Unterschied zwischen Powerbook und Powerbase
Neben dem kompletten Fritz Powerbook gibt es zu vielen speziellen Eröffnungen bei ChessBase Powerbooks und Powerbases. Was sich ähnlich anhört, ist aber sehr unterschiedlich und mit je nur 9,90 Euro wirklich ein Schnäppchen:
- Ein Powerbook ist eine umfangreiche Sammlung von Eröffnungszügen. In ihm sind die Eröffnungsphasen einer riesigen Menge von Partien festgehalten und systematisiert abzurufen. Es liefert die jeweilige Anzahl, wie oft ein Zug in einer Stellung gespielt wurde, die Gewinn- und Remiswahrscheinlichkeit sowie Durchschnitts-Elo und Performance mit dem jeweiligen Zug. In dem Powerbook ist auch eine sehr große Anzahl von Computerpartien verarbeitet, was die zum Teil sehr hohen Elo- und Performance-Werte erklärt.
- Eine Powerbase enthält jeweils rund 10.000 Partien zu einem Thema. Die Partien sind komplett enthalten und zum Teil kommentiert. Es handelt sich dabei um eine Auswahl der historisch und aktuell besten Spieler aus der Mega- und der Fernschachdatenbank.
Dies zeigt den grundsätzlichen Unterschied der beiden Produkte. Mit den Powerbooks lassen sich Eröffnungen systematisch untersuchen oder – wie wir später in diesem Tutorial zeigen – mit Fritz trainieren. Die Powerbases eignen sich, um Eröffnungsideen und daraus entstehende, typische Partiestellungen anhand von kommentierten Spitzenpartien zu verstehen.
Öffnen von Powerbook und Powerbase
Nach der Installation können Sie Powerbook und Powerbase in ChessBase und in Fritz als „Buch“ – einer der Reiter im Notationsfenster – aufrufen. Hier das Beispiel aus der Fritz-Maske, das in ChessBase identisch aussieht:
Die Zeigefinger (von oben nach unten) zeigen die nötigen Klicks zum Öffnen eines Powerbooks: 1. In den Reitern des Notationsfensters auf „Buch“ klicken. 2. Im Fenster Notation auf „Buch öffnen“ klicken. 3. Im sich öffnenden Fenster das gewünschte Buch auswählen, die Auswahl steht bereits automatisch voreingestellt auf „Bäume (*.CTG)“.
Das Pirc Defence Powerbook 2025 besteht zum größeren Teil aus Enginepartien (168.000), dazu kommt hochwertiges Material aus der Mega und der Fernschach-Datenbank (115.000).
Für das Pirc-Powerbook 2025 wurde ein Mindestrating von 2200 für Computerpartien, und 2000 für Partien von Menschen zugrunde gelegt. Diese Schwelle überschritten 115.000 Partien aus der Mega und vom Fernschach, dazu kommen knapp 168.000 Partien aus dem Maschinenraum von Schach.de, zusammen 283.000 Partien. Die Pirc-Verteidigung gilt aus schwarzer Sicht als riskant, weil dem Weißen das Zentrum überlassen wird. Andererseits liegt gerade darin auch eine Chance, weil der Nachziehende genau wie z.B. in Grünfeld-Indisch das weiße Zentrum attackieren kann. Somit ist die Pirc-Verteidigung dazu geeignet, mit den schwarzen Steinen auf Gewinn zu spielen.
Wir haben für dieses Beispiel das neueste Powerbook zur Pirc-Verteidigung gewählt. Nach dem Öffnen ergibt sich folgendes Bild:

Klicken wir nun immer auf den jeweils obersten, den meistgespielten Zug, sehen wir, wie sich die Zahl der Partien (N) reduziert. Wir sehen aber auch, dass nach acht Zügen noch immer eine große Menge von Varianten abrufbar ist:
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Nach fünf weiteren Zügen ergibt sich das folgende Bild:
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Hier sehen wir noch fünf verbliebene 13. Züge von Weiß. Sowohl der Partieanzahl (N) als auch den Elo-Werten (Av und Perf) können wir entnehmen, dass es sich bei 13.Tfd1 um eine häufig gespielte Variante handelt.
ChessBase oder Fritz?
Wir zeigen hier zwei Beispiele, die unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten der Powerbooks in ChessBase und Fritz zeigen.
Beispiel ChessBase:
Hier sind bereits Varianten eingefügt, indem einfach in der Notation zurückgegangen wurde und andere als die häufigsten Züge ausgewählt wurden. So kann man sich seine eigene Eröffnungsdatei aufbauen. Holt man sich dann noch – wie hier unter dem Brett geschehen – die Online- oder die Mega-Datenbank hinzu, findet man auch passendes Partiematerial. Dieses lässt sich natürlich auch in die Notation einfügen (Rechtsklick auf die gewünschte Partie und „Kopiere in Notation ...“ wählen):

Beispiel Fritz:
Dies (nächster Screenshot) ist ein Beispiel, indem Brett, Buch und Notation zu sehen sind. Wählen Sie, ob Sie aus der Startposition oder einer bestimmten Stellung und ob Sie Weiß oder Schwarz spielen möchten. Sie können hier (siehe Finger) mit „Ziehe jetzt!“ Fritz zum Ziehen auffordern.
Sie können außerdem auch mit „Neu mit Weiß“ oder „Neu mit Schwarz“ eine ganz neue Partie gegen Fritz und das Eröffnungsbuch beginnen oder mit „Daueranalyse“ die gewünschten Positionen untersuchen.

