19.09.2026 – Die Mannschaften der Top 10 halten auch in Runde 3 ihren perfekten Score von 6/6. Trotzdem zeigten sich die ersten Probleme der Teams der ersten Listenplätze gegen ihre Gegner mit weiterhin niedrigerem Ratingdurchschnitt. Die USA, Deutschland, die Niederlande (Foto), Ungarn und Armenien gewannen alle 2½–1½. England (Startrang 11) wurde mit einem 2–2 von Litauen aufgehalten. Singapur und Kirgisistan sorgten für die größten Überraschungen mit ihren Siegen gegen Norwegen und Brasilien. | Foto: Rafal Oleksiewicz / FIDE
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21 Teams stehen bei 6/6
Die Top 10 der Mannschaften in der offenen Sektion der Schacholympiade halten den perfekten Score und stehen nach Runde 3 bei 6/6 Mannschaftspunkten. Die ersten Probleme zeigten sich aber in Runde 3. Einige der Favoriten gewannen nur noch mit kleinem Punktevorteil am Freitag.
Frankreich (Startplatz 9) war die einzige Mannschaft der Top 10, die einen komfortablen Sieg erreichten. Sie besiegten Kasachstan 3½–½. Es gab keine 4–0-Siege an den vorderen Tischen mehr, während fünf der zehn Paarungen mit Beteiligung der Top 10 mit dem Ergebnis 2½–1½ für die Favoriten endeten: Die USA (Startrang 1) besiegte Dänemark (Startrang 25), Deutschland (Startrang 5) besiegte Usbekistan 2, die Niederlande (Startrang 6) besiegte Australien, Ungarn (Startrang 8) besiegte Slowenien und Armenien (Startrang 10) besiegte Schweden.
In diesem Videokurs werden Könige die Hauptrolle als starke und aktive Figuren spielen. Wir werden untersuchen, wie Könige bei der Verteidigung und Prophylaxe oder sogar beim Angriff hilfreich sein können!
Deutschland und Armenien gewannen jeweils mit einem Score von 2½–1½ mit drei Remis und einem Sieg gegen Usbekistan 2 bzw. Schweden. Die USA, die Niederlande und Ungarn mussten auf eine Niederlage eines Einzelspielers mit zwei Einzelsiegen kontern, um den Teamsieg zu erreichen.
Im Team USA verlor Awonder Liang erneut an Brett 4. Dies war bereits seine zweite Niederlage in Folge. Bjorn Moller Ochsner war dieses Mal sein Gegner. Fabiano Caruana geriet gegen den Dänen Jonas Buhl Bjerre unter Druck, gewann schlussendlich jedoch. Siege durch Wesley So und Hans Niemann sorgten am Ende für den Teamsieg der USA.
Jonas Buhl Bjerre gegen Fabiano Caruana | Foto: Rafal Oleksiewicz / FIDE
Anish Giri gegen Australiens Bobby Cheng | Foto: Rafal Oleksiewicz / FIDE
Einen ähnlichen Matchverlauf gab es bei den Paarungen zwischen der Niederlande und Australien zu beobachten. Loek van Wely verlor an Brett 3 gegen Rishi Sardana. Aber Jorden van Foreest gewann seine Partie gegen Temur Kuybokarov und Anish Giri gelang es, das Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, das sehr ausgeglichen wirkte, gegen Bobby Cheng noch zu gewinnen. Damit sicherte er der Niederlande den 2½–1½-Sieg.
Bobby Cheng war kurz davor, Anish Giri ein Remis zu entlocken | Foto: Michal Walusza / FIDE
Dieser Videokurs enthält GM Anish Giris tiefe Einblicke und IM Sagar Shahs sachdienliche Fragen an den Super-GM. In Band 1 werden alle Eröffnungen nach 1.e4 behandelt.
Ungarn verlor an Brett 1. Richard Rapport unterlag Anton Demchenko bei seinem ersten Einsatz bei dieser Schacholympiade. Siege von Tamas Banusz gegen Matic Lavrencic und Gleb Dudlin gegen Matej Sebenik an den letzten beiden Brettern hielten Ungarn bei einer positiven Punktedifferenz. So besiegte Ungarn Slowenien 2½–1½.
