TuRa Harksheide kündigt für das Wochenende einen Stream an. In Norderstedt bei den Gastgeberinnen von TuRa Harksheide kommen am Wochenende die Frauenbundesliga-Mannschaften des Hamburger SK, der OSG Baden-Baden, des SK Freiburg-Zähringen 1887 und die Gastgeberinnen selbst zusammen.
Die OSG Baden-Baden meldete auch für diese Saison einige Spitzenspielerinnen der Schachwelt in ihrem Kader für die Frauenbundesliga. Die Liste der Spielerinnen beginnt mit Divya Deshmukh, der Siegerin des World Cups der Frauen 2025. Auf Listenplatz 2 ist Dinara Wagner, die bei der Schacholympiade an Brett 1 des deutschen Frauenteams gesetzt war. An Listenplatz 3 ist Ulviyya Fataliyevah gesetzt, die Nummer 1 von Aserbaidschan bei der Olympiade. Ihre Mannschaft erreichte Platz 16 hinter England. Im Kader folgt Stavroula Tsolakidou, die griechische Nummer 1. Danach kommen Teodora Injac (Serbiens Nummer 1) und Elisabeth Pähtz, die gemeinsam mit Dinara Wagner die deutsche Schachwelt im Frauenschach anführt. Auch die deutsche Nationalspielerin Josefine Safarli ist wieder im Kader. Außerdem ist Sonja Maria Bluhm, in dieser Saison teil des Baden-Badener Kaders. In der vergangenen Saison hatte sie noch für Berlin gespielt. Sonja Maria Bluhm ist u.a. bekannt für ihren gemeinsamen Podcast Bluhmecke mit Katharina Reinecke, bei dem die beiden über die Schachwelt sprechen, Spieler interviewen oder Spiele spielen.
Dinara Wagner im ChessBase-Interview
Arne Kähler im Gespräch mit Dinara Wagner bei der Schacholympiade | Video: ChessBase
Stavroula Tsolakidou im ChessBase-Interview
Arne Kähler im Gespräch mit Stavroula Tsolakidou bei der Olympiade | Video: ChessBase
In der ersten Runde tritt die OSG Baden-Baden gegen den Hamburger SK an. Hier ist an Brett 1 die Niederländerin Eline Roebers gemeldet. Damit ist sie an Monika Socko und Zsoka Gaal vorbeigezogen, die im Vorjahr vor ihr gelistet waren, aber auch in dieser Saison für den HSK antreten werden. Eline Roebers ist Anfang des Jahres Jugendweltmeisterin geworden. Bei der Olympiade erreichte sie 7/10 Punkten an Brett 1 der Niederlande mit einer Turnierleistung von 2452 Elopunkten und in der FIDE-Weltrangliste der Mädchen und Frauen (U20) befindet sie sich auf Platz 10. Monika Socko erreichte mit dem polnischen Team den 5. Platz der Schacholympiade und Zsoka Gaal führte das ungarische Team bei der Schacholympiade von Brett 1 aus an. Hinter Zsoka Gaal befinden sich zwei Neuzugänge im Kader des Hamburger SK. Bodhana Sivanandan wurde mit 11 Jahren gerade die jüngste WGM aller Zeiten und hat bei der Olympiade auch noch ihre zweite IM-Norm bekommen. Neben ihr gibt es auch noch einen niederländischen Zugang. Eline Roebers bringt ihre niederländische Teamkollegin Anna-Maja Kazarian mit ans Brett. Sarah Papp nahm in diesem Jahr wieder an der deutschen Meisterschaft teil und auch der weitere Kader (u.a. mit Antonia Ziegenfuß) ist aus der vorherigen Saison bekannt.
Eline Roebers im ChessBase-Interview
Arne Kähler im Gespräch mit Eline Roebers bei der Olympiade | Video: ChessBase
Bodhana Sivanandan im ChessBase-Interview
Arne Kähler im Gespräch mit Bodhana Sivanandan bei der Olympiade | Video: ChessBase
Das Team der Gastgeberinnen vom TuRa Harksheide wird wieder von der polnischen WGM Julia Antolak angeführt. Nach ihr folgen auch in diesem Kader Spielerinnen, die an der Olympiade teilnahmen. Laura Unuk (Brett 2 für TuRa) und Lara Zahr (Brett 5 für TuRa) traten in Samarkand für Slowenien an Brett 1 und Brett 2 an. Ihre Mannschaft erreichte den zehnten Platz! Auf Listenplatz 3 ist die rumänische Nationalspielerin Miruna-Daria Lehaci gesetzt, die bei der Olympiade 6 Punkte aus 10 Partien erreichte. Mit Katerina Bräutigam hat TuRa eine Spielerin des deutschen Nachwuchskaders mit im Boot und mit Anna-Blume Giede sitzt auch die Person am TuRa-Brett, die sich um die Social Media Präsenz der (anderen) Bundesliga kümmert.
