Nodirbek Abdusattorov spielte auf 1.e4 des Armeniers Haik M. Martirosyan den Zug 1....d5, seine Teamkollegen schauen auf sein Brett und keiner kann es fassen. Es ist ein Ausschnitt aus einem Reel von UzChess, worauf Sagar Shah den usbekischen Spitzenspieler im Interview anspricht. Die Idee hinter der Eröffnungswahl war, dass Abdusattorov in der Vorbereitung sah, dass Martirosyan kaum Erfahrungen gegen die Skandinavische Eröffnung hatte. Dies wollte Abdusattorov ausnutzen.
Im Interview spricht Sagar Shah mit dem usbekischen Team auch über den Druck, unter dem die Spieler als Gastgeber in Usbekistan standen. Usbekische Fans, lokale Medien und auch Politiker wie der Präsident des Landes hatten ein Auge auf den Ergebnissen der Mannschaft. Mukhiddin Madaminov erzählt, dass er den Druck besonders zu Beginn des Turniers spürte und Abdusattorov betont, dass es wichtig war, sich auf diese besondere Situation vorbereitet zu haben.
„Rustam Kasimdzhanov ist unser Held“, so Nodirbek Yakubboev. Als der Teamcoach Rustam Kasimdzhanov 2004 Weltmeister wurde, waren die Spieler der aktuellen usbekischen Mannschaft noch klein oder sogar noch nicht geboren. Sie wuchsen mit ihm als Vorbild auf. Dass er sie zur Schacholympiade begleitet ist daher etwas Besonderes für die jungen Spieler. Die „ältesten“ Spieler der Mannschaft sind Nodirbek Yakubboev und Shamsiddin Vokhidov – beide mit Geburtsjahr 2002. Alle fünf Spieler haben noch viele Jahre in der Schachwelt vor sich und damit auch viele Möglichkeiten für weitere Erfolge an der Weltspitze!
Sagar Shah im Interview mit dem usbekischen Team | Video: ChessBase India
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