Der Deutsche Fernschachbund e.V. (BdF), 1946 in Frankfurt am Main gegründet, feiert heute auf den Tag genau sein 80-jähriges Bestehen – und ist bis heute der größte nationale Fernschachverband der Welt. Bereits ein Jahr nach seiner Gründung trat der BdF dem Vorläufer der ICCF bei; seither ist seine Geschichte eng mit der des Weltfernschachbunds verwoben, dessen Motto „Amici sumus – Wir sind Freunde" bis heute den Geist dieser Disziplin prägt.

Zu den prägendsten Persönlichkeiten zählen die Fernschachweltmeister Horst Rittner (1968–1971) und Dr. Fritz Baumbach (1988, rechts (Foto:BdF)), der von 1993 bis 2010 auch den BdF als Präsident führte. Auch im Mannschaftswettbewerb zählt Deutschland zu den erfolgreichsten Nationen überhaupt: Mit mehreren Goldmedaillen bei den Fernschacholympiaden der Männer führt Deutschland den ewigen Medaillenspiegel dieser Disziplin an – noch vor Russland und der ehemaligen Sowjetunion.
Anlässlich des Jubiläums richtet der BdF vom 12. bis 14. Oktober 2026 den internationalen ICCF-Kongress in Neuhardenberg aus – eine Ehre, die dem Verband nur alle zehn Jahre zuteilwird. „Es ist die Ästhetik des Spiels und zugleich die Ergebnisorientiertheit des Fernschachs als Leistungssport, die mich bis heute fasziniert", sagt BdF-Präsident Manfred Scheiba. Von der Postkarte zum Server: Fernschach hat sich technologisch gewandelt, ist aber – gerade in Zeiten allgegenwärtiger Engines – für viele nach wie vor der Ort, an dem menschliche Kreativität und langfristiges strategisches Denken im Vordergrund stehen.