Einblicke: Interviews aus Wijk aan Zee

von Carlos Colodro
22.01.2026 – Zu den vielen Highlights des Tata Steels Turniers in Wijk aan Zee gehören die Interviews nach der Runde, in denen Fiona Steil-Antoni mit den Spielern und Spielerinnen über ihre Partien spricht - einfühlsam, engagiert, gut gelaunt. Man lernt ein wenig über Schach und erfährt viel über die Gedanken- und Gefühlswelt von Spitzenspielern. Drei typische Beispiele… | Foto: Tata Steel Chess

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Carissa Yip

Die vierfache US-Meisterin gewann in Runde 5 am Mittwoch mit Schwarz eine überzeugende Partie gegen den topgesetzten Velimir Ivic. Sie liegt nun einen halben Punkt hinter den Spitzenreitern und trifft in der sechsten Runde am Freitag auf ihren Landsmann Andy Woodward.

In dem Interview brachte die schlagfertige 22-Jährige Carissa Yip Interviewerin Fiona Steil-Antoni zum Lachen, als sie über einen kritischen Moment der Partie sagte: „Meine Liebe, ich war nervös, wirklich nervös – aber ich habe es gut versteckt.“

Faustino Oro

Faustino Oro gewann in Runde 4 gegen Eline Roebers, und im Video erläutert er die Partie. Es ist bemerkenswert, wie souverän Oro positionelles und taktisches Schach verbindet, aber es ist auch bemerkenswert, wie souverän der 12-jährige über seine Partie, sein Turnier und seine Ziele spricht.

Vasyl Ivanchuk

Auch mit 56 Jahren zeigt Vasyl Ivanchuk noch immer eine beinahe kindliche Leidenschaft für das Schach.

Nach seinem nervenaufreibenden Sieg in der dritten Runde meinte Ivanchuk im Interview: „Ich bin einfach sehr müde, ich möchte etwas essen und mich entspannen.“ Allerdings verriet er auch, dass er sich freut, in Holland Dame spielen zu können – seine andere große Leidenschaft.

Außerdem sprach Ivanchuk über den Vorfall in der Partie der dritten Runde, als er seinen 40. Zug mit nur noch einer Sekunde auf der Uhr ausführte. Wie die Kommentatoren im Studio stellte Ivanchuk fest, dass Ivic hätte versuchen können, die Partie mit irgendeinem überraschenden Zug zu gewinnen, um Ivanchuk über die Zeit zu heben – allerdings machen starke Großmeister solche Züge selten.

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Carlos Colodro stammt aus Bolivien und ist Spanisch-Philologe. Seit 2012 arbeitet er als freier Übersetzer und Autor. Schach, Literatur und Musik sind seine großen Leidenschaften.
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