Laura Unuk im ChessBase-Interview
Arne Kähler im Gespräch mit Laura Unuk bei der Schacholympiade | Video: ChessBase
Miruna-Daria Lehaci im ChessBase-Interview
Arne Kähler im Gespräch mit Miruna-Daria Lehaci bei der Olympiade | Video: ChessBase
In der ersten Runde tritt TuRa gegen den SK Freiburg-Zährigen 1887 an. In diesem Jahr ist die griechische Nationalspielerin Maria Tsakona an Brett 1 bei den Freiburgerinnen gesetzt. Im Vorjahr war es noch Brett 4. Neben Barbara Hund und Sarah Hund, die mit neun und zehn Einsätzen für Konstanz im Freiburger Team sorgten, ist nun auch Isabel Hund teil der Mannschaft.
Schaut man sich die Elozahlen der Spielerinnen an, sollte Freiburg-Zährigen an diesem Wochenende die größte Herausforderung vor sich haben. Welche der Starspielerinnen der anderen drei Vereine am Wochenende nach der Olympiade ans Brett kommen, ist steht aber auch noch offen.
Dippoldiswalde neu in der Liga
In Dippoldiswalde treffen der SC Rotation Pankow, der FC Bayern München, die Schachfreunde Deizisau und das Team des SZ Seeblick Dippoldiswalde aufeinander. Die Gastgeberinnen des ersten Spieltags sind Neuzugänge in der ersten Frauenbundesliga. Die Familie Peglau stellt 7 der 14 gesetzten Spielerinnen der Mannschaft. Die Zwillinge Charis und Dora Peglau führen den Kader von Brett 1 und Brett 2 aus an. Bei dieser Mannschaft kann man durch die Verbundenheit der Familie Peglau mit dem Team davon ausgehen, dass es einige Peglau-Einsätze geben wird.
In der ersten Runde tritt Dippoldiswalde gegen die Schachfreunde Deizisau an. An Brett 1 der Schachfreunde ist die Armenierin Lilit Mkrtchian gesetzt. In der vergangenen Saison war sie dies auch, hatte aber keine Einsätze. Ihr Team Armenien erreichte Platz 6 der Schacholympiade. Im Vorjahr besetzte die deutsche Nationalspielerin Hanna Marie Klek das erste Brett an allen elf Spieltagen und erreichte dabei acht Punkte. Neu im Kader ist Lara Schulze, die zuvor für TuRa gespielt hatte. Zwei Medienmacherinnen sind auch teil des Teams: Angelika Valkova und Katharina Reinecke. Im Vorjahr war Fiona Steil-Antoni neben Angelika Valkova als Medienmacherin am Deizisauer Brett gemeldet, hatte aber keine Einsätze. Ob Deizisau besonders darauf achtet, immer zwei Medienmacherinnen im Kader zu haben?
Lara Schulze im ChessBase-Interview
Arne Kähler im Gespräch mit Lara Schulze bei der Schacholympiade | Video: ChessBase
Die zweite Paarung des ersten Spieltages in Dippoldiswalde wird zwischen dem SC Rotation Pankow und dem FC Bayern München ausgetragen. Rotation Pankow hat einen Kader von nur neun Spielerinnen gemeldet. Die Aufsteigerinnen aus der 2. Frauenbundesliga West hatten aber auch im Vorjahr in ihrer Liga einen Kader von nur neun Spielerinnen und erreichten trotzdem den Aufstieg. Das Erfolgsgeheimnis in der vergangenen Saison war, dass die Stammspielerinnen tatsächlich regelmäßig zu den Spielterminen antraten. Der Kader bleibt unverändert im Vergleich zum Vorjahr, wobei Brigitte Borchardt an Brett 1 wieder bei einer Elo über 2100 steht. In der zweiten Frauenbundesliga erreichte sie 5,5 Punkte aus 7 Partien. Es wird sich zeigen, wie gut der SC Rotation Pankow in der ersten Frauenbundesliga punkten wird.
