Spannendes Rennen um die Österreichische Staatsmeisterschaft

von Stefan Liebig
20.08.2026 – Auf drei Spieler mit 3,5 Punkten folgen drei Spieler mit einem Zähler Abstand bei den in Linz am vergangenen Wochenende gestarteten österreichischen Staatsmeisterschaften im klassischen Schach. Zum an Nummer 1 gesetzten Dominik Horvath gesellen sich die IM Valentin Baidetskyi und Laurenz Borrmann (Titelfoto) an die Spitze des Zehnerfeldes. Zu den Verfolgern gehört der gemeinsam mit Horvath topgesetzte Felix Blohberger. Beim parallel ausgetragenen Oberbank-Challenger-Open führen ebenfalls drei Spieler: Der junge deutsche IM Ruben Gideon Köllner sowie die beiden Österreicher IM Jakob Postlmayer und FM David Schernthaner haben 4,5 aus 5 auf dem Konto. | Fotos: Peter Kranzl, Nils Rohde

GM Blohberger präsentiert in dieser zweiteiligen Reihe ein vollständiges Repertoire für Schwarz: praxisnah, verständlich, flexibel – statt seitenlanger Theoriewüsten gibt es klare Konzepte und leicht erlernbare Strategien.
Die Königsindische Verteidigung ist seit Jahrzehnten eine der dynamischsten und beliebtesten Antworten auf 1.d4. Spieler wie Garri Kasparow, Bobby Fischer oder Hikaru Nakamura haben sie auf höchstem Niveau eingesetzt – und sie begeistert bis heute, weil sie Schwarz nicht nur solides Spiel, sondern auch reiche Angriffs- und Gegenspielmöglichkeiten bietet. Der besondere Vorteil: Königsindisch ist ein universelles System, das sich gegen 1.d4, 1.c4 und 1.Sf3 gleichermaßen anwenden lässt. Großmeister Felix Blohberger, mehrfacher österreichischer Meister und erfahrener Sekundant, präsentiert in dieser zweiteiligen Reihe ein vollständiges Repertoire für Schwarz. Sein Ansatz: praxisnah, verständlich, flexibel – statt seitenlanger Theoriewüsten gibt es klare Konzepte und leicht erlernbare Strategien.
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Kostenloses Videobeispiel: London System

Staatsmeisterschaft: Drei Spieler in Front

Das zehnköpfige Turnier um die Österreichische Staatsmeisterschaft wird als Rundenturnier ausgetragen. Die Topgesetzten sind Großmeister Felix Blohberger und Dominik Horvath. Während Blohberger in den bisherigen fünf Partien fünfmal den Punkt teilte, konnte Horvath zu seinen drei Remis bereits zwei Siege einfahren. Einer davon gelang ihm in Runde 3 gegen Robert Ernst, der etwas überraschend zu Beginn mit 2 aus 2 die alleinige Tabellenführung erobert hatte. Auch die beiden IM Valentin Baidetskyi und Laurenz Borrmann haben sich bereits 3,5 Punkte erspielt. Auf den Rängen 4 bis 6 folgen mit je 2,5 Punkten Felix Blohberger, Lukas Dotzer und Lukas Leisch.


IM Valentin Baidetskyi (oben) und Dominik Horvath (unten) gehören wie Laurenz Borrmann (Titelbild) zum Führungstrio. | Fotos: Peter Kranzl

Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und kann oftmals d5 in einem Zug spielen und ein Tempo sparen.
Dieser zweibändige Kurs präsentiert ein komplettes Repertoire für Schwarz nach 1.e4 c5 2.Sf3 g6 – dem Hyperbeschleunigten Drachen. In den letzten Jahren hat diese dynamische Variante deutlich an Popularität gewonnen, und mehrere der weltbesten Spieler haben sie in ihr Repertoire aufgenommen. Diese Variante bietet Schwarz zwei wesentliche Vorteile: Er muss sich weder mit der Rossolimo- noch mit der Moskauer Variante nach 3.Lb5 auseinandersetzen, und in vielen Abspielen kann er d5 in einem Zug spielen und so ein Tempo sparen. Im ersten Band geht es um die scharfen Varianten im Offenen Sizilianer, die exzellente Angriffschancen auf die lange Rochade bieten und der positionelle Maroczy Aufbau.
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kostenloses Beispielvideo: Maroczy Aufbau 6...Qb6

Hier die Analyse von Felix Blohberger zu seinem Remis gegen Lukas Dotzer:

Die Abtauschvariante im Damengambit (5.Lf4) bietet eine hervorragende Balance zwischen positionellem Spiel und scharfen Bauernvorstößen. Sie ist für Ihre Gegner eine echte Überraschung & für Sie leicht zu erlernen, da die wichtigsten Muster vertraut sind.
Fast alle Partien in der Abtauschvariante des Damengambits beginnen mit 5.Lg5, doch das moderne 5.Lf4 ist ebenso stark – und deutlich weniger bekannt. Die Strukturen und Muster sind sehr ähnlich, enthalten jedoch einige feine Details, die Schwarz vor zahlreiche schwierige Entscheidungen stellen. Dieser 60-Minutes-Kurs ist eine ideale Ergänzung für 1.d4-Spieler. Typische Themen wie das Spiel gegen den isolierten Damenbauern oder der klassische Minderheitsangriff sorgen für aktives und spannendes Spiel. Häufig bleibt Schwarz zudem mit seinem schlechten weißfeldrigen Läufer zurück. Die Abtauschvariante mit 5.Lf4 bietet die perfekte Balance zwischen positionellem Spiel und scharfen Bauernvorstößen – eine überraschende Waffe für Ihre Gegner, die sich dank vertrauter Muster gleichzeitig leicht erlernen lässt.
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Tabelle nach 5 Runden:

