Ergebnisse
Sos Sieg gegen Caruana war die erste entschiedene Partie der Runde. In einer scharfen Sämisch-Variante der Nimzo-Indischen Verteidigung geriet Caruana schon in der Eröffnung unter Druck. Offenbar hatte er die Variante vorbereitet, doch nach schnellem Beginn musste Caruana im 14. Zug lange nachdenken und schien auf unbekanntem Terrain zu sein. So hingegen kannte die Stellung gut und zeigte in seiner Analyse nach der Partie auch, wie Caruana besser hätte spielen können.

Caruanas aggressive Eröffnungsstrategie scheiterte an Wesley Sos präziser Verteidigung. | Foto: Lennart Ootes

Wesley So liegt nach drei Runden mit zwei Siegen und einem Remis alleine an der Spitze der Tabelle. | Foto: Lennart Ootes
Keymer, der in der vorherigen Runde eine Gewinnstellung gegen Levon Aronian noch verloren hatte, kam gegen den derzeit glänzend aufgelegten Praggnanandhaa, einen langjährigen Rivalen, zu einem wichtigen Sieg.
In einer Katalanischen Partie ging Praggnanandhaa große strategische Risiken ein und stand bereits nach elf Zügen deutlich schlechter. Doch der Inder verteidigte sich hartnäckig und kämpfte sich zurück in die Partie. Kurz vor der Zeitkontrolle im 40. Zug unterlief ihm dann ein Fehler. Nach 37...Sa3? erhielt Keymer entscheidenden Angriff.
Es folgte 38.Sg3 (der schwarze Springer greift d4 nicht mehr an) Sd7 39.Dg4, und Keymers Dame griff entscheidend in den Angriff ein.
Den Schlusspunkt setzte Keymer mit einem ungewöhnlichen Mattbild, an dem beide Springer beteiligt waren.
Laut Computer setzt Weiß in dieser Stellung spätestens in acht Zügen Matt. Doch statt sich diesen Gewinn zeigen zu lassen und mit 50...g5 weiterzuspielen oder sofort aufzugeben, zog Praggnanandhaa 50...Sxh7 und ließ sich von Keymer mit 51.Sfg6# mattsetzen.

Auf dem Weg zum Matt: Nach seiner Niederlage gegen Aronian fand Keymer gegen Praggnanandhaa ins Turnier zurück. | Foto: Lennart Ootes
Sevian gewann die längste Partie des Tages nach 110 Zügen gegen Giri. In einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Türmen hatte Sevian einen Bauern mehr, doch Giri besaß gute Remischancen.
Sevian setzte Giri dennoch weiter unter Druck und holte aus dem Endspiel immer mehr heraus. Er gewann nach 110 Zügen.

Sevian kam nach langem Kampf zu seinem ersten Sieg im Turnier. | Foto: Lennart Ootes
Stand nach 3 Runden
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