Starke hintere Bretter gewinnen das Topduell
Bela Khotenashvili (Titelfoto) und Deimante Daulyte-Cornette vom SK Schwäbisch Hall sind aktuell die beiden Topscorerinnen für ihr Team. Sie spielten dieses Wochenende an den Brettern 4 und 5 und sorgten zusammen mit Irina Bulmaga für die drei Siege, durch die sie gegen die OSG Baden-Baden gewannen.
Khotenashvili vs. Safarli
Lernen Sie die Kunst des richtigen Abtauschs! Lassen Sie sich von Großmeisterin Elisabeth Pähtz zeigen, wie Sie durch den Abtausch gleichwertigen Materials eine strategische Gewinnstellung generieren oder einen Vorteil sicher verwerten.
Auf ihrem eigenen YouTube-Kanal bespricht Nationalspielerin und Trainerin Josefine Safarli auch ihre eigenen Partien des Wochenendes aus der Frauenbundesliga, so auch die Partie gegen die Georgierin Bela Kothenashvili. Von der Eröffnung von Kothenashvili hatte sie sich nach eigenen Angaben überraschen lassen. Der Knackpunkt der Partie kam aber erst im Mittelspiel als Safarli ihre Königsstellung sukzessive verschlechterte, dies aber erst zu spät realisierte.
Überraschungssieg bei den Gastgeberinnen
Am Vortag war der Abstiegskampf, in den der SK Freiburg-Zähringen geraten war, noch Thema, nun überraschen die Gastgeberinnen mit einem 4:2-Sieg gegen die Schachfreunde Deizisau. Bettina Trabert konnte das Remis gegen Hanna Marie Klek am ersten Brett halten. Auch Silvia Paddock schaffte ein Remis gegen Katarzyna Dwilewicz, die über 100 Elopunkte mehr hat. Das schönste Ergebnis für die Gastgeberinnen ist aber wohl der Sieg von Sarah Hund, die mit über 100 Elopunkten weniger gegen Elena Sedina gewann. Sedina dominierte die Partie, verspielte mehrere Male die gewonnene Stellung, spielte sich wieder zurück und verlor letztendlich gegen Sarah Hund auf Zeit.
Sarah Hund vs. Elena Sedina
In diesem Videokurs dreht sich alles um das Thema Entwicklungsvorsprun: Wie entsteht ein Entwicklungsvorsprung und wie kann man ihn verwerten? Wie kann man den gegnerischen Entwicklungsvorsprung neutralisieren?
TuRa Harksheide und Hamburger SK arbeiten sich hoch
Vom Verlust am Samstag gegen den Chemnitzer SC Aufbau 95 hatten sich die Spielerinnen vom TuRa Harksheide schon wieder erholt. Inken Köhler setzte am Sonntag gegen den SC Kreuzberg aus, dafür trat die Jugendkader-Nationalspielerin Katerina Bräutigam an. Auch der SC Kreuzberg hatte seine Aufstellung zum Sonntag geändert. Topspielerin Sonja Maria Bluhm spielte an Brett 1 gegen Julia Antolak.
Julia Antolak vs. Sonja Maria Bluhm | Foto: TuRa Schach
Dafür saß Brigitte Große-Honebrink für diese Runde auf den Zuschauerrängen. Trotz des Verlusts von 1:5 für den SC Kreuzberg gegen TuRa Harksheide gibt es für die Kreuzbergerinnen doch auch Positives zu berichten. Amina Fock und Margarita Mazurtsova haben beinahe 400 Elopunkte weniger als ihre Gegnerinnen Lara Schulze und Zala Urh und erreichten dennoch eine Punkteteilung.
Katerina Bräutigam wurde zum Sonntag eingewechselt | Foto: TuRa Schach
Für den SC Kreuzberg wird die Luft in der ersten Frauenbundesliga langsam dünn. Mit nur zwei Mannschaftspunkten und 7,5 Brettpunkten weniger als der SV Hemer 1932 befindet sich das Team weiterhin auf dem letzten Platz. TuRa Harksheide konnte durch den Sieg einen Platz gutmachen und überholte die SG Solingen.