Ihre Gegnerinnen, die Spielerinnen des FC Bayern München, sind auch Aufsteigerinnen. Sie kommen aus der zweiten Frauenbundesliga Süd. Das deutsche Nachwuchstalent Svenja Butenandt (Nummer 1 der deutschen Juniorinnen nach DWZ) tritt an Brett 1 für den FC Bayern in der ersten Frauenbundesliga an. Einige Österreicherinnen wie Jasmin-Denise Schloffer (Brett 2 bei der Olympiade), Veronika Exler (führte ChessBase-Interviews bei der Olympiade!) und Chiara Polterauer (Brett 3 für Österreich mit zehn Einsätzen!) sind Teil des Teams. An Brett 2 ist die italienische WIM Tea Gueci beim FC Bayern gemeldet. Bei der Olympiade erreichte sie 5,5 Punkte bei 10 Einsätzen an Brett 3 für Italien.
Tea Gueci im ChessBase-Interview
Arne Kähler spricht mit Tea Gueci bei der Schacholympiade | Video: ChessBase
Chiara Polterauer im ChessBase-Interview mit Veronika Exler
FBL-Teamkameradin Veronika Exler interviewt Chiara Polterauer | Video: ChessBase
Der dritte Spielort des Auftaktwochenendes ist Bad Königshofen. Der SC 1957 Bad Königshofen ist Ausrichter am ersten Wochenende der Frauenbundesliga und auch der Endrunde der Liga vom 16.4. bis zum 18.4.26. Die Bad Königshofenerinnen erreichten im Vorjahr den dritten Platz in der Liga. In der aktuellen Saison haben sie einen Neuzugang auf Platz 1 des Kaders gesetzt: den aufsteigenden Star Kasachstans, Alua Nurman. Mit Kasachstan erreichte sie bei der Olympiade Silber. Sie selbst erkämpfte sich 7 Punkte aus 10 Partien an Brett 2 hinter Bibisara Assaubayeva und erreichte eine Turnierperformance von 2468 Elopunkten. Die Ukrainerin Iulija Osmak, die im Kader hinter Nurman gelistet ist, ist ein Neuzugang bei Bad Königshofen. Hinter ihr wurde Oliwia Kiolbasa gemeldet, die für Polen an Brett 1 spielte. In der Frauenbundesliga hatte sie in der vergangenen Saison aber keine Einsätze. Mit 7 aus 10 bei der Olympiade zeigte sie, dass sie ein großer Zugewinn für jedes Team wäre, wenn sie denn spielt. Zuvor an Brett 1 für Bad Königshofen gespielt, wurde Kiolbasas Teamkollegin Aleksandra Maltsevskaya für diese Saison an Brett 4 gemeldet. In Samarkand erreichte sie 7,5 Punkte in 10 Einsätzen am zweiten Brett für Polen. Hinter ihr im Kader für Bad Königshofen folgt die deutsche Nationalspielerin Jana Schneider, die auch in der vorherigen Saison bis auf eine Partie an jedem Spieltag für Bad Königshofen in der Frauenbundesliga antrat. Außerdem mit im Team: Tatjana Melamed (deutsche Nummer 8 der Frauen) und die indonesische Nationalspielerin Diajeng Theresa Singgih, die in Samarkand gegen Dinara Wagner antrat (und verlor).
Jana Schneider im ChessBase-Interview
Arne Kähler im Gespräch mit Jana Schneider in Samarkand | Video: ChessBase
Diajeng Theresa Singgih im ChessBase-Interview
Arne Kähler im Gespräch mit Diajeng Theresa Singgih bei der Olympiade | Video: ChessBase
In der ersten Runde der Frauenbundesliga spielt Bad Königshofen gegen die SG Solingen. Die SG Solingen hat die ukrainische Internationale Meisterin Inna Gaponenko an Brett 1 gemeldet. Hinter ihr folgt die Niederländerin Machteld van Foreest, die mit Eline Roebers und Anna-Maja Kazarian in Samarkand antrat und dort 6 Punkte in 10 Partien erreichte. Mit Kateryna Dolzhykova (Nummer 6 der deutschen Frauen nach Elo) und Luisa Bashylina (deutsche Nummer 1 der Juniorinnen nach Elo) sind auch zwei wichtige Spielerinnen des deutschen Frauenschachs Teil der Mannschaft. An Brett 5 ist die Schwedin Inna Agrest gemeldet, die 6,5 aus 10 in Samarkand erreichte.
