Wie wird man Schachweltmeister - Beitrag im WDR

von André Schulz
30.03.2026 – Der WDR beschäftigte sich in einem TV-Beitrag mit der Teilnahme von Matthias Blübaum beim Kandidatenturnier und stellte en passant auch das Schachspiel und die Schachszene vor. "Natürlich gehe ich als Underdog in das Turnier", weiß Blübaum. Doch auch das letzte Kandidatenturnier hat nicht einer der Favoriten gewonnen.| Bilder: Screenshots WDR-Beitrag

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Schach, das unbekannte Wesen... Derzeit sorgt Matthias Blübaum mit seiner Teilnahme am Kandidatenturnier dafür, dass sich wieder mehr Menschen mit dem professionellen Schach und dem Schach überhaupt beschäftigen. Es ist das erste Mal seit Robert Hübner 1991, dass ein deutscher Großmeister wieder um die Weltmeisterschaft mitspielt. Dass Matthias Blübaum in den Jahren zuvor als einziger Spieler zweimal Europameister wurde, blieb zumindest in den allgemeinen Medien einigermaßen unbemerkt.

Matthias Blübaum stammt aus Lemgo und so stellte der Westdeutsche Rundfunk gerne den deutschen Großmeister vor, der mit seinen 28 Jahren schon zu den älteren Spielern im Kreis der Kandidaten gehört. Katja Goebel nutzt das Portrait des deutschen Spitzenprofis, um auch die Schachturnierszene allgemein etwas besser zu beleuchten.

Schach ist ein Sport, der auch von sehr jungen Menschen erfolgreich betrieben werden kann. Der jüngste Spieler, der vom Weltschachbund FIDE eine Ratingzahl erhielt, Sarwagya Singh Kushwaha aus Indien, war erst drei Jahre alt. Auch in Deutschland werden Kinder schon sehr früh an das Schachspiel herangeführt, da man durch verschiedene Studien weiß, dass Schach für die kognitive, aber auch soziale Entwicklung von Kindern vorteilhaft ist. Schach fördert die Konzentrationsfähigkeit, lehrt zielgerichtetes Handeln und den Umgang mit Niederlagen.

Auch Matthias Blübaum begann schon sehr früh mit dem Schach. Sein Vater war der Jugendtrainer bei Königsspringer Lemgo. Matthias Blübaum war bald auf Turnieren erfolgreich. Mit 17 Jahren wurde er schließlich Großmeister. Nach der Schule studierte er Mathematik und schloss mi 24 mit Diplom ab. Das Studium neben der Laufbahn als Schachprofi war sicher auch ein guter Grund, warum Blübaum mit seinen Erfolgen ein Spätstarter ist. "Schachprofi ist in deutschland kein sehr sicherer Beruf", erläutert die Nummer zwei der deutschen Rangliste. 2024 und ein zweites Mal 2025 wurde Matthias Blübaum Europameister im Schach. Er ist der einzige Spieler, der diesen Titel zweimal gewinnen konnte. 

Im Beitrag des WDR kommt neben Matthias Blübaum selbst auch seine Mutter Marianne zu Wort. "Das ist jetzt keine einfache Situation für Matthias", sagt sie. "Aber er geht damit gut um.

Beitrag bei WDR Lokalzeit...

Der Videobeitrag erschien auch bei der Sportschau...


André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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