12.09.2026 – Nach den Partien am Freitag steht daher für jede Mannschaft nur noch ein Match aus, bevor feststeht, wer in das Finale einzieht. Vor den Runden am Samstag führen Ganges Grandmasters (mit Nepomniachtchi) und Alpine APL Pipers (mit Magnus Carlsen und Vidit Gujrathi) mit jeweils 18 Teampunkten. Die Mannschaft der FYERS American Gambits (mit Sindarov) steht bei 15 Mannschaftspunkten und weniger Brettpunkten als die führenden Teams. Die 7:9-Niederlage gegen Alpine APL Pipers macht sich in der Tabelle bemerkbar. Vidit Gujrathi erzielte den entscheidenden Sieg gegen Daniil Dubov. | Foto: Global Chess League
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Punktete Vidit Gujrathi die Alpine APL Pipers ins Finale?
An Tag 7 fallen die FYERS American Gambits zurück. Im direkten Duell gegen die Alpine APL Pipers verloren sie 7-9 mit zwei Brettpunkten weniger mit Schwarz. Die daraus resultierenden drei Mannschaftspunkte, die Carlsens Team Alpine APL Pipers bekam, machen jetzt den Abstand zwischen den beiden Teams in der Tabelle aus. Bei den Brettpunkten gibt es einen Abstand von 2 Punkten in der Tabelle, auch dies das Resultat des 9:7-Ergebnisses des direkten Duells. Im letzten Match am Samstag müssten die FYERS American Gambits gegen die CheQ Mumba Masters gewinnen, um die Mannschaftspunkte auszugleichen und dabei die zwei Brettpunkte Abstand auf Alpine APL Masters aufholen und die Brettpunkte ausgleichen, die das Team am Samstag erreicht. Gleichzeitig müssten die Alpine APL Masters verlieren.
Den entscheidenden Sieg für die Alpine APL Masters hatte Vidit Gujrathi erreicht. Magnus Carlsen gewann die erste Partie, danach gewann Bibisara Assaubayeva für das gegnerische Team der FYERS American Gambits. Alle weiteren Partien endeten in einem Remis und dann gewann Vidit Gujrathi und sicherte so den Teamsieg! Carlsen wurde nach dem Mannschaftskampf zum Player of the Match, also dem Spieler des Matches geehrt. Carlsen gab diese Trophäe danach jedoch an Vidit Gujrathi weiter, weil er mit seinem Einzelsieg den Matchsieg gesichert hatte.
Magnus Carlsen überreicht Vidit Gujrathi die Trophäe "Player of the Match" | Foto: GCL
Ganges Grandmasters gewannen am Freitag 16-1 gegen CheQ Mumba Masters. Dadurch konnten sie einen Abstand von drei Mannschaftspunkten und 8 Brettpunkten auf Platz 3 aufbauen. Dieses Team noch einzuholen ist für FYERS American Gambits noch schwieriger, aber theoretisch möglich, wie das Ergebnis der Ganges Grandmasters gegen die CheQ Mumba Masters zeigt.
Die dritte Partie des Tages endete 7:3 zwischen den PBG Alaskan Knights und den Triveni Continental Kings. Diese beiden Mannschaften befinden sich danach auf den Plätzen 5 und 6 mit jeweils 9 Mannschaftspunkten.
Eine Vorentscheidung im Duell zwischen den Alpine APL Masters und den FYERS American Gambits? Der Sieg von Carlsens Team Alpine APL Masters macht es für die FYERS American Gambits besonders schwer noch in das Finale am Sonntag einzuziehen. Nach dem Tabellenstand nach Tag 7 ist es am wahrscheinlichsten, dass sie gegen CheQ Mumba Masters in das Spiel um Platz 3 einziehen.
