Vom schweren Los der Großmeister bei Open

von Stefan Liebig
21.01.2026 – Im Schachtalk am Sonntag kündigte Niclas Huschenbeth kürzlich an, in Florianopolis an den Start zu gehen. Das hat er auch wahr gemacht. Nach fünf Runden muss er nun feststellen, wie schwierig es ist, der Favoritenrolle stets gerecht zu werden. Nach 3,5 Punkten aus den ersten 5 Runden rangiert der an Nummer 4 gesetzte deutsche Großmeister auf Rang 95. | Titelfoto: Lennart Ootes beim Freestyle Grand Slam

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Jedes Spiel gewinnen zu müssen, ist eine große Herausforderung. Das gilt auch, wenn Großmeister in Open Runde für Runde gegen titellose Spieler zum Punkten verdammt sind. Dies wissend, reiste Niclas Huschenbeth zum Turnier nach Florianopolis (mehr dazu im Schachtalk-Video am Ende des Beitrags). Bei 542 Teilnehmern stehen für die Turnierfavoriten naturgemäß in den ersten Runden einige deutlich schlechter geratete Spieler auf dem Spielplan. Nach zwei Auftaktsiegen musste der einzige deutsche Teilnehmer im großen Feld schon in Runde 3 eine erste Teilenttäuschung verarbeiten: Er spielte Remis gegen den Argentinier Franco Emanuel Acosta. Der Südamerikaner hat exakt 399 Punkte weniger als Huschenbeth und spielte wohl die Partie seines Lebens. 

In Runde 4 wurde Huschenbeth dann seiner Favoritenrolle wieder gerecht. Doch in der fünften Runde überraschte ihn Diogo Duarte Guimaraes mit erstaunlich fehlerfreiem Spiel. Bis zum 54. Zug verlief die Partie absolut ausgeglichen – die Engine vermeldete keinerlei bemerkenswerte Ausschläge. Dann kam der Fehler. Und zwar nicht vom FM, nein der GM griff daneben und die Partie endete bereits sechs Züge später:

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Tabelle nach Runde 5:

Rg. Name Pkt.
1 Supi, Luis Paulo 5
2 Elias Reyes, Jorge Roberto 5
3 Diamant, Andre 5
4 Jacobson, Brandon 5
5 Rodriguez Vila, Andres 5
6 Mekhitarian, Krikor Sevag 4,5
7 Cuenca Jimenez, Jose Fernando 4,5
8 Quintiliano, Renato R. 4,5
9 Delgado Ramirez, Neuris 4,5
10 Silva, Caio Henrique Angelico 4,5
11 Schnaider, Ilan 4,5
12 Flores Quillas, Diego Saul Rodri 4,5
13 Fier, Alexandr 4,5
14 Ticona Rocabado, Licael Roderick 4,5
15 Martinez Alcantara, Jose Eduardo 4,5
16 Tari, Aryan 4,5
17 Vivas Zamora, Fabian Ernesto 4,5
18 Gemy, Jose Daniel 4,5
19 Leitao, Rafael 4,5
20 Guimaraes, Diogo Duarte 4,5

... 542 Teilnehmer

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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