: Nils Rohde
Aydin Suleymanli, der als alleiniger Führender in die Runde gegangen war, spielte mit Schwarz gegen den nur mit einem Punkt in die fünfte Runde gekommenen Max Warmerdam. Die beiden gehörten dieses Mal nicht zu den Siegern und trennten sich nach sehr ausgeglichenen, 44 fehlerlosen Zügen remis.

Andy Woodward: Nach vier Siegen jetzt geteilter Tabellenführer. | Foto: Nils Rohde
Dies ermöglichte es Andy Woodward und Faustino Oro, Suleymanli an der Spitze der Tabelle einzuholen. Woodward, der mit einer Niederlage gegen Bibisara Assaubayeva ins Turnier gestartet war, gewann seither alle vier Partien, darunter auch seinen Sieg in der fünften Runde mit Schwarz gegen Vedant Panesar:
Oro ist wie Suleymanli und Woodward weiterhin ungeschlagen und hat nun drei Siege errungen. In der fünften Runde besiegte der Zwölfjährige aus Buenos Aires Lu Miaoyi mit den schwarzen Steinen. Ein taktischer Fehler im 21. Zug brachte Lu in eine verlorene Stellung, und Oro fand schnell die passende Widerlegung. Aus einer positionell überlegenen Stellung heraus verwandelte er seine Partie mit chirurgischer Präzision.

Ein Duell der Wunderkinder – Lu Miaoyi trifft auf Faustino Oro. | Foto: Nils Rohde
Eline Roebers und Carissa Yip konnten zwei weitere Siege verbuchen. Roebers' Sieg war psychologisch besonders bedeutsam, da er nach vier Niederlagen zu Beginn des Turniers gelang. Yip hingegen katapultierte sich mit ihrem Sieg in eine Zweiergruppe mit 3,5 Punkten, zusammen mit Marc'Andria Maurizzi. Beide liegen vor dem Ruhetag nur einen halben Punkt hinter den drei Führenden.

Eline Roebers setzte sich mit den weißen Steinen gegen Daniil Yuffa durch. | Foto: Nils Rohde
(Runde 1 bis 12 um 14 Uhr, Runde 13 um 12 Uhr)

Der Tata-Steel-Kuli. | Foto: Nils Rohde