18.09.2026 – Elisabeth Pähtz und Vincent Keymer sorgten in Runde 3 für die Teamsiege der deutschen Mannschaften. Pähtz besiegte Aliaksandra Tarasenka (Belarus) und Keymer besiegte Jakhongir Vakhidov (Usbekistan 2). Alle weiteren Paarungen mit deutscher Beteiligung endeten in einem Remis, wodurch Deutschland zweimal 2,5:1,5 gewann. Frederik Svane spielte gegen den Großmeister Mukhammadzokhid Suyarov, der noch als IM am Osterwochenende das A-Turnier des Grenke Opens gewonnen hatte. | Foto: Steffen Rätzke von Stoyentin / ChessBase
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Zum Abend des Spieltages beginnen wir mit der Besprechung der Ergebnisse der deutschen Teams. Am folgenden Vormittag wird ein allgemeiner Bericht zu der 3. Runde der Schacholympiade veröffentlicht.
Open: Deutsches Team dominiert Match
In der offenen Olympiade besiegte Deutschland die zweite Mannschaft der Gastgeber, Usbekistan 2, mit einem Punktstand von 2,5:1,5. Es gab einen Sieg von Vincent Keymer gegen Jakhongir Vakhidov an Brett 1. Die restlichen Partien endeten in einem Remis. Das Endresultat dieses Mannschaftskampfes erzählt aber nicht die ganze Geschichte. Zwischenzeitig hatten Vincent Keymer, Matthias Blübaum und Rasmus Svane eine bessere Stellung auf dem Brett. Das Match hätte also auch mit einer größeren Punktedifferenz zum Vorteil von Deutschland beendet werden können.
Deutschlands Spitze mit Blübaum und Keymer im Einsatz | Foto: Steffen Rätzke von Stoyentin
Frederik Svane spielte gegen Mukhammadzokhid Suyarov, den Sieger des A-Turniers des Grenke Opens 2026. Suyarov hatte das Turnier über Ostern als Internationaler Meister gewonnen. Mittlerweile sitzt der 17-jährige Usbeke als Großmeister am Brett.
Frederik Svane remisierte gegen Grenke-Sieger Suyarov | Foto: Steffen Rätzke von Stoyentin
Im Fide-Livekommentar witzelte man darüber, dass Usbekistan nur noch eine Chance bliebe, Deutschland zu besiegen. Die Paarung Deutschland gegen Usbekistan 1 könnte in den nächsten Runden noch folgen.
Vincent Keymer kam durch eine Taktik in Vorteil gegen den Usbeken Jakhongir Vakhidov. Vakhidov spielte 19.a4. Auf den ersten Blick sieht der Zug nicht spielentscheidend aus, auch wenn der schwarze b-Bauer schon weit voranschreiten konnte mit 19...b5. Aber die Taktik, die darauf folgte, hatte es in sich.
Um die Situation besser vor Augen zu haben, folgt hier das Diagramm nach dem Zug 20...c5!
Nach dem schwarzen Zug 21...cxd4 tauschte Weiß die Türme auf der c-Linie ab. Auf d4 zurückschlagen war danach nicht möglich, da der Springer auf e5 weiterhin Probleme hatte. Hier verlor Weiß Material. Auch im späteren Partieverlauf konnte sich Vokhidov nicht mehr retten. So gewann Vincent Keymer die entscheidende Partie für den Sieg für Team Deutschland.
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In Runde 3 erspielte sich Elisabeth Pähtz ihren zweiten Punkt aus zwei Einsätzen. Sie besiegte Aliaksandra Tarasenka (Belarus). Ähnlich wie auch beim anderen deutschen Team gewann das deutsche Frauenteam 2,5:1,5. Pähtz gewann und ihre Teamkolleginnen Hanna Marie Klek, Jana Schneider und Lara Schulze spielten Remis.
Elisabeth Pähtz | Foto: Steffen Rätzke von Stoyentin / ChessBase
Die letzte Partie, die noch gespielt wurde, war die zwischen Lara Schulze und Yuliya Liavonava. Als diese in einem Remis endete, war der Teamsieg perfekt.
