Runde 3: Michael Blübaum
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Blübaum und Esipenko trafen bislang erst in einer klassischen Partie aufeinander.
Die gewann der Deutsche.
DIE SCHACH-HORIZONT-ERWEITERUNG
In ChessBase gibt es immer wieder Ansätze, die typischen Pläne einer Eröffnungsvariante zu zeigen. Zwar ist Schach im Zeitalter der Engines viel konkreter als früher gedacht. Doch gerade Amateure lieben Eröffnungen mit klaren Plänen, siehe Londoner System. In ChessBase ’26 beschäftigen sich gleich drei Funktionen mit der Darstellung von Plänen. Im neuen Eröffnungsreport wird für jede wichtige Variante untersucht, welche Figurenzüge oder Bauernvorstöße darin wichtig sind. In der Referenzsuche sieht man jetzt auf dem Brett, wo die Figuren üblicherweise hingehen. Und startet man die neue Monte-Carlo-Analyse, zeigt auch hier das Brett die häufigsten Figurenpfade.
Wie so oft schon in diesem Kandidatenturnier, kam es zur Diskussion um den Isolani auf d5. In der heutigen Partie entschied sich Blübaum im Gegensatz zu Sindarov in Runde 1 gegen Esipenko dafür, mit dxc5 den von Esipenko zum Turnierauftakt gespielten Zug ...c5-c4 auszuschließen. Der unter FIDE-Flagge spielende Russe ließ sich von Blübaums Läuferzug nach d3 nicht überraschen und es entstand ein positioneller Kampf, in dem Blübaum sich zunächst einen Zeitvorteil aufbaute. Nach 14...De7 vertiefte er sich erstmals länger in die Stellung. Er suchte in bequemer Stellung nach der richtigen Fortsetzung.
Mit dem ungewöhnlichen Manöver Tf1-e1-e2 verbrauchte Weiß nun viel Zeit und stand plötzlich nicht mehr etwas besser, sondern leicht schlechter. Interessant, dass Blübaum nach 16.Te2 die Hände vors Gesicht hielt und äußerst unzufrieden wirkend das Brett verließ.
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Matthias Blübaum auf der Suche nach dem Remisweg. | Foto: Yoav Nis
Esipenko nutzte die Gelegenheit sofort und löste seinen Isolani auf. Nach dem anschließenden Springertausch waren die inzwischen symmetrische Stellung und auch die Situation auf der Uhr nahezu ausgeglichen. Nach weiteren Abtauschen mündete die Partie in ein Endspiel mit gleichfarbigen Läufern. Esipenko wollte mehr, aber Blübaum hielt das Remis ohne größere Schwierigkeiten. Die Kontrahenten spielten bis zur Zeitkontrolle, vor der Remisangebote bei diesem Turnier nicht erlaubt sind, und einigten sich im 41. Zug in absolut ausgeglichener Stellung auf die Punkteteilung.
Dieser Videokurs enthält GM Anish Giris tiefe Einblicke und IM Sagar Shahs sachdienliche Fragen an den Super-GM. Während sich Band 1 mit 1.e4 beschäftigte, werden in Band 2 alle Eröffnungen nach 1.d4 sowie 1.c4 und Nebenvarianten behandelt.
IM Martin Breutigam präsentiert Ihnen in diesem ersten Band ein komplettes Repertoire rund um das Damengambit – inspiriert von Weltklassespielern wie Magnus Carlsen und Fabiano Caruana.
Caruana hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine schwierige Partie gegen Wei Yi gewonnen. Der Chinese hatte nach einer gemächlichen Englischen Eröffnung aussichtsreich zwei Bauern geopfert, aber nicht die richtige Fortsetzung gefunden. Caruana investierte viel Zeit und gewann die Partie bereits nach 17 Zügen mit dem Springerrückzug nach d1. So konnte er sich beruhigt den aufregenden Kampf zwischen den beiden nach Runde 2 punktgleich mit ihm führenden Praggnanandhaa Rameshbabu und Javokhir Sindarov anschauen.
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