Eröffnungstraining 2: Ideen aus dem ChessBase Magazin in die Repertoire-Datenbank importieren

von Martin Fischer
12.04.2019 – Neue spannende und hochklassige Vorschläge für Ihr Eröffnungsrepertoire finden Sie zuverlässig im ChessBase Magazin. Aber wie kann man diese Eröffnungsbeiträge schnell und effizient in die Datenbank mit unserem Eröffnungsrepertoire übertragen? Natürlich wollen wir die Varianten nicht manuell in unsere Repertoire-Datenbank eintippen, denn wir brauchen die Zeit zum Trainieren und Lernen. Also jetzt lesen, wie’s geht, und dann Zeit sparen bei der Repertoirepflege! Viel Erfolg!| Grafik: ChessBase

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Das ChessBase Magazin ist das moderne Trainings-Magazin für den ambitionierten Klub- und Turnierspieler. Mit Rubriken für alle Themen, die im Schach wichtig sind.

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Eröffnungstraining mit dem ChessBase-Magazin, Teil 2

Export in das eigene Eröffungsrepertoire

1) Vorbereitung – Erstellen einer Repertoiredatenbank

Damit die technischen Erleichterungen, die ChessBase für den Aufbau und die Pflege eines Eröffnungsrepertoires bietet möglichst effizient genutzt werden können, muss dieses zunächst technisch definiert werden. Als erstes müssen wir der Datenbank, die für uns das Eröffnungsrepertoire darstellt, die entsprechende Eigenschaft zuweisen.

Im vorstehenden Beispiel enthält die Datei mit dem Namen „Aufschlag Schwarz“ das Eröffnungsrepertoire für Schwarz. Diese noch im Werden begriffene Datei, enthält dann die Eröffnungsanalysen. Ein erster wichtiger Schritt ist es, dieser Datei die Eigenschaft einer "Repertoiredatei" zuzuweisen.

Wenn die Datei (durch einfaches Anklicken) markiert ist, rufen wir mit der rechten Maustaste das oben stehende Menü auf. Hier klicken wir auf "Eigenschaften" klicken. Das gleiche Ergebnis erreicht man mit Hilfe der Tastenkombination Alt+Eingabe.

Nach einem weiteren Klick auf "Eigenschaften" (oder entsprechend über die Tastenkombination Alt+Eingabe) erscheint das folgende Menü auf dem Bildschirm:

Durch einen Haken – hier bei "Repertoiredatenbank Schwarz" - wird die Datenbank zu einer Repertoiredatenbank. Diese bietet uns einige wichtige, technische Vorteile, die sogleich ausführlich erläutert werden sollen. Wichtig ist zunächst, dass Sie sich die folgenden drei Dinge über Repertoiredatenbanken merken:

  1. Jede Datenbank kann als Repertoiredatenbank markiert werden.
  2. Zum gleichen Zeitpunkt kann immer nur eine Datenbank Repertoiredatenbank sein.
  3. Sie als Anwender, können die Eigenschaft Repertoiredatenbank jederzeit entziehen oder wechseln.

2) Anpassen der Repertoiredatenbank

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Partienliste der Repertoiredatenbank:

Bei näherem Hinsehen wird deutlich, dass die Repertoiredatenbank nur über wenige Spalten (wie z. B., "Nummer", "Weiß", "Schwarz" usw.) verfügt. Dies erreicht man dadurch, dass man einzelne Spalten verbirgt. Diese Änderung wirkt sich nur auf diese eine Datenbank aus. Im konkreten Fall hat man dadurch mehr Platz, um unter "Weiß" und "Schwarz" Eintragungen vorzunehmen. Diese Anpassung muss jeder Benutzer jeweils individuell vornehmen.

