Clash der Stars: Keymer vs. Carlsen

von Martina Gerdts
05.04.2026 – Weitere Ostergeschenke für Schach-Deutschland! Vincent Keymer wurde für Runde 7 des grenke Freestyle Opens gegen Magnus Carlsen gepaart. In Runde 6 besiegte Keymer den US-Amerikaner Hans Niemann. Damit führte Keymer mit 6/6 das Turnier im Alleingang an. Carlsen spielte in Runde 6 remis gegen Sarana und verweilte so in der Verfolgergruppe mit 5/6. Das Nächste, das folgte, war das Highlight der Highlights: Vincent Keymer vs. Magnus Carlsen. | Foto: Nils Rohde/ ChessBase

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Schach-Deutschland bekam am Ostersonntag Ostergeschenke aus Karlsruhe und von Zypern. Vincent Keymer wurde beim grenke Freestyle Open gegen Magnus Carlsen (#1 der Weltrangliste) gepaart und Matthias Blübaum spielte beim Kandidatenturnier gegen Hikaru Nakamura (#2 der Weltrangliste). Die Paarungen für sich sind schon Highlights für die deutsche Schachwelt. Doch damit nicht genug, beide deutsche Spieler erreichten ein Remis!

Keymer begegnet Carlsen aus Position der Stärke

Gegen Magnus Carlsen zu spielen ist nicht die einfachste Aufgabe. Veronika Exler und Arne Kähler haben gerade an diesem Sonntag ein ChessBase-Trainingsvideo mit der Frage veröffentlicht, wie man sich eigentlich auf einen Magnus Carlsen vorbereitet. Vincent Keymer hat jedoch gewisse Vorteile gegenüber den meisten. Beim Freestyle Grand Slam in Weißenhaus 2025 gewann er bereits ein Freestyle-Turnier bei dem er Magnus Carlsen im Halbfinale aus dem Turnier warf. Auch in Karlsruhe bei der aktuellen Ausgabe des grenke Schachfestivals hatte Keymer bereits die Nase vorn. Vor der siebten Runde, die Runde in der er Carlsen begegnete, führte er das Feld im Alleingang mit 6 Punkten aus 6 Partien an. Magnus Carlsen hatte in Runde 4 gegen Amin Tabatabaei und in Runde 6 gegen Alexey Sarana sich die Punkte mit seinen Gegnern teilen müssen und hatte dementsprechend "nur" 5 Punkte. Zuvor hatte Carlsen Medien gegenüber bereits zugegeben, dass er die Eröffnungen von Vincent Keymer gerne beobachtet, weil dieser sehr gute Ideen hatte. Es gab also keinen Grund für Vincent Keymer, sich gegenüber der Weltranglisten-Nummer 1, Magnus Carlsen, kleinzumachen. 

Magnus Carlsen freut sich auf die Partie gegen Vincent Keymer | Foto: Nils Rohde /ChessBase

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Keymer vs. Carlsen: Eine Partie auf drei Ergebnisse

Keymer hatte über weite Teile der Partie die angenehmere Stellung. Carlsen versuchte, den gegnerischen König in Bedrängnis zu bringen, musste dann aber aufpassen und konnte gerade noch rochieren, um den eigenen König in Sicherheit zu bringen. Ein größerer Ausreißer war Zug 30 von Weiß. 30.Dxd4 sieht wie ein natürlicher Weg aus, den Problemspringer zu schlagen und einen einfachen Abtausch der Leichtfiguren (Springer auf d4 gegen Läufer auf h5) durchzuführen, aber in Wirklichkeit stellt dieser Zug die Partie ein – zumindest, wenn Carlsen den Zwischenzug gefunden hätte. 

Kommentator Peter Leko im Grenke/Freestyle-Livestream nach der Partie: "Sagt Magnus nicht, dass Txf5 gewonnen hätte. Jetzt ist er glücklich, dass er so stark gegengehalten und keine Fehler gemacht hat."

Die eine große Chance der Partie gab es für Magnus Carlsen. Danach ließ er aber zu, dass Keymers Dame seinen König über das Feld jagte. Da war Carlsen wieder derjenige, der aufpassen musste. Am Ende fehlten seinem König die Rückzugsmöglichkeiten und die Partie endete in einem Remis, obwohl Carlsen einen Bauern mehr auf dem Brett hatte.

 Keymer startet als Tabellenführer mit 6,5/7 in den letzten Tag | Foto: Nils Rohde /ChessBase

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Freestyle-Tabelle nach Runde 7

Durch dieses Remis hält sich Vincent Keymer weiterhin an der Spitze der Freestyle-Tabelle. Mit 6,5 aus 7 hat er einen Abstand von einem halben Punkt zu Sarana, Vachier-Lagrave und Pranav (je 6 aus 7) auf Platz 2-4 und einen Abstand von einem ganzen Punkt zu zehn weiteren Spielern (u.a. Carlsen, Nepomniachtchi, Mendonca, Yakubboev, Abdusattorov) mit je 5,5 Punkten auf den Plätzen 5-14.

Rg. SNr Name Land Elo DWZ Verein/Ort Pkt.  Wtg1 
1 5 GM Keymer, Vincent GER 2754 2761 OSG Baden-Baden 6,5 34,5
2 12 GM Sarana, Alexey SRB 2702 2655 SC Viernheim 1934 e.V. 6 33
3 13 GM Vachier-Lagrave, Maxime FRA 2700 2709 OSG Baden-Baden 6 31,5
4 21 GM Pranav, V IND 2657 0 6 31
5 2 GM Nepomniachtchi, Ian RUS 2771 0 5,5 34,5
6 1 GM Carlsen, Magnus NOR 2888 2841 FC ST.Pauli 1910 eV SAbt 5,5 34
7 17 GM Mendonca, Leon Luke IND 2676 2632 Hamburger SK von 1830 eV 5,5 33,5
8 14 GM Yakubboev, Nodirbek UZB 2689 0 5,5 31,5
9 6 GM Duda, Jan-Krzysztof POL 2739 2747 SC Viernheim 1934 e.V. 5,5 31
9 GM Abdusattorov, Nodirbek UZB 2716 2821 SC Viernheim 1934 e.V. 5,5 31
11 22 GM Murzin, Volodar FID 2655 2599 Düsseldorfer SK 14/25 e. V. 5,5 30,5
12 27 GM Aryan Chopra, IND 2629 0 Saint Louis University Chess Clu 5,5 29
13 28 GM Kamsky, Gata FRA 2627 2596 SF Deizisau 5,5 28
14 10 GM Fedoseev, Vladimir SLO 2716 2727 FC Bayern München e.V. 5,5 27,5

Komplette Tabelle Freestyle Open A

Alle verfügbaren Partien Freestyle Open

Im ersten Teil der Videoreihe werden wir uns mit 6. Lg5, 6. Le3, 6. Le2 und 6. Lc4 die vier Hauptzüge von Weiß anschauen.

Alle verfügbaren Partien Klassisches Open

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Martina Gerdts studierte portugiesische und spanische Sprachwissenschaft und arbeitet heute als Sprachdozentin und schreibt über Schach und Sprachen. Einmal für ein Turnier in Paris mit Schach angefangen, ist sie heute als Spielerin aber auch durch ihr Engagement neben dem Brett und ihre schreibenden Aktivitäten im Schach aktiv.
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