Bewegung an der Spitze
Beim KazChess Masters in Almaty hat sich am Wochenende einiges verändert an der Tabellenspitze: Der einzige Spieler der sich an der Spitze halten konnte, war Denis Lazavik. Die nach vier Runden Co-Führenden Edgar Mamedov und Denis Makhnev mussten Lazavik zusammen Daniil Dubov die ersten beiden Position überlassen. Die beiden liegen mit jeweils fünf Punkten gemeinsam vorne. Dahinter folgen Shamsiddin Vokhidov mit 4,5 sowie Denis Makhnev und Mark Smirnov mit jeweils vier Punkten. Zwei Runden vor Schluss ist damit noch einiges offen.
Tabelle nach Runde 7
Interessant, das sowohl am Freitag als auch am Samstag, die einzigen Sieger dieselben Spieler waren ...
Der Kurs zeigt klare Figurenaufstellungen, zentrale Schlüsselfelder und typische Mittelspielpläne. Mit vielen Beispielen und einem Übungsteil lernen Sie, systematisch Druck aufzubauen – für ein modernes Italienisch-Repertoire auf Turnierniveau.
Die italienische Partie ist eine der ältesten und zugleich modernsten Eröffnungen der Schachgeschichte. Lange Zeit als harmlos angesehen, ist es heute fester Bestandteil der Weltelite und aus der Turnierpraxis nicht mehr wegzudenken. In diesem Kurs erklärt Harald Schneider-Zinner warum gerade diese ruhigen Hauptvarianten enormes strategisches Potenzial bieten – für Weiß wie für Schwarz.
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Runde 5: Dubov und Muradli holen auf
Am Freitag setzte Daniil Dubov seinen Angriff auf Platz 1 fort. Der russische Großmeister besiegte den Führenden Denis Makhnev mit Schwarz und verbuchte damit seinen zweiten Sieg im Turnier. Auch Mahammad Muradli kam zu einem vollen Punkt: Der topgesetzte Aserbaidschaner gewann gegen Alua Nurman und verbesserte sein Punktekonto auf zwei Zähler. Muradli hatte mit zwei Niederlagen und zwei Remis begonnen und war damit weit hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben.
Shamsiddin Vokhidov setzte sich gegen Mark Smirnov durch. Der Usbeke, der 2022 und 2026 mit seiner Nationalmannschaft Olympiagold gewonnen hatte, stoppte damit zunächst den Aufwärtstrend des jungen Kasachen.
Petroff oder auch Russisch genannt ist bekannt für ihre Solidität und strategische Vollkommenheit und war ein Grundpfeiler im Repertoire von Elite-Großmeistern wie Fabiano Caruana und Ian Nepomnjaschtschi bei Ihren Teilnahmen an Kandidatenturnieren.
Die Russische Verteidigung (Petroff) gehört seit langem zu den zuverlässigsten Waffen gegen 1.e4. Doch Petroff ist viel mehr als nur eine Remiswaffe.
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Shamsiddin Vokhidov (hier beim Grenke Open in Karlsruhe im Frühjahr) liegt nur einen halben Punkt hinter den Führenden. | Foto: Nils Rohde
Die beiden übrigen Partien endeten remis: Edgar Mamedov und Denis Lazavik teilten ebenso den Punkt wie Sauat Nurgaliyev und Aram Hakobyan.
Runde 6: Dubov übernimmt die alleinige Führung
Am Samstag gewann Dubov erneut. Gegen Alua Nurman setzte er sich mit Weiß durch und erhöhte sein Konto auf 4,5 Punkte aus sechs Partien. Damit übernahm er die alleinige Tabellenführung. Der Schnellschach-Weltmeister von 2018 blieb bis dahin ungeschlagen und hatte sich mit zwei Siegen in Folge an die Spitze gearbeitet. Denis Lazavik trennte sich von Denis Makhnev unentschieden und machte Dubov damit den Weg zur alleinigen Führung frei. Der Belarusse blieb damit als einziger Spieler neben Dubov weiterhin ohne Niederlage und rückte mit vier Punkten auf den geteilten zweiten Platz vor.

Nach den 2,5 aus 3 am Wochenende ist Daniil Dubov einer der Führenden. | Foto: Niki Riga / FIDE
Muradli und Vokhidov konnten ihre Partien gewinnen. Muradli bezwang Sauat Nurgaliyev, während Vokhidov in einer langen Begegnung den über mehrere Runden auf Platz 1 liegenden Edgar Mamedov niederrang. Für den kasachischen Großmeister war es die erste Niederlage im Turnier. Mark Smirnov spielte gegen Aram Hakobyan remis.
Runde 7: Smirnov schlägt Mamedov
Am Sonntag stand besonders das Duell zwischen Edgar Mamedov und Mark Smirnov im Mittelpunkt. Der erst 14-jährige Smirnov gewann mit Schwarz und fügte dem kasachischen Großmeister eine weitere Niederlage zu. Für den Nachwuchsspieler ist es bereits der dritte Sieg im Turnier. Nach seiner Niederlage gegen Dubov zum Auftakt hatte er sich mit Erfolgen gegen Alua Nurman und Sauat Nurgaliyev zurückgemeldet. Gegen Vokhidov musste er sich geschlagen geben, gegen Hakobyan erreichte er ein Remis. Nun gelang ihm mit dem Sieg gegen Mamedov ein weiterer wichtiger Erfolg. Der zweifache Jugendweltmeister von 2024 (U12) und 2025 (U14) liegt mit vier Punkten aus sieben Partien liegt auf Augenhöhe mit den deutlich höher eingestuften Spielern und ist auf Kurs GM-Norm mit einer aktuellen Performance von 2626.
Den Sprung zurück an die geteilte Tabellenspitze schaffte Denis Lazavik (links | Lennart Ootes) durch einen Sieg gegen Alua Nurman. Der 19-jährige Belarusse bestätigte damit seine starke Form. Daniil Dubov kam gegen Sauat Nurgaliyev nicht über ein Remis hinaus, behauptete aber mit ebenfalls fünf Punkten den – jetzt wieder geteilten – ersten Platz.
Die beiden weiteren Partien endeten mit Entscheidungen zugunsten der Weißspieler beziehungsweise mit Punkteteilungen: Denis Makhnev und Shamsiddin Vokhidov trennten sich remis, während Aram Hakobyan gegen Mahammad Muradli gewann. Für den Armenier war es ein wichtiger Erfolg, nachdem er zuvor einige Punkte hatte liegen lassen müssen. Muradli kommt nach seiner dritten Niederlage im Turnier weiterhin nicht richtig in Schwung.
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Zwei Runden bis zur Entscheidung
Besonders die Duelle zwischen Dubov und Hakobyan sowie zwischen Nurgaliyev und Lazavik und die Frage, wer sich die beste Ausgangslage für die Finalrunde erspielen kann, stehen im Fokus der Vorschlussrunde (Montag 11 Uhr CET).
Die Schlussrunde folgt am Dienstag (Dienstag, bereits um 7 Uhr CET). Dann kommt es unter anderem zum Duell zwischen Muradli und Dubov. Auch Lazavik hat mit Hakobyan einen starken Gegner. Noch ist der Turniersieg nicht entschieden, vielleicht kann ja sogar noch einer der Verfolger in die Titelvergabe eingreifen ...
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Partien
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Spielplan
- 26. Oktober bis 2. November: Runde 1 bis 8 jeweils um 11 Uhr
- 3. November: Runde 9 um 7 Uhr
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