Dinara Wagner und Elisabeth Pähtz schauen nur zu
Die OSG Baden-Baden tritt zum Endrunden-Wochenende der Frauenbundesliga mit der deutschen Nummer 1, Dinara Wagner, und der deutschen Nummer 2, Elisabeth Pähtz, an – keine der beiden Spielerinnen konnte am Samstag eine echte Partie spielen. Am Freitag waren die Rodewischer Schachmiezen nur mit drei Personen angetreten, dieses Mal waren es immerhin vier. Da sie die Bretter 1 und 2 freigelassen hatten, hatten Dinara Wagner und Elisabeth Pähtz nicht viel mehr zu tun, als die Uhren zu starten und im Fall von Elisabeth Pähtz noch einen Zug mit Weiß auszuführen.
Eine spannende Partie gab es dafür an Brett 3 zu beobachten. Die Nationalspielerinnen Josefine Safarli (OSG Baden-Baden) und Fiona Sieber (Rodewischer Schachmiezen) spielten gegeneinander. Mit nur 35 Elopunkten Abstand zwischen den beiden konnte das Ergebnis schlecht vorhergesagt werden. Fiona Sieber ließ ihre Dame abtauschen und verlor im selben Atemzug einen Bauern, wodurch Josefine Safarli über weite Teile des Endspiels, bei dem beide mit zwei Türmen und einem Läufer spielten, einen Mehrbauern hatte. Die Frage der Partie war: Würde Safarli den Mehrbauern ausnutzen können? Das Partieende mit einem Punkt für Safarli spricht für sich.
Partie Sieber vs. Safarli
Fiona Sieber (Rodewischer Schachmiezen) | Foto: Hazel Morley
Mit nur einem halben Brettpunkt Abstand zum ersten Abstiegsplatz ist die Position des SK Freiburg-Zähringen 1887 wacklig. Bei der Begegnung gegen den SC 1957 Bad Königshofen erreichten die Freiburgerinnen nur einen halben Brettpunkt. Hierbei handelt es sich um den Brettpunkt, der sie für den Moment vom Abstieg rettet. An Brett 3 spielte WGM Yelyzaveta Hrebenshchykova (Elo: 2309) vom SC 1957 Bad Königshofen gegen WFM Bergit Barthel (Elo: 1929) vom SK Freiburg-Zähringen 1887. Es gab also eine Elodifferenz von 380 Punkten und doch erkämpfte sich Schwarz ein Remis gegen die Favoritin. Sollte dieser halbe Brettpunkt den Klassenerhalt sichern, würde es sich um einen halben Brettpunkt für die Freiburger Geschichtsbücher handeln.
Lernen Sie die Kunst des richtigen Abtauschs! Lassen Sie sich von Großmeisterin Elisabeth Pähtz zeigen, wie Sie durch den Abtausch gleichwertigen Materials eine strategische Gewinnstellung generieren oder einen Vorteil sicher verwerten.
Erste Entscheidungen im Abstiegskampf
Im direkten Duell des Tabellenkellers zwischen dem SC Kreuzberg und dem SV Hemer 1932 behielt der SV Hemer die Oberhand. Sie waren an allen Brettern besser aufgestellt und gewannen 5:1. Damit kann sich der SC Kreuzberg nicht mehr aus dem Tabellenkeller befreien und steigt ab. Für den SV Hemer 1932 wird es knapp. Sollten sie in der letzten Runde gewinnen und dann mit 6 Mannschaftspunkten mit anderen Teams gleichziehen, dann spricht der Brettpunkte-Vergleich für sie. Das Team hat momentan zwischen 3,5 und 6 Brettpunkten mehr als die anderen Teams, die aktuell bei 6 Mannschaftspunkten stehen. In der letzten Runde spielen sie gegen die direkte Konkurrenz aus Chemnitz. Sollten sie diese besiegen, müssten sie nur noch ein weiteres Team überholen.
Die Vorlage dafür, dass der SV Hemer 1932 mit einer hohen Brettpunktezahl die Konkurrenz überholen konnte, lieferten auch die Chemnitzerinnen in ihrem Mannschaftskampf gegen die SG Solingen. Der Chemnitzer SC Aufbau 95 verlor 0,5:5,5. Dieses Ergebnis sorgte nicht für ein hohes Brettpunktekonto. Die SG Solingen konnte sich durch den Sieg den Klassenerhalt nun endgültig sichern. Mit 9 Mannschaftspunkten können sie von den Chemnitzerinnen nicht mehr eingeholt werden. Selbst die Schachfreunde Deizisau sind mit 8 Mannschaftspunkten sicher, da sie einen Vorsprung von 10 Brettpunkten haben.
