Eröffnungsvideos
Nico Zwirs: Sizilianisch

1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Dxd4 Sc6 5.De3 Sf6 6.Sc3
Ausgangspunkt für die Analyse von Nico Zwirs ist eine aktuelle Partie zwischen dem 19-jährigen usbekischen GM Mukhiddin Madaminov, der beim Kandidatenturnier 2025 als Sekundant von Sindarov tätig war, und Aydin Suleymanli – gespielt in Tashkent Anfang September 2026. Mit 4.Dxd4 Sc6 5.De3 wählte Madaminov eine Nebenvariante, in der Weiß sich mit b3, Lb2 und 0-0-0 eine robuste und aussichtsreiche Angriffsstellung aufzubauen beabsichtigt. Unser Autor zeigt, wie das weiße Eröffnungskonzept in dieser Partie aufging – auch wenn der Usbeke die Partie am Ende verlor. In seiner Analyse erläutert Zwirs zudem, warum der Partiezug 6…d6 gegenüber dem Hauptzug 6…Lb4, den er ebenfalls in seine Analyse einbezieht, objektiv schlechter ist.
Mihail Marin: Damenbauernspiel

1.d4 d5 2.Sf3 Sf6 3.g3 e6 4.Lg2 Le7 5.0–0 0–0 6.Se5
Eine Grundregel des Eröffnungsspiels lautet, dass man eine entwickelte Figur nicht direkt ein zweites Mal ziehen, sondern zunächst die Entwicklung aller Figuren anstreben sollte. Doch es gibt auch hier offenkundig Ausnahmen. Im Spitzenturnier in Sait Louis im August dieses Jahres kam in der Partie zwischen Javokhir Sindarov und Levon Aronian die oben genannte Zugfolge aufs Brett. Den Zug 6.Se5 kommentiert Marin mit den Worten „Ich wusste nicht, dass es so einen Zug überhaupt gibt!“ Schwarz steht hier natürlich eine große Anzahl von Repliken zur Auswahl. Mihail Marin untersucht in seinem Video die Varianten nach 6…b6, 6…Sbd7, 6…b5 und 6…c5 – doch was ist am besten geeignet, dem „Regelverstoß“ von Weiß zu begegnen? Marin empfiehlt Schwarz 6…c5 7.dxc5 Sbd7 mit einer offenen Partie und Chancen für beide Seiten!
„Die Wundertüte“: Analysen von Emanuel Berg, Lubormir Ftacnik, Abhijeet Gupta, Michal Krasenkow, Yago Santiago u.v.a.
Das ChessBase Magazin Extra bietet in jeder Ausgabe eine bunte Sammlung von kommentierten Partien. Teils stammen die Analysen von bekannten oder sogar großen Top-Spieler wie Anish Giri, manchmal nehmen aber auch kaum bekannte Titelträger eigene Partien unter die Lupe, die ihnen in besonderer Weise gelungen sind. Für die "Wundertüte" dieser Ausgabe stammen die Analysen durchweg von Spielern, die Sie bereits aus dem ChessBase Magazin kennen.
Ein besonderes Highlight ist "Die Glanzpartie", die Oliver Reeh für jedes Extra kürt und die aus guten Gründen immer ganz oben in der "Tüte" liegt.
„Die Glanzpartie“
Martin Lorenzini nimmt die Partie Sosa,T - Akhilbay,I 1-0 unter die Lupe, die beim Menorca-Open verdientermaßen den Schönheitspreis bekam.

In der Französischen Tarrasch-Variante erlaubt sich Schwarz mit 12...b6?! eine kleine Ungenauigkeit, der nach 13.Lg5 mit 13...Sxd4?! eine weitere folgte. Wenige Züge später ...

gab es nach 21.Te1! für den schwarzen König kein Entrinnen mehr.
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