Fritz wird sich in allen Fällen Varianten aus dem Baum auswählen und Sie können entscheiden, wie viel Sie selbst überlegen oder auf die Züge des Baums schauen. In jedem Fall erhalten Sie einen guten Überblick über die Varianten.
Pirc Defence Powerbase 2025 ist eine Datenbank und enthält insgesamt 10027 Partien aus der Mega 2025 bzw. der Correspondence Database 2024, davon sind 874 kommentiert.
Die 874 ausgewählten kommentierten Partien bieten ein hervorragendes Studienmaterial. Topspieler wie Adhiban (2 kommentierte Partien), Kramnik (2), Gashimov (1), Karjakin (1) und Gelfand (4) haben Analysen beigesteuert, den Löwenanteil der kommentierten Partien stellen die Pirc-Experten Igor Stohl (145), Alexander Finkel (92) und Sergey Erenburg. Insgesamt sind es 10027 Partien, wobei der Ratingschnitt mindestens 2570 beträgt.
Die Powerbase können Sie entsprechend dem Beispiel des Powerbooks öffnen. Hier ist aber die Arbeit mit ChessBase sinnvoller und entspricht der mit den Datenbanken, die wir in früheren Folgen bereits vorgestellt haben.
2.5 Millionen Fernschachpartien
Die neue Corr Database 2026 ist die große ChessBase-Sammlung von Fernschachpartien aus dem Zeitraum von 1804 bis 2025. Mit über 80.000 Turnieren und über 2,5 Mio. Fernschachpartien ist die Corr 2026 ein Muss für alle Fernschachfreunde. Aber auch bei vielen Großmeistern steht die Corr Database hoch im Kurs: Denn oft finden gerade im Fernschach richtungsweisende Theorieduelle statt!
Wie immer wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren und beim Entdecken der vielen tollen Möglichkeiten von ChessBase 18! Mit Powerbook und Powerbase haben Sie einen gigantischen Wissensvorsprung gegenüber Spieler, die diese Quellen nicht nutzen. Wenn Sie diesen Vorsprung systematisch nutzen und Ihre Arbeitsmethodik weiterentwickeln, werden Sie dies schnell an Ihren Ergebnissen feststellen ...
Das Powerbook London System 2026 basiert auf mehr als 410.000 Partien von unterschiedlichen Partieanfängen und ECO-Codes, denen aber jeweils gemeinsam ist, dass Weiß d4 und Lf4 spielt sowie auf c4 verzichtet.
Das Image als reine Amateureröffnung hat dieser Spielanfang längst abgelegt, Weltklasseleute wie So, Kramnik, Grischuk, Vachier-Lagrave, Aronian und Karjakin spielen die Eröffnung mit beiden Farben, das London-Buch basiert auch auf 254 Partien von Magnus Carlsen. Um eine hohe Zuverlässigkeit der Statistiken zu gewährleisten, wurde die Aufnahmeschwelle für die Partien auf 2300 angesetzt. So bilden 350.000 Enginepartien sowie 62.000 Partien aus Mega 2026 + Correspondence Database 2026 die Basis für das Powerbook.
London System Powerbase 2026 ist eine Datenbank und enthält insgesamt 11285 Partien aus der Mega 2026 bzw. der Correspondence Database 2026, davon sind 282 kommentiert.
Insgesamt enthält die Datenbank 11285 Partien, wobei der Ratingschnitt mindestens 2570 beträgt (außer kommentierte Partien sowie Partien von Spezialisten). Unter den Kommentatoren befinden sich einige klangvolle Namen wie Adhiban, Anand, Duda, Edouard, Firouzja, Giri, Grandelius, Kasimdzhanov, Meier, Nielsen, Nihal und weitere.
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ChessBase ist über Jahrzehnte zu dem geworden, was es jetzt mit der Version „ChessBase´26“ ist. Das Programm verfügt über unzählige Optionen, die wir hier in kleinen Häppchen vorstellen – so können Sie sich Ihre Oberfläche angenehm für den täglichen Gebrauch gestalten und immer wieder neue Optionen kennen- und einsetzen lernen, um ChessBase´26 optimal und zeitsparend zu nutzen.
Wir hoffen, mit diesem Tipp dabei geholfen zu haben, dass Sie mehr Spaß und Erfolg bei der Nutzung von ChessBase´26 haben. Mehr Tipps und Hinweise finden Sie auf unseren Supportseiten und den FAQ-Seiten.
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