Richard Rapport | Foto: Rafal Oleksiewicz / FIDE
Rapport 0-1 Demchenko
Rapport, Nummer 19 der Weltrangliste, setzte die ersten beiden Runden aus. In seinem ersten Einsatz bei der diesjährigen Schacholympiade blieb der erhoffte Erfolg aus. Anton Demchenko, ehemaliger Europameister, setzte sich gegen Rapport durch.
23.Kh2? scheitert sofort durch 23...Dh4, mit einem Doppelangriff auf den Läufer auf c4 und auf den geschwächten Bauern auf f2. Der beste Zug für Weiß wäre 23.h4 gewesen und der Kampf wäre weitergegangen.
Es folgte 24.Ld5 Txd5!
Rapport gab auf. Falls 25.Dxd5 gekommen wäre, hätte Schwarz ein Mattnetz mit einem Matt in 10 gehabt. Die Sequenz startet mit 25...Dxf4+ 26.Kg1 Dxf2+ 27.Kh2 Df4+ 28.Kg1 Le4+ und Turm und Läufer beide greifen den g2-Bauern an.
Liang 0-1 Ochsner
Liang traf im Verlauf der Partie immer wieder auf Probleme, schaffte es aber auch immer wieder, die Balance wiederherzustellen. In einer ausgeglichenen Stellung im Endspiel kam der entscheidende Fehler mit 49.Ta7?
Es war notwendig, den h-Bauern zu halten und 49.Kg2 zu spielen. In diesem Szenario muss sich Schwarz um den Freibauern auf dem Königsflügel kümmern, während er versucht Fortschritte zu machen. Stattdessen wurde 49.Ta7? Txh4 50.f3 Td4 gespielt. Schwarz hatte wenig Probleme, den Vorteil zu verwerten.
Der weiße d-Bauer kann neutralisiert werden, während der schwarze Freibauer zu weit weg vom weißen König positioniert ist. Zehn Züge später gab Weiß auf.
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England remisiert, Norwegen und Brasilien verlieren
Während die Teams der Top 10 ihren perfekten Score halten konnten, scheiterte England von Startrang 11 an diesem Vorhaben. Litauen erreichte ein 2–2 gegen England. Luke McShane sorgte gegen Tomas Laurusas für den einzigen Sieg der Runde für England. Paulius Pultinevicius besiegte Gawain Maroroa Jones, eine Niederlage für England. Diese beiden entschiedenen Partien glichen sich gegenseitig aus, wodurch das Match in einem Remis endete. Kroatien (Startrang 17) remisierte 2–2 gegen Moldau (Startrang 45), während Iran (Startrang 18) gegen Belgien (Startrang 46) remisierte.
Die größten Überraschungen kamen von Singapur und Kirgisistan. Singapur (Startrang 50) besiegte Norwegen (Startrang 21) mit einem Punktestand von 2½–1½. Drei Partien endeten mit einem Remis und Tin Jingyao besiegte an Brett 1 den Norweger Johan-Sebastian Christiansen (Magnus Carlsen nimmt dieses Jahr nicht am Turnier teil) und sorgte so für den entscheidenden Sieg des Mannschaftskampfs.
Kirgisistan (Startrang 79) durch einen ähnlichen Matchverlauf gegen Brasilien (Startrang 31). An den ersten drei Brettern endeten die Partien in Remis, wodurch die Entscheidung vom Ergebnis des letzten Bretts abhing. Timur Daudov, ohne Titel, besiegte den brasilianischen IM Diego Di Berardino und sorgte so für den entscheidenden Punkt für Kirgisistan!
Tin Jingyao gegen Johan-Sebastian Christiansen | Foto: Rafal Oleksiewicz / FIDE
Stärkere Gegner warten in Runde 4
In Runde 4 erwarten die Spitzenteams stärkere Gegner. 21 Teams erreichen Runde 4 mit einem perfekten Score von 6/6. Singapur (Startrang 50) ist das Team mit dem geringsten Elodurchschnitt unter diesen 21 Teams an der Tabellenspitze.
Die USA tritt in Runde 4 gegen Ukraine an, während Indien gegen Spanien spielt. Spaniens Aufstellung ist sehr kompakt, mit allen fünf Spielern mit einem Rating zwischen 2570 and 2632.
