15.07.2026 – Die erste Runde im klassischen Schach des Masters und der Generations Challenge beim Internationalen Schachfestivals Biel ist gespielt. Es gab jeweils zwei Remis und einen Sieger. Matthias Blübaum (Titelbild) spielte Remis, Le Quang Liem gewann gegen Jose Martínez Alcantara. In der Generations Challenge gewann Alexandra Kosteniuk gegen Carissa Yip. Im Masters Open gab Christian Glöckler überraschend bereits in Runde 2 einen halben Punkt ab. | Foto: Biel Chess Festival | Video: Daniel King / ChessBase, Arne Kähler
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Le und Kosteniuk sind die Sieger des Tages
Beim Auftakt in die klassische Phase waren nicht nur die Gewinnpartien im Masters und in der Generations Challenge spannend: Sowohl Yagiz Kaan Erdogmus in seiner Partie gegen Matthias Blübaum, als auch Vaishali Rameshbabu im Duell gegen Xiao Tong gerieten in Zeitnot und mussten unter Druck sechs präzise Züge ziehen. Beide fanden gute Züge und remisierten – Vaishali sogar innerhalb weniger Sekunden, die ihr für den entscheidenden Zug verblieben. Mit weniger Drama fuhren Le Quang Liem im Masters und Alexandra Kosteniuk in der Generations Challenge ganze Punkte ein und machten in den Tabellen große Sprünge nach vorne – nicht zuletzt, weil es vier Punkte für einen Sieg und nur 1,5 Punkte für ein Remis gibt.
Der Blick in den gut gefüllten Spielsaal von Biel. | Foto: Biel Chess Festival
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ls einziger Sieger des Tages macht der Vietnamese in der Masters-Tabelle natürlich einen ordentlichen Sprung nach vorne vom vorletzten Platz auf Platz zwei. Gegen José Martínez Alcántara zeigte sich Le, mit Schwarz spielend, hervorragend vorbereitet und spielte seine ersten 22 Züge in unter einer Viertelstunde, während sein Gegner bereits 80 seiner 120 Minuten aufbrauchte. Den nicht nur auf der Uhr, sondern auch in der Position erarbeiteten Vorteil konnte Le dann nach 36 Zügen durch Aufgabe seines Gegner in einen Sieg verwandeln.
Vorne im Klassement steht weiterhin Levon Aronian, der sich im Duell der beiden Führenden nach dem Rapid mit Ayidin Süleymanli auf ein schnelles Remis per Zugwiederholung einigte. Aronian behauptet sich damit mit 10,5 Punkten an der Spitze, Süleymanli rutscht mit 7,5 Punkten auf den dritten Rang ab. Le schob sich an ihm vorbei auf Rang 2, da er einen halben Punkt mehr als der Aserbaidschaner hat.
Die dritte Partie des Tages zwischen Matthias Blübaum und Yagiz Kaan Erdogmus endete ebenfalls Remis, was für beide nicht so zufriedenstellend sein dürfte. Erdogmus geriet in einer Stellung, welche sowieso schon schon nicht so sehr zu seinen Gunsten stand, in arge Zeitnot und musste 17 Züge in sieben Minuten spielen, die letzten sechs davon gar in unter einer Minute. Allerdings gelang es ihm dennoch, in eine Gewinnstellung zu kommen, die Blübaum aber zu einer dreifachen Zugwiederholung und somit einem Unentschieden abwickeln konnte:
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Nachtrag zum Rapidturnier: Analyse Aronian gegen Blübaum von Daniel King.
Generations Challenge: Remis an der Spitze, Kosteniuk holt auf
Noch mehr Drama boten die heutigen Partien in der Generations Challenge: Die beiden jüngsten Spieler in der Challenge, Marco Materia und Vaclav Finek, einigten sich nach dem Abtausch diverser Figuren auf ein Remis – dies nach 27 Zügen. Für beide ein zufriedenstellendes Resultat, sicherten sie sich damit doch ihre Top-Plätze in der Tabelle. Doch offensichtlich hatten die beiden Youngsters das Reglement des Turniers nicht mehr präsent: Dies besagt, dass sie sich frühstens nach 40 Zügen auf ein Remis einigen dürfen. So mussten die beiden die bereits zurückgestellten Figuren wieder aufstellen und weiterspielen – um sich dann nach 40 Zügen erneut auf ein Remis zu einigen.
Hektischer ging es im Spiel zwischen Xiao Tong und Vaishali Rameshbabu zu: Mit Zug 29 gewann Vaishali einen gegnerischen Läufer – allerdings mit nur noch sechs Minuten auf der Uhr. Es gelang der Inderin, sich zum 40. Zug zu retten, es gelang ihr aber nicht die Position mit mehr Zeit in einen Sieg zu verwandeln, so dass auch diese Partie Remis endete.
