Die US-Meisterschaft geht über elf Runden, den ersten Ruhetag gibt es nach Runde 4. Aber vor dem Ruhetag war die Stimmung noch einmal kämpferisch. Vier Partien endeten mit einer Entscheidung, nur zwei wurden Remis, die kürzeste Partie, Niemann gegen Mishra, dauerte 42 Züge, dann hatte Niemann gewonnen, in der längsten Partie des Tages gewann Caruana nach 77 Zügen gegen Ray Robson ein kompliziertes Doppelturmendspiel.

Caruana gegen Robson | Foto: Crystal Fuller

Hans Niemann gewann in einer wilden Partie gegen Abhimanyu Mishra | Foto: Crystal Fuller

Abhimanyu Mishra | Foto: Crystal Fuller
Die kurioseste Partie des Tages spielten Jeffery Xiong und Awonder Liang. In einer Stellung, die mit ungleichfarbigen Läufern und einer symmetrischen Bauernstruktur totremis schien, opferte Xiong plötzlich seinen Springer, für den er drei gefährliche Freibauern am Damenflügel bekam.
Objektiv war die Stellung immer noch ausgeglichen, aber im weiteren Verlauf der Partie bekam Liang die allmählich vorrückenden Freibauern nicht unter Kontrolle. Immer wieder versuchte er, seinen Springer zu opfern, um ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern herbeizuführen, aber Xiong lehnte all diese Angebote unbeirrt ab, um seine Bauern nach vorne zu bringen und kam am Ende zu einem hübschen Sieg.

Awonder Liang bekam die gegnerischen Bauern nicht in den Griff | Foto: Crystal Fuller