Tata Steel Chess: Oro und Woodward schließen zum Spitzenreiter des Challengers auf

von Stefan Liebig
22.01.2026 – Entscheidungspartien dominieren weiterhin das Geschehen im Herausforderer-Turnier und bestätigten damit die Strategie der Organisatoren, ambitionierte und kampfstarke Spieler einzuladen. Jeweils drei Siege und zwei Remis haben die Top 3 auf dem Konto: Faustino Oro und Andy Woodward (Titelfoto) konnten den bisherigen Alleinführenden Aydin Suleymanli einholen. Woodward erzielte seinen vierten Sieg in Folge. Und auch am Tabellenende gab es eine Siegerin. Die bislang punktlose Eline Roebers gewann gegen Daniil Yuffa. Am Donnerstag ist Ruhetag in Wijk. | Foto: Nils Rohde

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Oro und Woodward ziehen mit Suleymanli gleich

13 Weiß- und elf Schwarzsiege bei nur elf Remis – was braucht es für einen anderen Beweis, dass es hoch hergeht bei dem Challenger-Turnier. Die wenigen Unentschieden – auch in Runde 5 gab es vier Sieger – sind auch der Grund, warum es gleich drei Spieler geschafft haben, bei diesem starken Rundenturnier vier Punkte aus den ersten fünf Runden gesammelt zu haben. Nachdem Aydin Suleymanli die letzten Runden vorwegmarschierte, bot er der Konkurrenz mit seinem Schwarzremis gegen Max Warmerdam die Chance, ihn einzuholen: Und die ließ sich das nicht zweimal sagen. Mit Faustino Oro und Andy Woodward stehen nun zwei Teenager gemeinsam mit dem 20-jährigen Aserbaidschaner an der Spitze des Feldes. Dahinter folgen der 18-jährige Marc´Andria Maurizzi und die 22-jährige Carissa Yip mit 3,5 Punkten.

Aydin Suleymanli

Aydin Suleymanli | Foto: Nils Rohde

Ergebnisse Runde 5:

Aydin Suleymanli, der als alleiniger Führender in die Runde gegangen war, spielte mit Schwarz gegen den nur mit einem Punkt in die fünfte Runde gekommenen Max Warmerdam. Die beiden gehörten dieses Mal nicht zu den Siegern und trennten sich nach sehr ausgeglichenen, 44 fehlerlosen Zügen remis.

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Andy Woodward: Nach vier Siegen jetzt geteilter Tabellenführer. | Foto: Nils Rohde

Dies ermöglichte es Andy Woodward und Faustino Oro, Suleymanli an der Spitze der Tabelle einzuholen. Woodward, der mit einer Niederlage gegen Bibisara Assaubayeva ins Turnier gestartet war, gewann seither alle vier Partien, darunter auch seinen Sieg in der fünften Runde mit Schwarz gegen Vedant Panesar:

Oro ist wie Suleymanli und Woodward weiterhin ungeschlagen und hat nun drei Siege errungen. In der fünften Runde besiegte der Zwölfjährige aus Buenos Aires Lu Miaoyi mit den schwarzen Steinen. Ein taktischer Fehler im 21. Zug brachte Lu in eine verlorene Stellung, und Oro fand schnell die passende Widerlegung. Aus einer positionell überlegenen Stellung heraus verwandelte er seine Partie mit chirurgischer Präzision.

Lu Miaoyi

Ein Duell der Wunderkinder – Lu Miaoyi trifft auf Faustino Oro. | Foto: Nils Rohde

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Eline Roebers und Carissa Yip konnten zwei weitere Siege verbuchen. Roebers' Sieg war psychologisch besonders bedeutsam, da er nach vier Niederlagen zu Beginn des Turniers gelang. Yip hingegen katapultierte sich mit ihrem Sieg in eine Zweiergruppe mit 3,5 Punkten, zusammen mit Marc'Andria Maurizzi. Beide liegen vor dem Ruhetag nur einen halben Punkt hinter den drei Führenden.

Eline Roebers

Eline Roebers setzte sich mit den weißen Steinen gegen Daniil Yuffa durch. | Foto: Nils Rohde

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Tabelle nach Runde 5:

Alle Partien:


Spielplan

(Runde 1 bis 12 um 14 Uhr, Runde 13 um 12 Uhr) 

Datum Tag Runde
17. Januar Samstag 1
18. Januar Sonntag 2
19. Januar Montag 3
20. Januar Dienstag 4
21. Januar Mittwoch 5
22. Januar Donnerstag Ruhetag
23. Januar Freitag 6
24. Januar Samstag 7
25. Januar Sonntag 8
26. Januar Montag Ruhetag
27. Januar Dienstag 9
28. Januar Mittwoch 10
29. Januar Donnerstag Ruhetag
30. Januar Freitag 11
31. Januar Samstag 12
1. Februar Sonntag 13
 

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Tata Steel Chess 2026

Der Tata-Steel-Kuli. | Foto: Nils Rohde

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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