30.05.2026 – Am fünften Tag der Frauen-EM in Batumi blieben immerhin fünf der sieben deutschen Teilnehmerinnen ungeschlagen. Dinara Wagner teilte sich den Punkte mit Sofia Pogorelskikh. Jana Schneider konnte durch ihren Sieg gegen Yuliya Liavonava zu Wagner (je 3,5 Punkte) aufschließen. In den verbleibenden beiden Partien erwiesen sich die Kontrahentinnen als echter Deutschland-Schreck: Josefine Safarli und Fiona Sieber verloren gegen Sabrina Vega Gutierrez und Alina Bivol und verbleiben so weiterhin 3 Punkte. | Foto: Europäischer Schachverband
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Mit ihrer Auslosung zu Beginn des Turniers war Josefine Safarli zufrieden: Nach „quasi zweimal Freilos zum Auftakt“ folgten nun jedoch drei starke Gegnerinnen. Davon war IM Sabrina Vega Gutierrez (2375) die Erste, der es gelang, die Deutsche ernsthaft in Bredouille zu bringen. Im Endspiel mit jeweils einer Dame und Leichtfigur auf beiden Seiten stand die Spanierin deutlich aktiver und nutzte ihren Positionsvorteil aus, um zwei Bauern einzusammeln. Nach 87 Zügen war auch der letzte Widerstand gebrochen, sodass die EM-Zweite von 2016 nach Charis Peglau nun bereits die zweite DSB-Spielerin besiegen konnte.
Dieses Kunststück gelang in der fünften Runde ebenfalls Alina Bivol (2361), die für Serbien startet. Die Internationale Meisterin hatte zwei Tage zuvor Luisa Bashylina geschlagen, nun musste Fiona Sieber dran glauben. Im Sizilianer wollte die Deutsche zu lange an einem Mehrbauern festhalten und geriet dadurch in eine überaus passive Stellung. Die Lähmung am Damenflügel nutzte der neuerliche DSB-Schreck zum Gewinn entscheidenden Materials aus.
Luisa Bashylina gab sich vor der Runde selbstkritisch, denn in der vierten Partie hatte sie „einfach den Faden verloren und zudem noch Df6 übersehen.“ In der fünften Runde musste auch sie ihrer Gegnerin WFM Maritsa Tsirulnik (2028) aus der Ukraine die Initiative überlassen. Lange sah es so aus, als würde dieser Angriff durchschlagen, allerdings konnte die Spielerin aus Solingen die Stellung kompliziert halten. Nachdem auf beiden Seiten mehrere Figuren gleichzeitig hingen, endete die verrückte Partie in einer Zugwiederholung.
Jana Schneiders junge Gegnerin WFM Yuliya Liavonava (2118) spielt als Belarussin unter FIDE-Flagge. Sie ließ mit den schwarzen Figuren gegen die Deutsche in einer Maroczy-Struktur trotz bereits erfolgter kurzer Rochade ihren h-Bauern marschieren. Dies führte zu einem offenen Schlagabtausch, bei welchem die DSB-Spielerin letztlich die Widerlegung eines gegnerischen Turmopfers fand und damit die Partie gewann.
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Ebenso traf Charis Peglau auf eine belarussische Gegnerin. WFM Lizaveta Liashkevich (2079) konnte im U18-Duell zwar die Kontrolle über die offene c-Linie gewinnen, sah sich jedoch Gegendrohungen der DSB-Spielerin ausgesetzt. Folgerichtig endete die Partie durch Zugwiederholung remis.
Hanna Marie Klek wählte gegen WFM Lala Huseynova (2149) aus Aserbaidschan ein seltenes Abspiel im doch so populären Najdorf-Sizilianer und lag damit goldrichtig. Mit der Stellung kam sie deutlich besser als ihre Kontrahentin zurecht und gewann erst innerhalb kürzester Zeit zwei Bauern und danach auch mühelos die Partie.
Partie Hanna Marie Klek vs. Lala Huseynova
Hanna Marie Klek | Foto: Matthias Muth
Dinara Wagner hatte gegen WGM Sofia Pogorelskikh (2284) nicht ganz korrekt einen Läufer auf h6 geopfert. Deutschlands Top-Spielerin musste gegen Serbiens Nummer vier danach aktiv bleiben, um den halben Punkt zu sichern. Dies schaffte sie, indem sie in komplizierter Stellung ein Dauerschach fand.
Dinara Wagner bildet Teil der deutschen Spitze nach Runde 5 | Foto: Matthias Muth
Zu Dinara Wagner hat damit Jana Schneider aufgeschlossen. Die beiden sind mit jeweils 3,5/5 nun gemeinsam Deutschlands bestplatzierte Spielerinnen und befinden sich auf Platz 23 und Platz 25 nach Feinwertung.