Weiß
Schwarz
Ergebnis
GCL-Punkte
Magnus Carlsen
Javokhir Sindarov
1–0
3:0
Anish Giri
Nihal Sarin
½–½
1:1
Vidit Gujrathi
Daniil Dubov
1–0
3:0
Divya Deshmukh
Bibisara Assaubayeva
0–1
0:4
Humpy Koneru
Sarah Khadem
½–½
1:1
Volodar Murzin
Marc'Andria Maurizzi
½–½
1:1
Gesamtergebnis
9:7
Die Siege von Magnus Carlsen gegen Javokhir Sindarov und von Vidit Gujrathi gegen Daniil Dubov entschieden das Match. Bibisara Assaubayeva bekam für ihren Sieg mit Schwarz gegen Divya Deshmukh zwar vier ganze Brettpunkte (einen mehr als was Carlsen und Vidit für ihre Siege mit Weiß bekamen), damit fehlten aber weiterhin zwei Brettpunkte für einen Ausgleich. Nur ein Remis hätte zu einem Sieg oder eine Niederlage zu ein Remis gedreht werden und die Mannschaften hätten eine andere Reihenfolge in der Tabelle.
Vidit vs. Dubov
Die Partie zwischen Vidit Gujrathi und Daniil Dubov wurde erst im Endspiel entschieden.
Nach 51...f3 52.gxf3 f5+ Kxf5 Txf3+ Kxg5 Txh3 muss Schwarz noch genau spielen, hätte aber eine Chance auf ein Remis. Schwarz spielte 51...Ta2 mit unter 5 Sekunden auf der Uhr. Die Partie mit vier Bauern und Turm gegen zwei Bauern, Turm und Springer mit unter 5 Sekunden auf der Uhr nicht perfekt weiterzuspielen kann man ihm nicht zum Vorwurf machen.
ChessBase India im Interview mit Magnus Carlsen und Vidit Gujrathi
Magnus Carlsen und Vidit Gujrathi | Video: ChessBase India
Ganges Grandmasters 16 – 1 CheQ Mumba Masters
Ganz anders verlief der Mannschaftskampf zwischen den Ganges Grandmasters und den CheQ Mumba Masters. Bis auf das Remis zwischen Polina Shuvalova und Harika Dronavalli gewannen die Ganges Grandmasters jede Partie an diesem Tag. Damit endete das Match 16:1 für das Team um Nepomniachtchi.
Stavroula Tsolakidou wurde Player of the Match | Foto: Global Chess League
Mit ihrem Sieg gegen die PBG Alaskan Knights rücken die Triveni Continental Kings zu ihren direkten Gegnern in der Tabelle auf. Beide Mannschaften haben nach diesem Spieltag 9 Mannschaftspunkte. Mit einem Sieg am Samstag hätten beide Teams noch Chancen darauf, in das Spiel im Platz 3 einzuziehen.
Weiß
Schwarz
Ergebnis
GCL-Punkte
Viswanathan Anand
Alireza Firouzja
½–½
1:1
Arjun Erigaisi
Wei Yi
1–0
3:0
Yağız Kaan Erdoğmuş
Aravindh Chithambaram
1–0
3:0
Kateryna Lagno
Zhu Jiner
0–1
0:4
Nino Batsiashvili
Alexandra Kosteniuk
0–1
0:4
Abhimanyu Mishra
Pranav Venkatesh
0–1
0:4
Gesamtergebnis
7:13
Gewonnen wurde dieser Mannschaftskampf durch Schwarzsiege an den Frauenbrettern und am Prodigy-Brett. Zhu Jiner besiegte Kateryna Lagno, Alexandra Kosteniuk besiegte Nino Batsiashvili und Pranav Venkatesh besiegte Abhimanyu Mishra.
