09.06.2026 – Beim Big Techday 26 von TNG Technology Consulting stand nicht nur Technologie im Fokus – sondern auch ihre Auswirkungen auf das königliche Spiel. Im Zentrum: ein Vortrag von Matthias Blübaum, der die Entwicklung von Schach-Engines von Deep Blue bis AlphaZero einordnet und die entscheidende Frage stellt: Hat künstliche Intelligenz das Schachspiel der Menschen bereits grundlegend verändert? | Fotos: Veranstalter
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Schachfestival Prag 2025 mit Analysen von Aravindh, Giri, Gürel u.a. „Special": 27 höchst unterhaltsamen Miniaturen. Eröffnungsvideos von Werle, King und Ris. 10 Eröffnungsartikel mit neuen Repertoireideen. u.v.m. Das ChessBase Magazin bietet erstklassiges Trainingsmaterial für Vereinsspieler und Profis! Weltklassespieler analysieren ihre Glanzpartien und erklären Ihnen die Ideen hinter den Zügen. Eröffnungsspezialisten präsentieren die neuesten Trends in der Eröffnungstheorie und spannende Ideen für Ihr Repertoire. Meistertrainer in Sachen Taktik, Strategie und Endspiel zeigen Ihnen genau die Tricks und Techniken, die man als erfolgreicher Turnierspieler braucht! Lieferbar als Download (inkl. Heft als pdf-Datei) oder als Heft mit Download-Key per Post.
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Nach den Zügen 1.e4 c5 2.Sf3 werden alle schwarzen Antworten behandelt. Rossolimo, Moskauer Variante (nach 2...d6 & Sc6) und alle Nebenvarianten!
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Der Big Techday 26, organisiert von TNG Technology Consulting in Unterföhring bei München, brachte Experten aus IT, Wissenschaft und Praxis zusammen. Zwischen Softwarearchitektur, KI-Entwicklung und digitalen Trends fand auch das Schach seinen Platz – und zwar in Form eines praxisnahen Vortrags von Matthias Blübaum. Der zweifache Europameister und Kandidatenturnierteilnehmer richtete den Blick auf eine Entwicklung, die das Spiel seit Jahrzehnten prägt: den Einfluss immer stärker werdender Computerprogramme.
DIE SCHACH-HORIZONT-ERWEITERUNG In ChessBase gibt es immer wieder Ansätze, die typischen Pläne einer Eröffnungsvariante zu zeigen. Zwar ist Schach im Zeitalter der Engines viel konkreter als früher gedacht. Doch gerade Amateure lieben Eröffnungen mit klaren Plänen, siehe Londoner System. In ChessBase ’26 beschäftigen sich gleich drei Funktionen mit der Darstellung von Plänen. Im neuen Eröffnungsreport wird für jede wichtige Variante untersucht, welche Figurenzüge oder Bauernvorstöße darin wichtig sind. In der Referenzsuche sieht man jetzt auf dem Brett, wo die Figuren üblicherweise hingehen. Und startet man die neue Monte-Carlo-Analyse, zeigt auch hier das Brett die häufigsten Figurenpfade.
Blübaum spannte dabei einen Bogen von der historischen Zäsur im Jahr 1997, als Garry Kasparov gegen Deep Blue unterlag, bis zur nächsten Revolution durch AlphaZero rund 20 Jahre später. Während klassische Engines lange auf brute-force-Berechnungen setzten, habe der Einsatz neuronaler Netzwerke die Bewertungslogik grundlegend verändert. Moderne Programme „verstehen“ Stellungen heute auf eine Weise, die für viele Spieler intuitiver wirkt – und gleichzeitig neue Fragen aufwirft.
Im Zentrum seines Vortrags stand die Wechselwirkung zwischen Mensch und Maschine. Blübaum verwies darauf, dass KI das Schach nicht nur objektiv stärker gemacht, sondern auch stilistisch beeinflusst habe. Topspieler orientieren sich zunehmend an engine-inspirierten Konzepten: langfristige Kompensation, dynamisches Ungleichgewicht und die Bereitschaft, materielle Nachteile zugunsten von Initiative einzugehen. Besonders AlphaZero habe gezeigt, dass scheinbar „unlogische“ Züge oft tiefere strategische Ideen enthalten.
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Interessant, wie Matthias Blübaum Laien die unterschiedlichen Herangehensweisen von Mensch und Computer an einem Matt in 44 erklärt. Tatsächlich sieht er den Menschen in diesem Beispiel im Vorteil. | Screenshot Vortrag
Gleichzeitig warnte Blübaum vor einer einseitigen Abhängigkeit. Die Gefahr bestehe darin, dass Spieler Varianten nur noch reproduzieren, statt sie wirklich zu verstehen. Gerade im Training sei es entscheidend, KI nicht als Orakel zu nutzen, sondern als Analysewerkzeug, das hinterfragt werden müsse. Für ambitionierte Spieler bedeute das: weniger blindes Vertrauen, mehr kritische Auseinandersetzung.
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Auch eine Prognose wagte der Großmeister. Die Entwicklung werde sich weiter beschleunigen, insbesondere durch immer leistungsfähigere neuronale Netze. Dennoch sieht Blübaum keine „Lösung“ des Schachs. Stattdessen erwartet er eine noch stärkere Verschiebung hin zu komplexen, dynamischen Stellungen – und damit zu einem Spiel, das für Menschen gleichzeitig reicher und anspruchsvoller wird.
