Schachfestival Prag: Mal gewinnt man, mal verliert man

von Johannes Fischer
27.02.2026 – Runde 1 des Masters in Prag brachte vier Siege und ein Remis, in Runde 2 ging es mit drei Remis und zwei Siegen gemächlicher zu. Aber die Gewinnpartien waren interessant. David Anton stand nach der Eröffnung schlecht gegen Jorden Van Foreest, gewann dann aber unerwartet schnell in nur 27 Zügen. Und Hans Niemann übersah gegen Aravindh Chithambaram in Gewinnstellung und Zeitnot eine versteckte taktische Möglichkeit und verlor. | Bild: Aravindh Chithambaram und Hans Niemann | Fotos: Petr Vrabec, Schachfestival Prag

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Die ersten beiden Runden des Prager Schachfestivals hätten für Hans Niemann besser laufen können. In der ersten Runde brachte er Weltmeister Gukesh mit Schwarz an den Rand einer Niederlage, musste sich am Ende aber mit einem Remis begnügen, und in Runde zwei stand er gegen Aravindh Chithambaram auf Gewinn, verlor am Ende aber noch. Mit 2 aus 2 hätte er alleiniger Spitzenreiter sein können, aber so liegt er mit 0,5 aus 2 am Tabellenende.height="1"

Wechselndes Schlachtenglück erlebt auch Jorden Van Foreest. In Runde 1 überspielte er Vincent Keymer aus der Eröffnung heraus und stand auf Gewinn, strauchelte dann aber in einer taktisch komplizierten Stellung und gab Keymer die Chance, die Partie mit einem Konter zu gewinnen. Doch Keymer übersah diese Möglichkeit, und Van Foreest gewann am Ende doch noch.

In Runde 2 spielte Van Foreest mit Schwarz gegen David Anton und hatte weniger Glück. Er stand nach der Eröffnung wieder klar besser, spielte aber erneut taktisch ungenau – und dieses Mal hatte er kein Glück und verlor.

Die drei anderen Partien der Runde endeten ohne große Aufregung mit Remis. Damit liegen Nodirbek Yakubboev, Nodirbek Abdusattorov und David Navara nach zwei Runden mit je 1,5 aus 2 gemeinsam an der Spitze. Keymer liegt nach seinem Remis gegen Navara in Runde 2 mit 0,5 aus 2 zusammen mit Niemann und Parham Maghsoodloo auf den Plätzen 8 bis 10.

Ergebnisse

Tabelle

Partien

Links


Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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