In insgesamt 6 Kapiteln untersuchen wir folgende Aspekte: die richtige Entscheidung anhand taktischer Faktoren, Entscheidungen beim Abtausch & Schlagzügen, komplexe & psychologische Entscheidungen in längeren Partien und bei der Verteidigung.
Julia Antolak stoppt Nino Batsiashvili
Im Abstiegskampf ist das Team der Tabellenspitze kein Wunschgegner. Für TuRa Harksheide stand diese Begegnung noch offen. Große Frage der Endrunde ist, wer den SK Schwäbisch Hall noch stoppen konnte. Dies erreichte TuRa Harksheide nicht, ein anderer Erfolg konnte jedoch gefeiert werden. WGM Julia Antolak (TuRa Harksheide, Elo: 2223) besiegte GM Nino Batsiashvili (SK Schwäbisch Hall, Elo: 2472). Zusätzlich spielte Inken Köhler an Brett 5 Remis gegen Irina Bulmaga. Die Elodifferenz zwischen den beiden Spielerinnen liegt bei 387 Punkten. Momentan hat das Team aus Schleswig-Holstein die beste Ausgangslage von allen Mannschaften im Abstiegskampf. In der letzten Runde treten sie gegen die Schachfreunde Deizisau an.
Julia Antolak (TuRa Harksheide) beim achten Spieltag in Hamburg | Foto: TuRa Schach
Partie Antolak vs. Batsiashvili
In diesem Videokurs dreht sich alles um das Thema Entwicklungsvorsprun: Wie entsteht ein Entwicklungsvorsprung und wie kann man ihn verwerten? Wie kann man den gegnerischen Entwicklungsvorsprung neutralisieren?
Die letzte Chance, den SK Schwäbisch Hall zu schlagen, bekommt der Hamburger SK in der letzten Runde der Saison. Im Vorjahr erreichten die Hamburgerinnen in der letzten Runde den Sieg gegen die amtierenden Meisterinnen vom SC 1957 Bad Königshofen. Entsteht hier eine Tradition? In Runde 10 spielten die Hamburgerinnen gegen die Schachfreunde Deizisau und gewannen 4:2. Durch diesen Sieg können sie sich weiter auf dem dritten Platz halten. Da der SK Schwäbisch Hall bisher keine Mannschaftspunkte abgegeben hatte, können die Hamburgerinnen trotz des Siegs auch theoretisch keine Meisterinnen mehr werden.
Zsoka Gaal (Hamburger SK) | Foto: Hazel Morley
Tabelle nach Runde 10

Spielsaal in Bad Königshofen | Foto: Thomas Marschner
Alle verfügbaren Partien (Runde 1-10)
Der Kurs zeigt klare Figurenaufstellungen, zentrale Schlüsselfelder und typische Mittelspielpläne. Mit vielen Beispielen und einem Übungsteil lernen Sie, systematisch Druck aufzubauen – für ein modernes Repertoire gegen Sizilianisch auf Turnierniveau.
In der Strategieschule 8 steht der Offene Sizilianer im Mittelpunkt – eine der wichtigsten und dynamischsten Eröffnungen im modernen Schach. Statt Varianten bis ins letzte Detail auswendig zu lernen, vermittelt dieser Kurs einen praxisnahen Zugang: Hauptvarianten spielen, die dahinterliegenden Ideen verstehen und mit gesundem Selbstvertrauen ans Brett gehen. Ziel ist es, strategisches Verständnis und taktische Schlagkraft zu entwickeln, nicht bloß Theorie zu reproduzieren.
Kostenloses Beispielvideo: Einführung
Kostenloses Beispielvideo: Figurenopfer auf d5
Spielplan letzte Runde
11. Runde
Ausrichter: SC 1957 Bad Königshofen
So 19.04.26 09:00 Rodewischer Schachmiezen - SK Freiburg-Zähringen 1887
So 19.04.26 09:00 SC 1957 Bad Königshofen - OSG Baden-Baden
So 19.04.26 09:00 SV Hemer 1932 - Chemnitzer SC Aufbau 95
So 19.04.26 09:00 SG Solingen - SC Kreuzberg
So 19.04.26 09:00 SC TuRa Harksheide - Schachfreunde Deizisau
So 19.04.26 09:00 Hamburger SK - SK Schwäbisch Hall
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