In nahezu jeder Schachpartie kommt ein Moment, in dem es ohne Taktik einfach nicht weitergeht. Man muss zuschlagen, denn nichts ist ärgerlicher, den herausgearbeiteten Vorteil aus der Hand zu geben! In nahezu jeder Schachpartie kommt ein Moment, in dem es ohne Taktik einfach nicht weitergeht. Man muss zuschlagen, denn nichts ist ärgerlicher, als in der entscheidenden Situation eine Gewinnkombination zu verpassen und damit den herausgearbeiteten Vorteil aus der Hand zu geben. Es ist also eminent wichtig, Taktik richtig zu trainieren - und Master Class Taktik bietet Ihnen dazu das perfekte Werkzeug! Auf diesem Fritztrainer hat IM Oliver Reeh seine Favoriten aus der CBM-Kolumne „Taktik Total“ Ausgaben 219 bis 227 für Sie zusammengestellt.
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Auch beim Simultan beeindruckte der deutsche Nationalspieler. | Foto: Veranstalter
Dass diese Einschätzungen ausgerechnet von einem aktiven Weltklassespieler kommen, verleiht dem Vortrag besonderes Gewicht. Blübaum, der 2022 und 2025 Europameister wurde und sich über den zweiten Platz beim FIDE Grand Swiss 2025 für das Kandidatenturnier qualifizierte, kennt die Praxis auf höchstem Niveau. Seine Perspektive verbindet Theorie, Engine-Analyse und Turniererfahrung – und macht deutlich: Die Zukunft des Schachs entsteht im Spannungsfeld zwischen menschlicher Kreativität und maschineller Präzision.
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Stefan LiebigStefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
31.03.2026 – Matthias Blübaum ist der erste deutsche Kandidat seit Robert Hübner im Jahr 2026. Der 28-Jährige hat die Chance, sich für das Finale der Weltmeisterschaft gegen Titelverteidiger Dommaraju Gukesh aus Indien zu qualifizieren. Das ist Grund genug, sein Ergebnis schnell auf unserer Seite bekanntzugeben. Ein ausführlicher Rundenbericht erscheint wie üblich in Kürze – mit Bildern, Statistiken und ausführlichen Analysen ... | Titelfoto: Matthias Blübaum gegen Andrey Esipenko | Fotos: FIDE / Yoav Nis
31.03.2026 – Alle vier Partien der zweiten Runde im Open endeten remis, sodass sich die Tabelle nicht verändert hat. Fabiano Caruana, Praggnanandhaa Rameshbabu und Javokhir Sindarov liegen weiterhin mit 1,5/2 Punkten punktgleich an der Spitze. Praggnanandhaa und Andrey Esipenko hatten am Montag die besten Chancen auf mehr als ein Remis, doch ihre Gegner verteidigten sich erfolgreich. In der dritten Runde kommt es zum Aufeinandertreffen zweier Führender: Praggnanandhaa spielt mit Weiß gegen Sindarov. Matthias Blübaum erreichte mit Schwarz ein Remis gegen Sindarov und trifft nun mit Weiß auf Esipenko. | Foto: FIDE / Michal Walusza
Die Aljechin-Verteidigung ist ein eher seltener Gast im Turnierschach, vielleicht zu Unrecht. Die Praxis zeigt nämlich, dass Schwarz gegen die Hauptvarianten ganz gut gewappnet ist. Hier setzt das Autorenduo Luther/Jordan an und schlägt nach den Anfangszügen 1.e4 Sf6 2. e5 Sd5 3. d4 d6 eine giftige Antwort vor: 4.Lc4. Damit vermeidet Weiß die theoretisch zum Teil tiefe analysierten Hauptabspiele und versucht eine gesunde Stellung mit Angriffschancen zu erhalten. Die beiden Autoren setzen sich in ihrer Präsentation mit den Antworten …Sb6, …dxe5, …c6 und …e6 auseinander und zeigen auf, wie der Anziehende jeweils auf Vorteil spielen und den Gegner mit „giftigen“ Zügen unter Druck zu setzen kann. Ein für die Praxis leicht zu erlernendes Angriffsrepertoire für den Weißspieler!
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Nach den Zügen 1.e4 c5 2.Sf3 werden alle schwarzen Antworten außer 2…d6 und 2…Sc6 behandelt. In den meisten Varianten setzt Weiß auf 3.c3 – eine moderne, flexible Form der Alapin-Idee.
In diesem Band widmen wir uns den zentralen Aspekten der Schachtechnik. u.a. Präzise Endspieltechnik, Aktivität vor Material oder auch Taktischer Wachsamkeit!
Videos: Nico Zwirs untersucht Russisch-Experimente vom Kandidatenturnier. Robert Ris hat einen Tipp gegen die Caro-Kann-Vorstoßvariante mit 3…c5. Fiona Sieber zeigt eine Überraschungswaffe gegen Najdorf. „Wundertüte“ mit 40 Analysen von Berg, L'Ami u.a.
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In diesem neuen Kurs bündeln Karsten Müller und Leon Mendonca ihr Wissen, um das zu vermitteln, worauf es im Endspiel wirklich ankommt: 10 essenzielle Regeln, die jeder Schachspieler kennen muss.
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