Das Team vom Hamburger SK konnte dieses Wochenende durchpunkten. Im Elo-Vergleich gab es nur geringe Unterschiede zwischen der Aufstellung der Hamburgerinnen und des Teams von TuRa Harksheide, doch die Chemnitzerinnen schafften am zweiten Tag nicht nochmal den David gegen Goliath-Sieg wie am Vortag. Spitzenbrett Anne Czäczine vom Chemnitzer SC Aufbau 95 konnte ihre Siegessträhne mit ihrem Einzelresultat aber fortführen. Am Vortag hatte sie gegen Julia Antolak gewonnen (siehe Foto), am Sonntag nun gegen Sarah Papp.
Anne Czäczine (hinten rechts) ist mit 4 aus 8 Topscorerin ihres Teams | Foto: TuRa Schach
Der Hamburger SK befindet sich nach Runde 9 auf dem dritten Platz, zwei Punkte hinter der OSG Baden-Baden und mit einem Punkt Vorsprung auf den SC 1957 Bad Königshofen. Die beiden Teams aus dem hohen Norden müssen beim Endrunden-Wochenende noch gegen den SK Schwäbisch Hall und die Schachfreunde Deizisau antreten, was keine einfache Aufgabe sein wird.
Das Remis zwischen Kerstin Kunze und Lisa Sickmann war schneller da als der Fotograf | Foto: Georgios Souleidis
Das Team aus Chemnitz hat von den Mannschaften auf den Abstiegsplätzen noch die angenehmste Auslangslage, momentan einen Mannschaftspunkt vom ersten Nicht-Abstiegsplatz entfernt. Hinzu kommt, dass sie beim Endrunden-Wochenende gegen die direkte Konkurrenz im Klassenerhalt antreten müssen: SG Solingen, SV Hemer 1932 und SC Kreuzberg.
Im Katalanen wählt Zwirs einen ambitionierten Ansatz: Er nimmt den Bauern und verteidigt ihn mit …c6 und …b5, um früh unbalancierte, kämpferische Stellungen zu erreichen.
2019 stellte der niederländische IM Nico Zwirs sein Eröffnungsrepertoire um und setzte fortan auf den klassischen Ansatz mit 1…d5. Eines der wichtigsten Schlachtfelder im Abgelehnten Damengambit ist die Katalanische Eröffnung. Dagegen entschied sich Zwirs für eine ambitionierte Strategie: den Bauern zu nehmen und ihn mit …c6 und …b5 zu verteidigen – mit dem Ziel, von Beginn an eine unbalancierte, kämpferische Stellung zu erreichen.
Die entstehenden Positionen sind dynamisch und strategisch reichhaltig, stehen jedoch auf einer soliden strukturellen Grundlage. Inzwischen wurde diese Variante auch von mehreren Topspielern übernommen und dient häufig als Überraschungswaffe, um mit Schwarz auf Gewinn zu spielen.
Nach 5…c6 hat Weiß drei Hauptmöglichkeiten:
- 6.a4, um …b5 zu verhindern
- 6.0-0, und erlaubt damit …b5
- 6.Ne5, um den Bauern möglichst schnell zurückzugewinnen
Kostenloses Videobeispie: Introduction
Kostenloses Videobeispiel: Early Sidelines
SC 1957 Bad Königshofen tut sich schwerer als erwartet
Die amtierenden Meisterinnen aus Bad Köngishofen traten am Sonntag mit großem Elovorteil gegen den SV Hemer 1932 an. An jedem Brett hatten sie zwischen 150 und etwa 300 Elopunkten Vorsprung. Umso erstaunlicher war das Ergebnis: Sie gewannen nur knapp 3,5 zu 2,5 gegen die Gastgeberinnen. Im Abstiegskampf hätten die Spielerinnen vom SV 1932 Hemer die Punkte von einem Sieg oder auch den Punkt von einem Remis gerne genommen. Aber auch der 2,5 zu 3,5-Verlust bricht dem Team keinen Zacken aus der Krone. Spielerin des Tages war bei diesem Mannschaftskampf Alessia-Mihaela Ciolacu, die fast 300 Elopunkte weniger als Gegnerin Jana Schneider hatte und dennoch gewann. In dieser Partie konnte Schwarz so lange den Druck auf dem weißen Zentrum erhöhen bis die Stellung für Weiß nicht mehr zu halten war.