Lara Schulze – Ihr Remis beendete das Zittern | Foto: Steffen Rätzke von Stoyentin
Aliaksandra Tarasenka vs. Elisabeth Pähtz
Im weiteren Partieverlauf spielte Tarasenka zu passiv und entschied sich genau für Abtauschvarianten, die Elisabeth Pähtz zum größer werdenden Vorteil verhalfen. So geriet Tarasenka in eine Stellung, die sich nur noch schlecht verteidigen ließ. Elisabeth Pähtz hatte einen Mehrbauern und konnte diesen zu einem entfernten Freibauern verwandeln.
Für diesen a-Bauern musste Tarasenka später eine Figur opfern. Dies sorgte aber auch nur dafür, dass die Partie verlängert wurde. Verloren hatte sie trotzdem.
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Martina GerdtsMartina Gerdts studierte portugiesische und spanische Sprachwissenschaft und arbeitet heute als Sprachdozentin und schreibt über Schach und Sprachen. Einmal für ein Turnier in Paris mit Schach angefangen, ist sie heute als Spielerin aber auch durch ihr Engagement neben dem Brett und ihre schreibenden Aktivitäten im Schach aktiv.
17.09.2026 – In der zweiten Runde bekamen Vincent Keymer und Elisabeth Pähtz jeweils ihren ersten Einsatz des Turniers. Keymer trat mit Weiß gegen Saidakbar Saydaliev (Usbekistan 3) an und Elisabeth Pähtz spielte gegen Trisha Kanyamarala (Irland). Beide starteten in das Turnier mit einem Sieg. Das deutsche Team in der offenen Olympiade besiegte Usbekistan 3,5:0,5. Das deutsche Frauenteam gewann 4:0 gegen Irland. | Foto: Steffen Rätzke von Stoyentin / ChessBase
16.09.2026 – Unter den zehn Spielern der beiden deutschen Teams befinden sich keine Neulinge. Alle haben bereits Olympiaerfahrung sammeln können. Über die meiste Erfahrung verfügt natürlich Elisabeth Paehtz. Sie spielte ihre erste Olympiade im Jahr 1998 – da waren die meisten deutschen Teilnehmer noch nicht geboren! | Fotos: Mark Livshitz (Titelfoto aus dem Jahr 2021), Lennart Ootes, Michal Walusza, Angelika Valkova, Reinhard Ahrens, Stefan Liebig
Die Aljechin-Verteidigung ist ein eher seltener Gast im Turnierschach, vielleicht zu Unrecht. Die Praxis zeigt nämlich, dass Schwarz gegen die Hauptvarianten ganz gut gewappnet ist. Hier setzt das Autorenduo Luther/Jordan an und schlägt nach den Anfangszügen 1.e4 Sf6 2. e5 Sd5 3. d4 d6 eine giftige Antwort vor: 4.Lc4. Damit vermeidet Weiß die theoretisch zum Teil tiefe analysierten Hauptabspiele und versucht eine gesunde Stellung mit Angriffschancen zu erhalten. Die beiden Autoren setzen sich in ihrer Präsentation mit den Antworten …Sb6, …dxe5, …c6 und …e6 auseinander und zeigen auf, wie der Anziehende jeweils auf Vorteil spielen und den Gegner mit „giftigen“ Zügen unter Druck zu setzen kann. Ein für die Praxis leicht zu erlernendes Angriffsrepertoire für den Weißspieler!
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Der Nimzo-Inder hat sich seit über einem Jahrhundert bewährt: Bis heute ist er eine erste Wahl der Weltelite, von Magnus Carlsen bis Praggnanandhaa, und er bleibt eine der zuverlässigsten Möglichkeiten für Schwarz, nach 1.d4 2.c4 3.Sc3 um echte Chancen zu
Italian Game Powerbase 2026 ist eine Datenbank und enthält 8571 hochklassige Partien aus der Mega 2027 bzw. der Correspondence Database 2026, davon sind 479 kommentiert.
Videos: Nico Zwirs zeigt Sizilianisch mit 2…e6 3.d4 cxd4 4.Dxd4 Sc6 5.De3 Sf6 6.Sc3, Mihail Marin prüft Sindarovs 6.Se5 im Damenbauernspiel. Dazu die „Wundertüte“ mit 41 Analysen von Berg, Ftacnik, Gupta u.v.a.
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