Tabelle nach Tag 7
Platz
Mannschaft
Kämpfe
Matchpunkte
Brettpunkte
1
Ganges Grandmasters
9
18
88
2
Alpine APL Masters
9
18
82
3
FYERS American Gambits
9
15
80
4
CheQ Mumba Masters
9
12
74
5
PBG Alaskan Knights
9
9
71
6
Triveni Continental Kings
9
9
70
Am letzten Tag vor dem Finale und dem Spiel um Tag 3 sind noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen, welche Mannschaften am Sonntag spielen, doch verdichten sich die Hinweise dafür, dass die Ganges Grandmasters gegen die Alpine APL Masters ins Finale einziehen werden und FYERS American Gambits gegen CheQ Mumba Masters das Spiel um Platz 3 bestreiten. Aber die Vergangenheit zeigt auch, dass die Favoriten nicht immer punkten. Die Triveni Continental Kings hatten in der ersten Begegnung gegen die Alpine APL Masters gewonnen. Sollte ihnen dies auch am Samstag gelingen, könnten sie die Paarungen für den letzten Tag nochmal auf den Kopf stellen.
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Martina GerdtsMartina Gerdts studierte portugiesische und spanische Sprachwissenschaft und arbeitet heute als Sprachdozentin und schreibt über Schach und Sprachen. Einmal für ein Turnier in Paris mit Schach angefangen, ist sie heute als Spielerin aber auch durch ihr Engagement neben dem Brett und ihre schreibenden Aktivitäten im Schach aktiv.
11.09.2026 – Sechs Mannschaften, 36 Weltklassespieler, eine Bedenkzeit von 20 Minuten für die gesamte Partie, Inkrement erst ab dem 40. Zug, 4 Punkte für einen Sieg mit Schwarz, 3 für einen Sieg mit Weiß, 1 für ein Remis, 18 bis 24 Partien pro Tag, ein Preisfonds von 1 Million Dollar - die Global Chess League ist ein Schachspektakel. Mit spannendem Finish: Die besten zwei Mannschaften der Vorrunde qualifizieren sich für das Finale und nach acht von zehn Mannschaftskämpfen liegen drei Teams punktgleich an der Spitze. | Foto: In einer der vielen Spitzenpartien des Tages gewann Magnus Carlsen gegen Vishy Anand | Foto: Global Chess League
10.09.2026 – Wie erfolgreich der Weltranglistenerste beim Golf war, wissen wir nicht – in der Global Chess League konnte Magnus Carlsen aber einen ganzen Punkt gegen Maxime Vachier-Lagrave zum Teamsieg seiner Alpine APL Pipers gegen die CheQ Mumba Masters beisteuern. Das Team des Norwegers ist nach seinem sechsten Spiel punktgleich mit dem Tabellenersten American Fyers, hat aber noch eine Partie mehr zu spielen. | Fotos: Global Chess League
Königsindisch-Fans, die zum Mar del Plata Angriff (7...Sc6) greifen, wenn Weiß das klassische System spielt (1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 0-0 6.Le2 e5 7.0-0), streben komplexe Stellungen mit beidseitigen Angriffen an offenen Flügeln an, in denen langfristige strategische Planung und taktische Aufmerksamkeit in kritischen Momenten gefragt ist. Computer wissen oft nicht, was in den entstehenden komplexen strategischen Stellungen zu tun ist, und das kommt Spielern entgegen, die gerne selber denken, anstatt lange theoretische Varianten auswendig zu lernen. Aber der zur Zeit moderne Bajonett-Angriff (9.b4) stört die schwarzen Pläne. Denn nach der schwarzen Hauptfortsetzung 9...Sh5 öffnet sich die Stellung und es kommt zu langen, forcierten Varianten, die man mit Computerhilfe analysieren kann. Diese DVD bietet ein gutes Mittel gegen den weißen Bajonett-Angriff: 9...a5! Dieser Zug führt zu gesunden Stellungen, in denen es nur wenig konkrete Varianten gibt und in der Strategie wichtiger als Taktik ist. Objektiv sind die Chancen ausgeglichen, aber wenn Schwarz die Stellung kennt, kann die Lage schnell kritisch für Weiß werden.
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