Wählen Sie bitte hierzu mit der Maus den gewünschten Spaltennamen (im Beispiel: "Weiß", "Schwarz", usw.) und klicken dann mit der rechten Maustaste darauf. Es erscheint nun ein Menü, mit dem man einzelne Spalten verschwinden lassen kann. („Verberge Schwarz“, z.B. lässt Schwarz verschwinden). Oder durch einen Klick auf „Zeige...", wird die entsprechende Spalte angezeigt. Diese Funktion hilft uns dabei, für mehr Übersichtlichkeit zu sorgen, denn manche Informationen sind in diesem Falle entbehrlich,  z.B. die Elozahlen.  

3) Export des CBM-Artikels

Aus der Partienliste wird weiter deutlich, dass die eigene Repertoiredatenbank noch im „Werden“ begriffen ist. Insbesondere nach den 1. e4 – Eröffnungen ist das Repertoire noch lückenhaft. Da kommt der Artikel im ChessBase-Magazin passend, denn er schließt eine Lücke – "Was tun gegen Ponziani?"

3.1. Ist-Zustand der Repertoiredatenbank

Auch ein Blick auf die Notation des Schwarz/Ponziani-Repertoires offenbart, dass an dieser Stelle noch Handlungsbedarf besteht

3.2. Der CBM-Artikel

Wechseln wir also zum Ponziani-Artikel im ChessBase Magazine und lassen uns dort die  Partien anzeigen.

Hauptfenster in ChessBase 15 unter Gekaufte Datenbanken -> CBM -> 188. Und dann öffnen wir die Ponziani Datenbank per Doppelklick:

CBM 188 Artikel Ponziani

Hier öffnen wir die erste Partie (nicht den Text), Broekmeulen vs. Nieto:

Im nächsten Schritt ist es notwendig, in der Menüleiste auf den Auswahlpunkt "Report" auszuwählen und dort den Menüpunkt „Ins Schwarz-Repertoire“ anzuklicken.

Das gleiche Ergebnis wird mit der Tastenkombination Umschalt+Strg+All+D erzielt. Das Programm bietet Ihnen eine Auswahl an, in welcher Form Sie die geöffnete Partie, einschließlich aller Anmerkungen, in Ihre Repertoiredatenbank kopieren werden.

3.3 Der eigentliche Export der Partien in das Eröffnungsrepertoire

Sie haben nun die Wahl die Partie Broekmeulen vs. Nieto in Ihre Repertoiredatenbank als eigenständige Partie zu speichern oder in eine bereits vorhandene Variante einzubetten. Im letzteren Fall werden die vorhandene Variante und die Partie zu einer verschmolzen. Letztere Optionen wählen wir im vorliegenden Fall. Danach öffnen wir die nächste Partie und wiederholen das Vorgehen. Nachdem wir auf diese Weise alle fünf Partien in unser Eröffnungsrepertoire exportiert haben, können wir dort mit der schachlichen Arbeit beginnen bzw. fortfahren.

Nachdem wir alle Partien exportiert haben, sieht das schwarze Abspiel gegen Ponziani in unserem Eröffungsrepertoire wie folgt aus. Mit einem geringen Zeitaufwand ist der gesamte Artikel in unserem Eröffnungsrepertoire gelandet.

4) Zum Schluss

Zum Abschluss noch ein kleiner Tipp:

Die hier vorgestellte Funktion (Ins Eröffnungsrepertoire Weiß bzw. Schwarz übernehmen) können Sie natürlich auch nutzen, um Partien aus den Updates oder des ChessBase-Magazins in Ihr Eröffnunsgrepertoire zu exportieren. Oder aber sie importieren Ihre eigenen (Blitz-)Partien, damit diese Erfahrungen nicht verloren gehen.

Sollten Sie zum Thema Nachfragen haben oder Anregungen für weitere Tutorials, dann schreiben Sie mich unter Martin.Fischer@chessbase.com an.

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Martin Fischer, Jahrgang 1962, ist ChessBase-Mitarbeiter. Unter anderem organisiert er und hält Seminare über ChessBase und ist Turnierleiter auf playchess.com. Für ChessBase stellt er das vierteljährliche Taktik-Heft „Schach-Problem – Die rätselhaften Seiten von Fritz” zusammen. Er lebt in Hamburg und spielt Schach beim Schachklub Johanneum Eppendorf.
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