Hohes Tempo im Challengers

von Johannes Fischer
26.01.2026 – Wer das Challengers in Wijk gewinnt, darf nächstes Jahr im Masters spielen, gegen die Besten der Welt. Entsprechend hoch ist das Tempo: In Runde 8 gab es 6 Siege und nur ein Remis. Marc'Andria Maurizzi (Bild, links) und Andy Woodward (Bild, rechts), die vor der Runde gemeinsam in Führung lagen, konnten beide gewinnen. Woodward mit Schwarz gegen Faustino Oro, Maurizzi mit Weiß gegen Lu Miaoyi. Vor dem Ruhetag am Montag liegen sie jetzt mit je 6,5 aus 8 an der Spitze, einen halben Punkt vor Aydin Suleymanli. | Fotos Nils Rohde

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Im Duell der Jungtalente – Andy Woodward ist 15 Jahre alt, Faustino Oro 12 – dominierte der Ältere souverän. In einem Spanier übernahm Woodward schon bald nach der Eröffnung die Initiative und gab sie bis zum Ende der Partie nicht mehr aus der Hand. Ein taktisches Versehen Oros brachte Woodward dann den verdienten Sieg in diesem Prestigeduell.height="1"

Mit diesem Sieg hat Woodward aus den letzten sechs Runden 5,5 Punkte geholt. In Runde 1 verlor er gegen Bibisara Assaubayeva, dann gewann er fünf Partien in Folge. In Runde 7 gönnte er sich dann mit einem Remis gegen Suleymanli eine kurze Pause, aber vielleicht setzt er seine Siegesserie nach dem Ruhetag fort.

Marc'Andria Maurizzi, 18 Jahre alt, Jugendweltmeister 2023 und Co-Tabellenführer von Woodward, gewann in Runde 8 mit Weiß gegen Lu Miaoyi. Nach ausgeglichener Eröffnung unterliefen Lu zwei Ungenauigkeiten, nach denen ihre Stellung schnell auseinanderbrach.

Einen halben Punkt hinter den beiden Spitzenreitern liegt Aydin Suleymanli aus Aserbaidschan in Lauerstellung. 2025 landete er im Challengers hinter Thai Dai Van Nguyen auf dem zweiten Platz und verpasste die Qualifikation für das Masters knapp. Dieses Jahr möchte er es besser machen.

In Runde 8 gewann er mit Schwarz gegen Carissa Yip, und mit 4 Siegen und 4 Remis läuft das Turnier bislang gut für ihn, aber wie er im Interview mit Fiona Steil-Antoni nach der Runde erklärte, reicht es im Challengers in Wijk nicht, gut zu spielen, man müsste „erstaunlich“ spielen, um zu gewinnen.

Für Aufregung sorgte einmal mehr Publikumsliebling Vasyl Ivanchuk. In einem Najdorf-Sizilianer überspielte er Max Warmerdam mit großer Leichtigkeit, hatte aber am Ende große Mühe, die Zeitkontrolle zu schaffen.

Die Kamera hat das Ende der Partie festgehalten.

Das einzige Remis der Runde spielten Daniil Yuffa und Vedant Panesar, aber auch diese Partie hätte leicht mit einer Entscheidung enden können. Yuffa stand in einem Läuferendspiel lange auf Gewinn, ließ seinen Gegner dann aber ins Remis entschlüpfen.

Ergebnisse

Tabelle

Partien

Spielplan

(Runde 1 bis 12 um 14 Uhr, Runde 13 um 12 Uhr) 

Datum Tag Runde
17. Januar Samstag 1
18. Januar Sonntag 2
19. Januar Montag 3
20. Januar Dienstag 4
21. Januar Mittwoch 5
22. Januar Donnerstag Ruhetag
23. Januar Freitag 6
24. Januar Samstag 7
25. Januar Sonntag 8
26. Januar Montag Ruhetag
27. Januar Dienstag 9
28. Januar Mittwoch 10
29. Januar Donnerstag Ruhetag
30. Januar Freitag 11
31. Januar Samstag 12
1. Februar Sonntag 13

Links


Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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