Norway Chess 2026 mit Keymer, Carlsen, Gukesh, Ju Wenjun ...

von Stefan Liebig
24.05.2026 – Anstrengende Wochen für das Aushängeschild des deutschen Spitzenschachs Vincent Keymer: Nur einen Tag Auszeit hat er zwischen seinem GCT-Auftritt in Bukarest und dem Turnierstart in Norwegen. Dort trifft er erneut auf eine Auswahl von Weltklassespielern – angeführt vom Ex-Weltmeister Magnus Carlsen und Weltmeister Gukesh Dommaraju. Im Frauenturnier geht die Weltmeisterin Ju Wenjun an den Start. Die jeweils sechs Teilnehmer spielen ein doppelrundiges Turnier im klassischen Schach. | Fotos: Norway Chess / Michal Walusza

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Turniergeschichte

Norway Chess wurde 2013 mit dem Ziel ins Leben gerufen, die weltbesten Schachspieler zusammenzubringen. Schon bei seiner ersten Auflage zeichnete sich Norway Chess durch seine Professionalität aus. Die Partien fanden an einzigartigen und faszinierenden Orten in der Region Stavanger statt, darunter die Gärten von Flor & Fjære, die Universität Stavanger, das Kloster Utstein und die Konzerthalle Stavanger. Dank Fernsehübertragung und starker Sponsorenunterstützung setzte Norway Chess schnell neue Maßstäbe für die Präsentation von Spitzenschach weltweit.

Der norwegische Schachverband führte 2019 eine neue Bedenkzeit von zwei Stunden pro Spieler ohne Zeitzugabe und zusätzlich zehn Sekunden pro Zug ab dem 40. Zug ein. Diese Anpassung brachte einen schnelleren und dynamischeren Rhythmus in die klassischen Partien und steigerte so Spannung und Zuschauerinteresse. Im selben Jahr wurde auch das Armageddon-Playoff eingeführt (Erklärung unter Regularien).

2024 führte Norway Chess das Norway Chess Women ein – das weltweit erste gleichberechtigte Superturnier für Frauen. Das Parallelturnier findet am selben Austragungsort statt und bietet identische Spielformate, die gleiche Teilnehmerzahl und das gleiche Preisgeld wie das Hauptturnier. Dies markiert einen wichtigen Schritt hin zu mehr Gleichberechtigung im Profischach und setzte ein klares Zeichen.

Teilnehmerfeld

Norway Chess 2026 bringt einen beeindruckenden Teil der stärksten Schachspieler der Welt zu einer weiteren spannenden Ausgabe zusammen. Erstmals in der Hauptstadt Oslo zu Gast, finden hier die beiden Turniere, Norway Chess und Norway Chess Women statt.

Im Norway Chess spielen Weltmeister Gukesh Dommaraju, Titelverteidiger, Ex-Weltmeister und Nummer 1 der Weltrangliste Magnus Carlsen, Deutschlands Nummer 1 und Norway-Chess-Debütant Vincent Keymer (Foto links bei der Bundesliga-Endrunde in Berlin/Carolin Köpp) sowie Alireza Firouzja, Wesley So und Praggnanandhaa Rameshbabu.

Im Norway Chess Women gehen die Weltmeisterin Ju Wenjun, Zhu Jiner, Humpy Koneru, Bibisara Assaubayeva, Titelverteidigerin Anna Muzychuk und Divya Deshmukh an den Start.

Die beiden Vorjahressieger Magnus Carlsen und Anna Muzychuk. | Foto: Norway Chess / Michal Walusza

Spielplan

Die Runden der beiden Turniere finden vom 25. Mai bis zum 5. Juni jeweils um 17 Uhr statt.

Freitag, der 29. Mai, und Mittwoch, der 3. Juni, sind Ruhetage.

Regularien

Beide Turnier werden im selben Modus mit demselben Preispool gespielt: Jedes Turnier wird im Doppelrundensystem mit sechs Spielern ausgetragen, sodass jeder Teilnehmer zweimal gegen jeden anderen antritt. Für Platz 1 gibt es 700.000 Norwegische Kronen (rund 65.000 Euro), Platz 2 350.000 Nkr, Platz 3 200.000 Nkr, Platz 4 170.000 Nkr, Platz 5 150.000 Nkr und Platz 6 120.000 Nkr.

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Zeitmodus:

Klassische Partie: Jeder Spieler hat 120 Minuten Bedenkzeit, wobei ab dem 41. Zug ein Inkrement von 10 Sekunden addiert wird.

Armageddon: Die Partie beginnt innerhalb von 20 Minuten nach dem Ende der klassischen Partie. Der Spieler mit den weißen Steinen spielt auch in der Armageddon-Partie mit Weiß weiter. Weiß hat 10 Minuten und Schwarz 7 Minuten, wobei für beide Spieler ab dem 41. Zug eine Sekunde pro Zug hinzukommt. Endet auch die Armageddon-Partie remis, gewinnt Schwarz.

Punktevergabe:

Sieg Hauptpartie: 3 Punkte – Niederlage Hauptpartie: 0 Punkte – Remis Hauptpartie & Sieg Armageddon: 1,5 Punkte – Remis Hauptpartie & Niederlage Armageddon: 1 Punkt.

Bei Punktgleichheit zweier Spieler zum Turnierende wird ein Match über zwei Partien mit 3 Minuten + 2 Sekunden pro Zug gespielt. Endet diese Partie unentschieden, wird eine Armageddon-Partie gespielt. Weiß hat 5 Minuten, Schwarz 4 Minuten Bedenkzeit, mit einer Zeitzugabe von 3 Sekunden pro Zug.

Bei mehr als zwei Spielern auf dem ersten Platz findet ein Doppelrundenturnier mit folgenden Tiebreak-Regeln statt: A: Sonneborn-Berger-Punkte. B: Die meisten Siege. C: Die meisten Siege mit Schwarz. D: Losentscheid. Tiebreak für das Hauptturnier: A: Sonneborn-Berger-Punkte. B: Die meisten Siege. C: Die meisten Siege mit Schwarz.

Mittlerweile ist 1.b3 auch in der Weltelite unserer Tage angekommen, und nun hat sich für ChessBase ein moderner Spitzenspieler des Themas angenommen: kein Geringerer als Top-Ten-Großmeister Wesley So!

Spielplan

Die Runden der beiden Turniere finden vom 25. Mai bis zum 5. Juni jeweils um 17 Uhr statt.
Freitag, der 29. Mai, und Mittwoch, der 3. Juni, sind Ruhetage.

Link

Veranstalterhomepage

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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