Jana Schneider vs. Alessia-Mihaela Ciolacu
Zum Mannschaftskampf gegen die SG Solingen traten die Rodewischer Schachmiezen am Sonntag wieder mit sechs Spielerinnen an. Maria Schöne setzte sich ans sechste Brett, so dass die anderen Spielerinnen zum Teil um ein Brett aufrücken mussten im Vergleich zum Vortag. Wie auch schon am Vortag gewann das Team mit großem Punktevorsprung. Gegen die SG Solingen gewannen sie 5:1. Dieses Ergebnis sorgt dafür, dass die SG Solingen den Abstiegsplätzen noch einen Platz näher kommt. An diesem Spieltag konnten nur die letzten beiden Bretter der Solingerinnen überhaupt punkten: Remis an Brett 5 und 6 zwischen Anna Zozulia und Natalie Kanakova sowie Maria Schöne und Tatiana Kononenko.
In insgesamt 6 Kapiteln untersuchen wir folgende Aspekte: die richtige Entscheidung anhand taktischer Faktoren, Entscheidungen beim Abtausch & Schlagzügen, komplexe & psychologische Entscheidungen in längeren Partien und bei der Verteidigung.
Tabelle nach Runde 9
Das Teilnehmendenfeld ist eng besetzt. Besonders bemerkbar macht sich dies im Bereich der Abstiegsplätze. Bis zu 6 Mannschaftspunkte können noch erreicht werden, wodurch vor dem letzten Wochenende der Frauenbundesliga nur die ersten vier Plätze rechnerisch sicher vom Abstieg sind. Die Rodewischer Schachmiezen stehen auf Platz 5 mit 10 Mannschaftspunkten auf Schrödingers Tabellenplatz. Sie können noch Meisterinnen werden, sie können noch absteigen. Für dieses eine Team stehen noch alle Möglichkeiten offen. Bei allen anderen Teams ist nur noch einer der beiden Wege gegeben.
Alle Partien Runde 8 und Runde 9
Spielplan (ausstehende Begegnungen)
Alle drei ausstehenden Runden werden in einem zentralen Endrunden-Wochenende vom 17.4. bis zum 19.4.26 ausgetragen.
Endrunden-Wochenende (Runde 5, 10, 11)
5. Runde
Ausrichter: SC 1957 Bad Königshofen
Fr 17.04.26 15:00 SC TuRa Harksheide - Hamburger SK
Fr 17.04.26 15:00 SV Hemer 1932 - SG Solingen
Fr 17.04.26 15:00 Rodewischer Schachmiezen - SC 1957 Bad Königshofen
Fr 17.04.26 15:00 Chemnitzer SC Aufbau 95 - SC Kreuzberg
Fr 17.04.26 15:00 Schachfreunde Deizisau - SK Schwäbisch Hall
Fr 17.04.26 15:00 SK Freiburg-Zähringen 1887 - OSG Baden-Baden
10. Runde
Ausrichter: SC 1957 Bad Königshofen
Sa 18.04.26 14:00 OSG Baden-Baden - Rodewischer Schachmiezen
Sa 18.04.26 14:00 SK Freiburg-Zähringen 1887 - SC 1957 Bad Königshofen
Sa 18.04.26 14:00 SC Kreuzberg - SV Hemer 1932
Sa 18.04.26 14:00 Chemnitzer SC Aufbau 95 - SG Solingen
Sa 18.04.26 14:00 SK Schwäbisch Hall - SC TuRa Harksheide
Sa 18.04.26 14:00 Schachfreunde Deizisau - Hamburger SK
11. Runde
Ausrichter: SC 1957 Bad Königshofen
So 19.04.26 09:00 Rodewischer Schachmiezen - SK Freiburg-Zähringen 1887
So 19.04.26 09:00 SC 1957 Bad Königshofen - OSG Baden-Baden
So 19.04.26 09:00 SV Hemer 1932 - Chemnitzer SC Aufbau 95
So 19.04.26 09:00 SG Solingen - SC Kreuzberg
So 19.04.26 09:00 SC TuRa Harksheide - Schachfreunde Deizisau
So 19.04.26 09:00 Hamburger SK - SK Schwäbisch Hall
In diesem Videokurs untersuchen Experten die Partien von Judit Polgar. Lassen Sie sich von ihnen zeigen, welche Eröffnungen Polgar wählte, wo ihre Stärken im Mittelspiel lagen oder wie sie ihre Gegner im Endspiel überspielte.
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