Usbekistan wird auf das junge türkische Team treffen. An Brett 1 und Brett 2 sind der 15-jährige Yagiz Kaan Erdogmus und der 17-jährige Ediz Gürel gesetzt.
Weitere Spitzenpaarungen: China gegen Serbien, Deutschland gegen Polen und Frankreich gegen Rumänien.
Vasyl Ivanchuk remisierte und Ukraine besiegte die Slowakei | Foto: Michal Walusza / FIDE
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Carlos ColodroCarlos Colodro stammt aus Bolivien und ist Spanisch-Philologe. Seit 2012 arbeitet er als freier Übersetzer und Autor. Schach, Literatur und Musik sind seine großen Leidenschaften.
18.09.2026 – Georgien gab als erstes führendes Team bei der Schacholympiade der Frauen Matchpunkte ab, nachdem die an Position zwei gesetzten Georgierinnen in der zweiten Runde gegen Montenegro ein 2:2-Remis erreichten. Alena Skvortsova und Aleksandra Milovic (im Bild) erzielten die beiden Siege für Montenegro. Auch Tschechien spielte gegen die Vereinigten Arabischen Emirate unentschieden, während Tadschikistan und Kenia bemerkenswerte Matchsiege gegen höher gesetzte Gegnerinnen verbuchten. <a href="https://de.chessbase.com/post/schacholympiade-keymer-und-paehtz-beginnen-turnier-mit-sieg">Deutschland</a> gewann 4:0 gegen Irland. | Foto: Michal Walusza / FIDE
18.09.2026 – ChessBase ist mit einem Team nach Samarkand gereist. Bei der Anreise interviewte Arne Kähler bereits Mannschaften auf der Anreise. Nigel Short berichtete von großen Plänen, die nur durch ein vorheriges Interview mit Arne Kähler entstanden waren. Carissa Yip begegnete das ChessBase-Team in Istanbul. Yip kam gerade von der Global Chess League in Bengaluru, Indien. Im Vlog zur Anreise teilt das Team auch Eindrücke von Samarkand als Stadt und Ausschnitte der Eröffnungszeremonie. | Foto: Emine Yanik
Wie baut man ein systematisches Schachtraining auf, so dass die SchülerInnen die daraus erworbenen Erkenntnisse in ihren eigenen Partien anwenden können? Der Autor Stefan Becker ist dabei auf eine erschreckend einfache Antwort gekommen. Bei jeglicher schachlicher Frage befindet sich die Lösung auf dem Brett. Insofern liegt es geradezu auf der Hand, dass die Figuren dazu befragt werden sollen, wie sie sich die weitere Entwicklung der Geschehnisse vorstellen. Doch wie führt man solche Gespräche, und was passiert, wenn sich die Interessen der Figuren einander widersprechen? Großmeister Dr. Karsten Müller verleiht den Figuren seine Stimme und versucht deren Gefühle, Pläne, Wünsche zu formulieren, während Stefan Becker demonstriert, wie aus diesem Dialog, konkreter Berechnung und neuen Fragen die richtige Entscheidung folgt. Diese DVD gibt die Antworten anhand ausgewählter Meisterpartien. Plötzlich wird verständlich, wie Weltklassespieler ihre auf den ersten Blick erstaunlichen Ideen entwickelt haben.
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Der Nimzo-Inder hat sich seit über einem Jahrhundert bewährt: Bis heute ist er eine erste Wahl der Weltelite, von Magnus Carlsen bis Praggnanandhaa, und er bleibt eine der zuverlässigsten Möglichkeiten für Schwarz, nach 1.d4 2.c4 3.Sc3 um echte Chancen zu
Italian Game Powerbase 2026 ist eine Datenbank und enthält 8571 hochklassige Partien aus der Mega 2027 bzw. der Correspondence Database 2026, davon sind 479 kommentiert.
Videos: Nico Zwirs zeigt Sizilianisch mit 2…e6 3.d4 cxd4 4.Dxd4 Sc6 5.De3 Sf6 6.Sc3, Mihail Marin prüft Sindarovs 6.Se5 im Damenbauernspiel. Dazu die „Wundertüte“ mit 41 Analysen von Berg, Ftacnik, Gupta u.v.a.
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