Machteld van Foreest im ChessBase-Interview
Arne Kähler im Gespräch mit Machteld van Foreest in Samarkand | Video: ChessBase
Die Rodewischer Schachmiezen hatten in der vergangenen Saison Schwierigkeiten, alle ihre Bretter zu besetzen. Ob sich dies in der neuen Saison ändern wird, wird sich zeigen. An Brett 1 haben sie erneut Anastasia Bodnaruk gemeldet, die aber für keine Partie der vergangenen Saison am Frauenbundesliga-Brett saß. An Brett 2 wurde Alicja Sliwicka gemeldet, die in Samarkand am Reservebrett für Polen spielte. Sie erreichte 2025/26 insgesamt 3,5 Punkte aus 4 Partien, die sie tatsächlich am Brett saß. Die meisten Einsätze für das Team hatten Fiona Sieber und Julia Movsesian mit je 9 gewerteten Partien, die sicherlich auch in der aktuellen Saison eine wichtige Konstanz in das Team der Rodewischer Schachmiezen bringen werden. Mit Tereza Rodshtein und Anna Lhotska sind auch zwei tschechische Landsfrauen von Movsesian Teil der Mannschaft, die beide in Samarkand Tschechien vertraten. Außerdem ist Italiens Marina Brunello wieder mit von der Partie. Bei der Olympiade erreichte sie 7 Punkte in 10 Einsätzen an Brett 1.
Die ersten Gegnerinnen der Rodewischer Schachmiezen sind die Spielerinnen des SV Hemer 1932. An erster Stelle des Kaders hat der SV Hemer die portugiesische Fide-Meisterin Filipa Fortuna Pipiras, die in Samarkand an Brett 1 für Portugal antrat und dort 6,5 Punkte in 10 Partien erreichte. In der vorherigen Saison war sie noch auf Listenplatz 6 gemeldet, wobei die ersten drei Spielerinnen keine Einsätze hatten. Dafür absolvierten die drei Rumäninnen Elena Luminita Cosma (5 Einsätze), Carmen Voicu-Jagodzinsky (8 Einsätze) und Alessia-Mihaela Ciolacu (5 Einsätze) einige Einsätze für den SV Hemer. Die Familie Trunz ist wieder mit 3 Spielerinnen mit von der Partie: Michelle Trunz, Tamila Trunz und Elena Trunz. Außerdem sind die deutschen Nachwuchskader-Spielerinnen Alicia Kovalskyy und Lilian Schirmbeck Teil der Mannschaft.
| Ausrichter: TuRa Harksheide | ||||||
| Sa | 03.10.26 | 14:00 | Hamburger SK | − | OSG Baden-Baden | ISR Claudia Münstermann |
| Sa | 03.10.26 | 14:00 | TuRa Harksheide | − | SK Freiburg-Zähringen 1887 | FSR Rüdiger Schäfer |
| So | 04.10.26 | 09:00 | OSG Baden-Baden | − | TuRa Harksheide | ISR Claudia Münstermann |
| So | 04.10.26 | 09:00 | SK Freiburg-Zähringen 1887 | − | Hamburger SK | FSR Rüdiger Schäfer |
| Ausrichter: SZ Seeblick Dippoldiswalde | ||||||
| Sa | 03.10.26 | 14:00 | SC Rotation Pankow | − | FC Bayern München | FSR Maria Graf |
| Sa | 03.10.26 | 14:00 | SZ Seeblick Dippoldiswalde | − | Schachfreunde Deizisau | ISR Karsten Wieland |
| So | 04.10.26 | 09:00 | FC Bayern München | − | SZ Seeblick Dippoldiswalde | FSR Maria Graf |
| So | 04.10.26 | 09:00 | Schachfreunde Deizisau | − | SC Rotation Pankow | ISR Karsten Wieland |
| Ausrichter: SC 1957 Bad Königshofen | ||||||
| Sa | 03.10.26 | 14:00 | SC 1957 Bad Königshofen | − | SG Solingen | RSR Arlene Salome Schubert |
| Sa | 03.10.26 | 14:00 | Rodewischer Schachmiezen | − | SV Hemer 1932 | ISR Ron Bleeker |
| So | 04.10.26 | 09:00 | SG Solingen | − | Rodewischer Schachmiezen | RSR Arlene Salome Schubert |
| So | 04.10.26 | 09:00 | SV Hemer 1932 | − | SC 1957 Bad Königshofen | ISR Ron Bleeker |
Die Frauenbundesliga wird mit 12 Mannschaften in Form eines Rundenturniers ausgetragen. Insgesamt gibt es elf Runden, die an fünf Wochenenden ausgetragen werden. Es wird immer samstags und sonntags an drei Orten gespielt. Die Endrunde findet an drei Tagen zentral vom 16. bis 18.04.27 in Bad Königshofen statt. Samstags ist der Rundenbeginn um 14 Uhr und sonntags um 9 Uhr.