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Dieser 60-minütige Kurs bietet eine Auswahl spannender und praktischer Eröffnungen, die sowohl leicht zu erlernen als auch angenehm zu spielen sind.
Dieser 60-Minutes Videokurs bietet eine Auswahl spannender und praktischer Eröffnungen, die sowohl leicht zu erlernen als auch angenehm zu spielen sind. Die derzeitige Eröffnungstheorie kann langwierig und komplex sein, daher kann die Erkundung weniger konventioneller Optionen eine neue Vielfalt in Ihre Partien bringen. Obwohl es sich nicht um ein vollständiges Repertoire handelt, decken die enthaltenen Eröffnungen mehrere Grundlagen ab. Als Schwarzer werden Sie mit der dynamischen Portugiesischen Variante der Skandinavischen Verteidigung gegen 1.e4 und einer kreativen 3...h6 Variante gegen 1.d4 ausgestattet. Als Weißer erforschen wir das aggressive Schottische Gambit und den vielseitigen Königsindischen-Angriff, die Sie schnell und effektiv in Ihr Repertoire aufnehmen können. Der Videoteil hebt die wichtigsten Ideen hinter diesen Eröffnungen hervor, während detailliertere Eröffnungsdateien zur näheren Betrachtung verfügbar sind.
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Matthias MuthMatthias Muth, Jahrgang 1996, arbeitet als Jurist in München und gibt zudem Schachkurse für die Münchener Schachakademie GmbH. Er hat zuvor die laotische Nationalmannschaft trainiert und zur Schacholympiade 2022 in Chennai begleitet. Für seinen Verein SC 1934 Gelnhausen spielte er einst in der Hessenliga. Darüber hinaus konnte er sich als Hessischer Jugendeinzelmeister für eine Deutsche Jugendmeisterschaft qualifizieren.
29.05.2026 – Der vierte Tag der Frauen-EM in Batumi verlief für die deutschen Damen remislastig. Dabei hatte der belgische Hauptschiedsrichter Geert Bailleul unmittelbar vor Rundenbeginn noch extra auf die Sofia-Regel hingewiesen, welche entsprechende Gebote vor dem 30. Zug untersagt. Gleich vier verflachte Stellungen sorgten dann aber für einen Friedensschluss zwischen Zug 31 und 33 bei den deutschen Top-Spielerinnen. | Fotos: Matthias Muth
28.05.2026 – Als Josefine Safarli, Charis Peglau und Jana Schneider zur dritten Runde der Frauen-EM in Batumi an den Brettern mit den Nummern 1, 2 und 7 Platz nahmen, herrschte Einigkeit unter den deutschen Damen: „Hieran kann man sich gewöhnen.“ Erstgenannte fügte noch an, dass sie „nicht erwartet hatte, dass so viele Favoritinnen in der zweiten Runde einen halben Punkt abgeben würden.“ Unter den besagten Spielerinnen befand sich unter anderem die Setzlistenerste Stavroula Tsolakidou aus Griechenland. | Fotos: Matthias Muth
Wie baut man ein systematisches Schachtraining auf, so dass die SchülerInnen die daraus erworbenen Erkenntnisse in ihren eigenen Partien anwenden können? Der Autor Stefan Becker ist dabei auf eine erschreckend einfache Antwort gekommen. Bei jeglicher schachlicher Frage befindet sich die Lösung auf dem Brett. Insofern liegt es geradezu auf der Hand, dass die Figuren dazu befragt werden sollen, wie sie sich die weitere Entwicklung der Geschehnisse vorstellen. Doch wie führt man solche Gespräche, und was passiert, wenn sich die Interessen der Figuren einander widersprechen? Großmeister Dr. Karsten Müller verleiht den Figuren seine Stimme und versucht deren Gefühle, Pläne, Wünsche zu formulieren, während Stefan Becker demonstriert, wie aus diesem Dialog, konkreter Berechnung und neuen Fragen die richtige Entscheidung folgt. Diese DVD gibt die Antworten anhand ausgewählter Meisterpartien. Plötzlich wird verständlich, wie Weltklassespieler ihre auf den ersten Blick erstaunlichen Ideen entwickelt haben.
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Videos: Nico Zwirs untersucht Russisch-Experimente vom Kandidatenturnier. Robert Ris hat einen Tipp gegen die Caro-Kann-Vorstoßvariante mit 3…c5. Fiona Sieber zeigt eine Überraschungswaffe gegen Najdorf. „Wundertüte“ mit 40 Analysen von Berg, L'Ami u.a.
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In diesem neuen Kurs bündeln Karsten Müller und Leon Mendonca ihr Wissen, um das zu vermitteln, worauf es im Endspiel wirklich ankommt: 10 essenzielle Regeln, die jeder Schachspieler kennen muss.
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