Vincent Keymer zaubert

von Johannes Fischer
10.11.2025 – In seinen besten Partien wirkt Vincent Keymers Schachgefühl magisch. In seiner Partie gegen den indischen Großmeister Pranesh M beim World Cup in Goa standen fünf seiner sechs Figuren nach 29 Zügen auf der Grundreihe, 12 Züge später hatten sie wie von Zauberhand die Kontrolle am Damenflügel, am Königsflügel und im Zentrum übernommen und drangen in die weiße Stellung ein. Keymer kam zu einem wichtigen Sieg. | Foto: Michal Walusza

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Die Schlussphase der Partie | Foto: Michal Walusza

Mit diesem Sieg sprang Keymer in der Live-Weltrangliste mit einer aktuellen Elo-Zahl von 2779,4 wieder auf den vierten Platz. Allerdings liegt er immer noch 14,6 Punkte hinter Fabiano Caruana, hinter Magnus Carlsen und Hikaru Nakamura die Nummer drei der Welt.height="1"

Keymer spricht über seinen Sieg gegen Pranesh

In der vierten Runde des World Cups trifft Keymer am Dienstag auf den russischen Großmeister Andrey Esipenko. Esipenko gewann in Runde 2 des World Cup gegen den aserischen Großmeister Nijat Abasov, der beim World Cup 2023 hinter Carlsen, Praggnanandhaa und Caruana überraschend Vierter wurde. Da Carlsen auf seinen Platz im Kandidatenturnier verzichtete, rückte Abasov nach, belegte im Kandidatenturnier dann allerdings als klarer Außenseiter den achten und letzten Platz.

Nach seinem Sieg gegen Abasov setzte sich Esipenko in Runde 3 gegen den iranischen Großmeister Pouya Idani durch.

Andrey Esipenko | Michal Walusza

Pouya Idani | Foto: Michal Walusza

Keymer und Esipenko kennen sich gut. Esipenko wurde am 22. März 2002 geboren und gilt als eines der größten Talente seiner Generation. 2012 wurde er U10-Europameister, fünf Jahre später, 2017, wurde er im gleichen Jahr U16-Welt- und Europameister.

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Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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