Erzielte einen wichtigen Schwarzsieg gegen Carissa Yip: Alexandra Kosteniuk. | Foto: Biel Chess Festival
Von den beiden Punkteteilungen profitieren konnte Alexandra Kosteniuk. Der Schweizerin gelang es gegen Carissa Yip im Mittelspiel die Partie zunehmend zu kontrollieren und sich einen kontinuierlich wachsenden Vorteil zu verschaffen. Nach 58 Zügen musste Yip schliesslich die Partie aufgeben. Dank diesem Sieg macht Kosteniuk in der Tabelle Boden gut und nährt sich dem Spitzentrio an.
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Bereits in der zweiten Runde das Masters Open von Biel sind einige der besten Spieler von nominell schwächeren Spielern stark gefordert worden: jeweils mit einem Remis begnügen mussten sich der indische GM Gopal G.N. gegen seine Landsfrau WIM Ivana Maria Furtado; oder das deutsche Supertalent IM Christian Glöckler gegen CM Ling Chenxuan aus den USA, mit Jahrgang 2014 ebenfalls ein grosses Versprechen für die Zukunft. Besser lief es für Glöckler in seiner Erstrundenpartie, die er hier für ChessBase analysiert:
Für die ganz große Überraschung sorgte eine Einheimische: WGM Lena Georgescu aus Bern besiegte Großmeister Sasikiran Krishnan in 38 Zügen, ein Spieler mit fast 300 Elo mehr. | Foto: Biel Chess Festival
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Programm Einladungsturniere (Masters & Generations Challenge)
Am Montag ist Ruhetag für die Spieler des Masters und der Generations Challenge. Es gibt einen Ausflug im Programm, spielerisch geht es am Dienstag ab 14 Uhr mit den ersten klassischen Partien weiter.
Sa
11. Juli
14:00 Uhr
Rapid-Turnier Fischer Random ACCENTUS
So
12. Juli
14:00 Uhr
Rapid-Partien der Masters & Generations Challenge
Mo
13. Juli
Spielfrei
Di-Sa
14.-18. Juli
14:00 Uhr
Klassische Partien der Masters & Generations Challenge
So
19. Juli
14:00 Uhr
Blitz-Partien der Masters & Generations Challenge
Mo
20. Juli
Spielfrei
Di-Do
21.-23. Juli
14:00 Uhr
Schlussrunden der Masters & Generations Challenge (Klassische Partien)
Fr
24. Juli
10:30 Uhr
Schlusszeremonie mit Preisverleihung und Apéro im Kongresshaus
Zeitplan Master Open Tournament (MTO)
Das Turnier läuft vom 13. bis 23. Juli täglich, außer am Ruhetag dem 19. Juli. Spielbeginn ist jeweils um 14 Uhr
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Stefan LiebigStefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
12.07.2026 – Am zweiten Tag des Internationalen Schachfestivals Biel ließ Levon Aronian die Konkurrenz im Schnellschach hinter sich. Mit 4,5 Punkten aus 5 Runden im Masters dominierte er die Gruppe. Matthias Blübaum wurde geteilter Dritter zusammen mit Jose Eduardo Martinez Alcantara und Liem Le Quang (je 2/5). Der zweite Platz ging an Aydin Suleymanli (3 Punkte) und der sechste Platz ging an Yagiz Kaan Erdogmus (1,5 Punkte). Für die Gesamtwertung im Triathlon zählen Siege im Rapid 2 Punkte und ein Remis einen Punkt. | Foto: Biel Chess Festival
11.07.2026 – Fünf Runden untereinander gegen die anderen Spieler des Masters, danach zwei Runden gegen Spieler der Generations Challenge, so lief das ACCENTUS Chess960-Turnier (Masters) ab. Nach sieben Runden führten Matthias Blübaum und Aydin Suleymanli die Tabelle mit je 4,5 Punkten an. Aufgrund der besseren Feinwertung hatte Blübaum jedoch die Nase vorn. Platz 3 ging an Jose Eduardo Martinez Alcantara. Das Feld war eng, zwischen Erdogmus auf Platz 5 und Blübaum auf Platz 1 gab es nur einen halben Punkt Abstand. Die Resultate dieses Turniers gelten als Tiebreak für den Triathlon im Masters. | Foto: Biel Chess Festival
Die Vorstoßvariante 3.e5 gegen die Französische Verteidigung ist ein gern gesehener Gast in der heutigen Turnierpraxis. Weiß nimmt sofort Raum ein und versucht die Aktivität des Gegners einzuschränken und dem Spiel mit energischen Zügen seinen Stempel aufzudrücken. Die vorgestellte Spielweise sichert Schwarz ausreichendes Gegenspiel, um dem Anliegen des Gegners entgegenzuwirken. Der Damenflügel wird zumeist mit dem Bauernzug c5-c4 abgeriegelt und diese Struktur bietet dem Nachziehenden zuverlässiges und solides Spiel. Welche Strategien und Möglichkeiten ihm hierbei zur Verfügung stehen, erklärt Ihnen das Duo Luther/Jordan in unterhaltsamer Weise.
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Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und kann oftmals d5 in einem Zug spielen und ein Tempo sparen.
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