Kämpferischer Auftakt des Kandidatenturniers

von Klaus Besenthal
10.03.2018 – In Berlin wurde heute Nachmittag die 1. Runde des Kandidatenturniers gespielt. Wer erwartet hatte, dass die acht Weltklassespieler sich zunächst vorsichtig abtasten würden, der wurde eines Besseren belehrt: Von den vier Partien wurden drei entschieden. Fabiano Caruana (Foto: André Schulz) nutzte die Schwachstellen in Wesley Sos Königsstellung für einen erfolgreichen Königsangriff; Vladimir Kramnik konnte mit starker Endspielführung über Alexander Grischuk triumphieren; Shakriyar Mamedyarov schließlich gewann ein Damenendspiel mit Mehrbauer gegen Sergey Karjakin. Levon Aronian hingegen ließ gegen Ding Liren eine gute Chance aus und nahm lieber mit einem schnellen Remis vorlieb.

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Zusammenfassung mit IM Steve Berger

Fotos: André Schulz

Kramnik - Grischuk 1:0

Vladimir Kramnik war der Siegeswille heute deutlich anzumerken. Als es nicht mehr weitergehen wollte, war der Exweltmeister auch bereit, seine schon gewonnene Mehrqualität wieder herzugeben, um neue Perspektiven zu schaffen:

 

Im Duell der beiden russischen Großmeister demonstrierte Vladimir Kramnik einen starken Siegeswillen gegen Alexander Grischuk

Caruana - So 1:0

Dass die Schwachstellen in Wesley Sos Stellung einen überfallartigen Königsangriff gestatten würden, war gar nicht so leicht zu sehen. Aber das galt nicht für Fabiano Caruana, der seine Chance präzise wahrnahm:

 

Amerikanische Landsleute: Fabiano Caruana erspürte eine empfindliche Schwäche in Wesley Sos Königsstellung

Karjakin - Mamedyarov 0:1

Damenendspiele sind schwierig - sehen Sie selbst:

 

Es dauerte mehr als sechs Stunden, bis Shakriyar Mamedyarov das Damenendspiel gegen Sergey Karjakin gewonnen hatte

Aronian - Ding Liren 0,5:0,5

In der frühen Eröffnungsphase sah es eigentlich so aus, als würde auch Levon Aronian seine Partie unbedingt gewinnen wollen, und der Armenier brachte seinen chinesischen Gegner auch in einige Bedrängnis. Doch Ding Liren gab beherzt eine Figur für ein paar Bauern, wonach Aronians Bestrebungen irgendwie aus dem Tritt gerieten. Es reichte für den Geheimfavoriten nur zum Remis:

 

Levon Aronian und Ding Liren waren in Runde 1 noch nicht in Topform

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Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.

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