Tata Steel Chess: Suleymanli marschiert vorweg

von Stefan Liebig
21.01.2026 – Wie in der Vorrunde gab es auch in Runde 4 des Challengers gleich sechs entschiedene Parien. Aydin Suleymanli führt das kämpferische Feld nach einem knappen Drittel des Turniers mit 3,5 Punkten an. Er verteidigte seine alleinige Führung nach einem Sieg mit den weißen Steinen gegen Lu Miaoyi. Die Verfolger sind dem Aserbaidschaner aber dicht auf den Fersen: Marc´Andria Maurizzi, Andy Woodward und Faustino Oro haben nur einen halben Zähler weniger. | Fotos: Nils Rohde

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Suleymanli gewinnt und bleibt vorne

Das Challengers-Turnier entwickelt sich zu einem Spektakel: Von den bisherigen 28 Partien sind sage und schreibe 20 entschieden worden. Es gibt nach vier Runden noch sechs Spieler, die noch kein Remis gespielt haben. Die gestrige Runde verlief wie die vorherige Runde: Bis auf eine Partie – das Remis zwischen Daniil Yuffa und Bibisara Assaubayeva – endeten alle Partien eindeutig. Und Aydin Suleymanli verteidigte seine Position als alleiniger Führender durch seinen Sieg gegen die junge Chinesin Lu Miaoyi. Er ist der einzige Spieler in beiden Turniergruppen mit drei Siegen und einem Remis und erreichte damit beeindruckende 3,5 von 4 möglichen Punkten.

Ergebnisse Runde 4:

Bei Suleymanlis Sieg gegen Lu Miaoyi vereinfachte sich ein relative ausgegliches Mittelspiel zu einem leicht günstigen Endspiel für Weiß mit je einem Läufer, einem Springer und zwei Bauern auf jeder Seite.

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Obwohl das Material ausgeglichen war, verbesserte Suleymanli seine Figurenstellung nach und nach und nutzte seinen kleinen Vorteil durch eine kluge Endspieltechnik. Dadurch konnte er seinen Vorsprung gegenüber einer dicht gedrängten Verfolgergruppe ausbauen.

Lu Miaoyi, Aydin Suleymanli

Lu Miaoyi startete furios mit zwei Siegen, musste jetzt aber die zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Aydin Suleymanli führt die Challengers-Tabelle alleine und ungeschlagen an.   | Foto: Nils Rohde

Drei Verfolger liegen mit 3/4 Punkten nur einen halben Punkt hinter Suleymanli. Alle drei konnten in der vierten Runde mit Weißsiege verbuchen: Marc'Andria Maurizzi schlug Velimir Ivic, Andy Woodward gewann gegen Max Warmerdam und Faustino Oro bezwang die nach wie vor punktlose Eline Roebers, die kürzlich Blitz-Europameisterin wurde. Bemerkenswert ist, dass Suleymanli mit 20 Jahren der älteste der vier Führenden ist, während Maurizzi (18), Woodward (15) und Oro (12) die Stärke der aufstrebenden Generation in Wijk aan Zee unterstreichen. In Runde 5 kommt es zum Duell der Jungstars aus China und Argentinien – dann treffen Lu und Oro aufeinander. 

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Faustino Oro

Faustino Oro gewann gegen Eline Roebers und bleibt auf dem geteilten zweiten Platz. | Foto: Nils Rohde

Faustino Oro freut sich auf die Partie gegen Vasyl Ivanchuk und hat ein Ziel vor Augen: „Ich will das Turnier gewinnen, um nächstes Jahr im Masters dabei zu sein.“

Aber auch die Routiniers reden ein Wörtchen mit im Feld: Zwei von ihnen trafen in Runde 4 aufeinander. Der wie Roebers bis dato punktlose Erwin l'Ami besiegte den mit einem Sieg und zwei Remis gut aus den Startblöcken gekommenen Vasyl Ivanchuk mit den schwarzen Steinen. Docht trotz dieses Sieges von L´Ami und den Warmerdams am Vortag liegen die drei Niederländer alle auf den letzten vier Plätzen.

Erwin L´Ami holte gegen Vasyl Ivanchuk seinen ersten Punkt. | Foto: Nils Rohde

Tabelle nach Runde 4:

Marc'Andria Maurizzi

Marc'Andria Maurizzi ist nach vier Runden geteilter Zweiter. | Foto: Nils Rohde

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Alle Partien:


Spielplan

(Runde 1 bis 12 um 14 Uhr, Runde 13 um 12 Uhr) 

Datum Tag Runde
17. Januar Samstag 1
18. Januar Sonntag 2
19. Januar Montag 3
20. Januar Dienstag 4
21. Januar Mittwoch 5
22. Januar Donnerstag Ruhetag
23. Januar Freitag 6
24. Januar Samstag 7
25. Januar Sonntag 8
26. Januar Montag Ruhetag
27. Januar Dienstag 9
28. Januar Mittwoch 10
29. Januar Donnerstag Ruhetag
30. Januar Freitag 11
31. Januar Samstag 12
1. Februar Sonntag 13
 

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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