Matthias Blübaum hatte Schwarz gegen Ivan Zemlyanskii, seines Zeichens der jüngste russische Großmeister aller Zeiten. Ein beeindruckender Rekord, denn Russland hat viele starke Großmeister hervorgebracht. Nominell war Zemlyanskii in dieser Begegnung dennoch Außenseiter, aber das hinderte ihn nicht daran, von Beginn an auf Komplikationen zu spielen.
Doch Blübaum blieb unbeeindruckt und konterte den frühen weißen Angriff souverän und erfolgreich. Mit einer kleinen taktischen Kombination wickelte er dann in ein gewonnenes Damenendspiel ab, das er überzeugend zum Sieg führte.

Konzentriert: Matthias Blübaum | Foto: Eteri Kublashvili
Matthias Blübaum im Interview nach der Partie
Den elo-stärksten Gegner der Deutschen hatte Alexander Donchenko - er musste mit Schwarz gegen Anish Giri spielen, aber meisterte diese schwere Aufgabe mit Bravour. Nach der Eröffnung stand er leicht schlechter, aber konnte den Druck des Weißen neutralisieren und die Partie Remis halten.

Alexander Donchenko | Foto: Eteri Kublashvili
Einen schweren Gegner hatte auch Frederik Svane: Er spielte mit Weiß gegen Weltmeister Gukesh und kam in einer Partie, in der das Gleichgewicht nie gestört war, mühelos zu einem Remis.

Frederik Svane | Foto: Michal Walusza
Vincent Keymer ging als Elo-Favorit in die Partie gegen Pranesh M, aber konnte in einer positionell komplexen Stellung nie ernsthaften Vorteil reklamieren. Keymer suchte hartnäckig nach einem Gewinn, aber Pranesh verteidigte sich präzise und so endete die Partie ebenfalls mit Remis.
Ein schnelles Remis mit Weiß machte Rasmus Svane gegen Awonder Liang. Nach Abschluss der Eröffnungsphase schien Svane in einem Königsinder zwar gut zu stehen, aber die weißen Vorteile verflüchtigten sich schnell und so endete auch diese Partie mit Remis.
Die Partien der deutschen Spieler
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