Pressemitteilung des Deutschen Schachbundes
Wadim Rosenstein wird vom Deutschen Schachbund zum FIDE-Delegierten berufen – eine sportpolitische Entscheidung mit internationaler Bedeutung für die Rolle Deutschlands im Weltschach.
Das Präsidium des Schachbundes entsendet den Düsseldorfer Unternehmer für Deutschland.
Traditionell ist es Sache des Präsidenten die Funktion des FIDE-Delegierten beim Deutschen Schachbund wahrzunehmen. Eine wichtige Aufgabe, da der jeweilige Delegierte des FIDE-Mitgliedsverbandes Einfluss und Stimmrecht bei den Mitgliederversammlungen des Weltverbandes hat. Nun wird Wadim Rosenstein, der Unternehmer aus Düsseldorf, durch seine vielfältigen Schach-Projekte unter dem Label WR Chess bekannt, auf Beschluss des Präsidiums beim Deutschen Schachbund neuer DSB-Delegierter bei der FIDE. „Das ist ganz klar eine sportpolitische Entscheidung“, sagt DSB-Präsident Paul Meyer-Dunker, „wir wollen dass uns der im internationalen Schach am besten vernetzte Deutsche repräsentiert. Es braucht eine FIDE ohne diesen extremen Einfluss von Russland, der dem Schachsport nicht guttut.“
Er hat schon viel ins deutsche Schach investiert - und noch viel vor
Rosenstein hat in einem Interview mit Chessbase bereits erste Einblicke zu seiner Motivation gegeben. Er sorge sich „um die Zukunft der Schachgemeinschaft“, auch deshalb habe er in den vergangenen Jahren „viel Zeit, Energie und Ressourcen in Projekte investiert, die zeigen, was möglich ist, wenn Schach ernst genommen wird – nicht nur als Wettkampf, sondern auch als Bildung, als Unterhaltung und als globale intellektuelle Kultur“.
"Wir wissen, dass Wadim Rosenstein nicht nur ein erfolgreicher und seriöser Unternehmer, sondern auch ein Mann mit einem großen Schach-Herz ist.“ so Meyer-Dunker. Rosenstein habe auch für das deutsche Schach bereits sehr viel getan. „Er ist einer, der nicht nur redet, sondern auch was macht“, so Meyer-Dunker, „das schätze ich an ihm.“

Wadim Rosenstein organisierte das Turnier der FIDE World Team Rapid and Blitz Chess Championships und gewann mit seinem Team WR Chess auch den Blitzschachwettbewerb - hier zusammen mit Vincent Keymer und Ian Nepomniachtchi | Foto: WRChess

Wadim Rosenstein zusammen mit dem Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen Dr. Marcus Optendrenk | Foto: WRChess
So begann Rosenstein früh damit, Veranstaltungen zu finanzieren und internationale Aufmerksamkeit nach Deutschland zu bringen. Mit WR Chess entstand 2023 eines der stärksten Teams der Welt, zudem das WR Chess Masters in Düsseldorf – ein Turnier, das zahlreiche Weltklassespieler nach Deutschland brachte und international große Aufmerksamkeit erhielt. Parallel dazu finanzierte Rosenstein die Organisation der FIDE Rapid- und Blitz-Weltmeisterschaft in Düsseldorf und sponsorte die deutsche Nationalmannschaft für die Teilnahme an der Rapid- und Blitz-WM in London.
Rosenstein hat mehrfach Frauen- und Mädchenschach-Projekte in Deutschland finanziert. Dabei beschränkte sich seine Unterstützung nicht nur auf organisatorische oder finanzielle Hilfe – er vermittelte auch Sponsoren und Partner, um Projekte im Frauenschach langfristig weiterzuentwickeln. Mit der WR Women’s Chess Tour verfolgt Rosenstein zudem das Ziel, dem Frauenschach international eine neue Bühne zu geben und gleichzeitig Deutschland als wichtigen Standort für hochklassige Frauenturniere zu etablieren. Geplant ist unter anderem ein großes Finale der WR Women’s Chess Tour in Deutschland Ende des Jahres. Rund um dieses Turnier soll es Workshops, Trainingsprogramme und Schachcamps geben. Dabei arbeiteten bekannte Gesichter wie Elisabeth Pähtz, Boris Gelfand, Sebastian Siebrecht und Anna Endress mit jungen Talenten und Schachinteressierten zusammen, um Wissen, Erfahrung und Begeisterung für den Schachsport weiterzugeben.
Zusätzlich unterstützte Rosenstein die Teilnahme von Hussain Besou an der Europameisterschaft 2026. Mit den geplanten „WR Chess Young Masters“ befindet sich bereits das nächste Nachwuchsprojekt in Vorbereitung, das jungen Talenten künftig zusätzliche internationale Perspektiven eröffnen soll.
Neben internationalen Spitzenevents setzt Rosenstein zunehmend auch auf Breitenwirkung und gesellschaftliche Projekte. Geplant sind unter anderem groß angelegte Schachveranstaltungen in Deutschland – darunter ein Schachmarathon nach internationalem Vorbild zum 150. Jubiläum des Deutschen Schachbundes, der Menschen aller Altersgruppen zusammenbringen soll. Rosenstein sagt auf DSB-Anfrage: „Schach hat mir früh im Leben Disziplin, strategisches Denken und internationale Perspektiven vermittelt. Heute will ich dazu beitragen, dass Deutschland im Weltschach wieder eine führende Rolle einnimmt – organisatorisch, kulturell und sportlich. Dabei geht es nicht nur um einzelne Turniere. Es geht darum, langfristige Strukturen aufzubauen, junge Talente zu fördern und Schach wieder stärker in die Mitte der Gesellschaft zu bringen.“
"Es ist mir eine große Ehre."
Rosenstein kommentierte die Berufung durch das DSB-Präsidium mit Freude: "Es ist mir eine große Ehre, zum Delegierten Deutschlands im Deutschen Schachbund gewählt worden zu sein und unser Land bei den Wahlen der FIDE vertreten zu dürfen. Mit der neuen Führung des Deutschen Schachbundes werden wir Deutschland gemeinsam stark, geschlossen und international sichtbar vertreten. Deutschland muss ein Paradebeispiel für Struktur, Professionalität und nachhaltige Entwicklung im Schachsport sein — und zugleich anderen Föderationen dabei helfen, starke Strukturen und langfristige Perspektiven aufzubauen."
Er sei der Ansicht, so Rosenstein, dass Deutschland bereits an der Basis bestens aufgestellt sei. Man verfüge "über einen der stärksten Schulschachbereiche weltweit, hervorragende Trainer, exzellente Turnierorganisation und eine Infrastruktur, die international Maßstäbe setzt. Aber diese Stärke bringt auch Verantwortung mit sich. Unser Ziel muss es sein, eine führende Rolle im internationalen Schachsport einzunehmen - nicht nur durch sportliche Erfolge, sondern auch durch Organisation, Bildung, Nachwuchsförderung und internationale Zusammenarbeit. Wir wollen unsere Erfahrung nutzen, um den Schachsport weltweit weiterzuentwickeln, neue Impulse zu setzen und gemeinsam mit anderen Nationen und Kontinenten die Zukunft unseres Sports aktiv mitzugestalten." Sein Slogan laute: "Schach verbindet. Schach bildet. Schach schafft Zukunft."