US Championships, Runde 4: So und Caruana setzen sich an die Spitze

von Johannes Fischer
13.10.2026 – Nominell sind Fabiano Caruana, die Nummer drei der Welt, und Wesley So (Foto), die Nummer sechs der Welt, die Favoriten bei der US-Meisterschaft. Und nach vier Runden liegen sie mit jeweils 3 Punkten aus 4 Partien gemeinsam an der Spitze. So spielte in Runde 4 remis gegen Levon Aronian, Caruana gewann ein schwieriges Doppelturmendspiel gegen Ray Robson. | Foto: Lennart Ootes | Saint Louis Chess Club

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Die US-Meisterschaft geht über elf Runden, den ersten Ruhetag gibt es nach Runde 4. Aber vor dem Ruhetag war die Stimmung noch einmal kämpferisch. Vier Partien endeten mit einer Entscheidung, nur zwei wurden Remis, die kürzeste Partie, Niemann gegen Mishra, dauerte 42 Züge, dann hatte Niemann gewonnen, in der längsten Partie des Tages gewann Caruana nach 77 Zügen gegen Ray Robson ein kompliziertes Doppelturmendspiel.height="1"

Caruana gegen Robson | Foto: Crystal Fuller

Hans Niemann gewann in einer wilden Partie gegen Abhimanyu Mishra | Foto: Crystal Fuller

Abhimanyu Mishra | Foto: Crystal Fuller

Die kurioseste Partie des Tages spielten Jeffery Xiong und Awonder Liang. In einer Stellung, die mit ungleichfarbigen Läufern und einer symmetrischen Bauernstruktur totremis schien, opferte Xiong plötzlich seinen Springer, für den er drei gefährliche Freibauern am Damenflügel bekam.

Objektiv war die Stellung immer noch ausgeglichen, aber im weiteren Verlauf der Partie bekam Liang die allmählich vorrückenden Freibauern nicht unter Kontrolle. Immer wieder versuchte er, seinen Springer zu opfern, um ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern herbeizuführen, aber Xiong lehnte all diese Angebote unbeirrt ab, um seine Bauern nach vorne zu bringen und kam am Ende zu einem hübschen Sieg.

Awonder Liang bekam die gegnerischen Bauern nicht in den Griff | Foto: Crystal Fuller

Ergebnisse

Tabelle

Partien

Wesley So hat bei ChessBase 2 Eröffnungs-DVD veröffentlicht: 1.b3, der so genannte Nimzowitsch-Larsen-Angriff, aus weißer Sicht und seine Geheimnisse im modernen Italienisch (mit c3 und d3) aus schwarzer Sicht.

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Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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