Helmut Pfleger in der ZEIT

von ChessBase
22.01.2026 – In der Ausgabe 4/2026 seiner Schachkolumne im ZEITmagazin bezieht sich Deutschlands dienstältester Schachkolumnist Helmut Pfleger auf das Zitat zu Beginn dieses Beitrags und wünscht sich Folgendes: „Mögen die Worte des großen deutschen Schachweltmeisters Emanuel Lasker, der von 1894 bis 1921 auf dem Schachthron saß, aber in seinem Leben selbst viel Lüge und Heuchelei erfuhr, in diesen düsteren Zeiten auch für das Weltgeschehen insgesamt gelten!“

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„Auf dem Schachbrett der Meister gilt Lüge und Heuchelei nicht lange. Sie werden vom Wetterstrahl der schöpferischen Kombination getroffen [...] und die Sonne der Gerechtigkeit leuchtet hell in den Kämpfen der Schachmeister.“
(Zitat von Emanuel Lasker, 1868–1941)

Sein Leben lang blickte Lasker weit über die Grenzen des Schachbretts hinaus, leistete auch als promovierter Mathematiker, der mit seinem Freund Albert Einstein dessen Relativitätstheorie diskutierte, und als Philosoph, nicht zuletzt in dem ihm durch das Schachspiel so vertrauten „Kampf“ (auch Titel seiner ersten philosophischen Schrift), Hervorragendes.

Auf dieser DVD zeigen unsere Autoren alle Facetten des Spiels von Emanuel Lasker, der von 1884 bis 1921 Weltmeister war, länger als jeder andere vor oder nach ihm: Eröffnungen, Strategie, Taktik und Endspiele!

Doch all seine Verdienste bewahrten ihn als Juden nicht vor dem Exil, zuerst in den Niederlanden, dann in der Sowjetunion und schließlich in den USA, wo er 1941 in New York verarmt starb. Zu seinem 60. Todestag am 11. Januar 2001 wurde anlässlich der Lasker-Konferenz Homo ludens – homo politicus die Emanuel Lasker Gesellschaft (ELG) gegründet. Es folgten die Monografie Emanuel Lasker: Denker, Weltenbürger, Schachweltmeister und eine Trilogie über diesen „wie ein Schachgott am Brett sitzenden Doktor“ (New York Times). Der Vorsitzende Thomas Weischede strebt im Sinne des „Weltenbürgers Lasker“ danach, das Kulturgut Schach durch Begegnungen und Wettkämpfe in vielen Ländern Europas zu verbreiten – von Polen bis nach Spanien. Nach Bauern in den verschiedenen Landesfarben gibt es zum 25-jährigen Bestehen der ELG nun auch Türme, durch deren Verkauf Schachbibliotheken in JVAs und Brennpunktkiezen unterstützt werden. In Erinnerung an Laskers „verrückte, schwebende Türme“ in der Partie gegen Harry Nelson Pillsbury in Sankt Petersburg 1895/96.

Wie konnte Lasker als Schwarzer nach dem Schlagen des zweiten, sich auf a3 opfernden schwarzen Turms mit 1.Kxa3 ein Matt in fünf Zügen ankündigen?

Zur Kolumne von Helmut Pfleger...

Die großen Momente und die kleinen Anekdoten der Schachgeschichte: wer wüsste besser davon zu erzählen als Dr. Helmut Pfleger?


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