Mit den Zügen d4–Sf3–e3–Ld3 strebt Weiß eine einfache Figurenentwicklung an – um dann Schritt für Schritt einen verheerenden Angriff am Königsflügel aufzubauen!
Eine der einfachsten Eröffnungen für Weiß und zugleich eine der frustrierendsten für Schwarz! Mit den Zügen d4–Sf3–e3–Ld3 setzt Weiß auf eine klare Figurenentwicklung und baut Schritt für Schritt einen verheerenden Angriff am Königsflügel auf.
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Kostenloses Beispielvideo: e4-e5 attacking ideas

Partien:

Challenger-Open: Trio vorne nach fünf Runden

Gerald Hertneck (r.) führte nach vier Runden, unterlag dann aber Ruben Gideon Köllner. Foto: Peter Kranzl

117 Spieler spielen im Oberbank-Challenger-Open. Das Turnier wird mit neun Runden im Schweizer System ausgetragen. In Runde 5 kam es zum deutsch-deutschen Duell des topgesetzten Ruben Gideon Koellner (r., Foto: Nils Rohde), der mit Schwarz gegen Gerald Hertneck antrat und diese Partie gewann.

Hertneck fiel damit nach der alleinigen Führung dank seines 4-aus-4-Starts auf die Ränge 4 bis 12 zurück. Koellner teilt sich die Führung mit den beiden Österreichern Jakob Postlmayer und David Schernthaner. In Runde 6 spielt Köllner gegen Postlmayer und Schernthaner gegen Hertneck.

Trompowsky ist besonders gut für schnellere Zeitkontrollen geeignet, weil Sie sich nicht endlos viele theoretische Varianten merken müssen und Ihren Gegner schon nach dem zweiten Zug aus seiner Komfortzone holen.
Heutzutage gibt's eine ganze Menge Anforderungen an ein Eröffnungsrepertoire: Es soll solide und nachhaltig sein, nicht zu viel auswendig gelernt werden müssen, gute Angriffsmöglichkeiten bieten, den Gegner früh zum Nachdenken bringen usw. Die Zeiten, in denen man mit der Eröffnung einen minimalen Vorteil erzielen konnte, sind vorbei, und wir sind besser dran mit einem praktischeren Ansatz – einfach die Stellung besser verstehen als der Gegner. Das Repertoire für Weiß 1.d4 ... 2.Bg5! von IM Robert Ris erfüllt all diese Anforderungen!
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Kostenloses Videobeispiel: 1.d4 Sf6 2.Lg5 e6 3.e4 Le7/d5/c5

Tabelle nach 5 Runden:

Rg. Name Pkt.  Wtg1 
1 Koellner, Ruben Gideon 4,5 15
2 Postlmayer, Jakob 4,5 14
3 Schernthaner, David 4,5 13,5
4 Stickler, Florentin 4 14,5
5 Leitgeb, Julian 4 14
6 Hertneck, Gerald 4 14
7 Badelka, Olga 4 13,5
8 Grötz, Harald Mag. 4 13,5
9 Prober, Raphael 4 13
10 Wunder, Niklas 4 13
11 Aumüller, Naum 4 11,5
12 Zaiarski, Stepan 4 11
13 Wendl, Philipp 3,5 14
14 Pleimer, Noah 3,5 14
15 Exler, Veronika 3,5 14
16 Obermayr, Hermann 3,5 14
17 Kölber, Daniel 3,5 13,5
18 Wu, Chenshan 3,5 13,5
19 Hoffmann, Kay 3,5 13,5
20 Soumya, Swaminathan 3,5 13

Gespielt wird wie im Staatsmeisterschaftsturnier mit klassischer Bedenkzeit von 90 Minuten für die ersten 40 Züge, anschließend 30 Minuten plus 30 Sekunden pro Zug. Im Challenger-Open wird außerdem die österreichische Frauen-Staatsmeisterschaft 2026 ausgespielt. Die drei bestplatzierten Spieler mit österreichischer FIDE-ID erhalten zudem Startplätze in der österreichischen Staatsmeisterschaft des kommenden Jahres. Ausländische Teilnehmer können zwar den Turniersieg und die Open-Preisgelder gewinnen, sind für diese spezielle Qualifikation jedoch nicht zugelassen.

Links:

In diesem Kurs vermittelt Großmeister Felix Blohberger ein komplettes Eröffnungsrepertoire für Weiß, das sich um den flexiblen Zug 1.Sf3 dreht.
Suchen Sie nach einem vielseitigen und strategischen Eröffnungsrepertoire, das nicht auf dem Auswendiglernen endloser Varianten beruht? In diesem Kurs vermittelt Großmeister Felix Blohberger ein komplettes Eröffnungsrepertoire für Weiß, das sich um den flexiblen Zug 1.Sf3 dreht. Egal, ob Sie ein Vereinsspieler oder ein erfahrener Wettkämpfer sind, dieser Kurs bietet einen soliden und dennoch dynamischen Ansatz, der sich an verschiedene Spielstile und Gegner anpasst. 
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Videobeispiel: Grünfeld - Nebenvarianten
 


Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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