Praggnanandhaa gewinnt im Rapid, So glänzt im Angriff

von Johannes Fischer
05.08.2026 – Der indische Großmeister Praggnanandhaa hat das Rapid-Turnier beim Saint Louis Rapid & Blitz von Beginn an dominiert und gewann am Ende trotz einer Niederlage in der Schlussrunde mit 12 von 18 möglichen Punkten. Vincent Keymer startete mit einem Sieg in den letzten Tag des Rapid-Turniers, aber verlor dann eine dramatische Partie gegen Praggnanandhaa und kam mit einem Schlussrundenremis gegen Levon Aronian auf insgesamt 9 Punkte. Die Partie des Tages spielte jedoch Wesley So: Er gewann mit einem furiosen Angriff und zahlreichen Opfern gegen Fabiano Caruana. | Foto: Crystal Fuller / Grand Chess Tour

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Praggnanandhaa ging mit zwei Punkten Vorsprung in die letzten drei Runden des Rapid-Turniers, und das war Vorsprung genug. In Runde 7 spielte er Remis gegen Giri - der übrigens alle sein neun Partien Remis spielte - und in Runde 8 gewann er gegen Vincent Keymer, der kurz nach der Eröffnung ungenau spielte und in einer Verluststellung landete, die er dann jedoch zäh und einfallsreich verteidigte. Aber am Ende verpasste er das Remis dann allerdings doch.height="1"

Ein Rückschlag für Keymer, der in Runde 7 gegen Jorden Van Foreest in den Turniertag gestartet war.

Vincent Keymer

Vincent Keymer sucht nach Möglichkeiten. | Foto: Crystal Fuller

Platz zwei ging an Javokhir Sindarov, der wie Giri und Leinier Dominguez keine einzige Partie verlor. Aber anders als Giri und Leinier Dominguez konnte Sindarov zwei Partien gewinnen und so liegt er vor Beginn des Blitzturniers am Mittwoch nur einen Punkt hinter Praggnanandhaa.

Javokhir Sindarov

Javokhir Sindarov | Foto: Crystal Fuller

Auf Platz drei landete Wesley So, der allerdings in Runde acht gegen Caruana die Partie des Tages, wenn nicht sogar des Turniers spielte. So gilt als solider Spieler, der das Risiko scheut und nur selten verliert. Aber gegen Caruana zeigte er, wie gut er angreifen kann, wenn er angreifen kann.

Zu Beginn einer Glanzpartie: Fabiano Caruana und Wesley So | Foto: Lennart Ootes

Wesley So | Foto: Crystal Fuller

Tabellenstand nach dem Rapid-Turnier (Sieg = 2 Punkte, Remis = 1 Punkt)

Partien

Mittlerweile ist 1.b3 auch in der Weltelite unserer Tage angekommen, und nun hat sich für ChessBase ein moderner Spitzenspieler des Themas angenommen: kein Geringerer als Top-Ten-Großmeister Wesley So!

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Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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