Kandidatenturnier aktuell: Matthias Blübaum spielt auch gegen Andrey Esipenko Remis

von Stefan Liebig
31.03.2026 – Matthias Blübaum ist der erste deutsche Kandidat seit Robert Hübner im Jahr 2026. Der 28-Jährige hat die Chance, sich für das Finale der Weltmeisterschaft gegen Titelverteidiger Dommaraju Gukesh aus Indien zu qualifizieren. Das ist Grund genug, sein Ergebnis schnell auf unserer Seite bekanntzugeben. Ein ausführlicher Rundenbericht erscheint wie üblich in Kürze – mit Bildern, Statistiken und ausführlichen Analysen ... | Titelfoto: Michael Blübaum gegen Andrey Esipenko | Fotos: FIDE / Yoav Nis

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Runde 3: Michael Blübaum

Blübaum und Esipenko trafen bislang erst in einer klassischen Partie aufeinander.
Die gewann der Deutsche.

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Wie so oft schon in diesem Kandidatenturnier, kam es zur Diskussion um den Isolani auf d5. In der heutigen Partie entschied sich Blübaum im Gegensatz zu Sindarov in Runde 1 gegen Esipenko dafür, mit dxc5 den von Esipenko zum Turnierauftakt gespielten Zug ...c5-c4 auszuschließen. Der unter FIDE-Flagge spielende Russe ließ sich von Blübaums Läuferzug nach d3 nicht überraschen und es entstand ein positioneller Kampf, in dem Blübaum sich zunächst einen Zeitvorteil aufbaute. Nach 14...De7 vertiefte er sich erstmals länger in die Stellung. Er suchte in bequemer Stellung nach der richtigen Fortsetzung.

Mit dem ungewöhnlichen Manöver Tf1-e1-e2 verbrauchte Weiß nun viel Zeit und stand plötzlich nicht mehr etwas besser, sondern leicht schlechter. Interessant, dass Blübaum nach 16.Te2 die Hände vors Gesicht hielt und äußerst unzufrieden wirkend das Brett verließ.

Matthias Blübaum auf der Suche nach dem Remisweg. | Foto: Yoav Nis

Esipenko nutzte die Gelegenheit sofort und löste seinen Isolani auf. Nach dem anschließenden Springertausch waren die inzwischen symmetrische Stellung und auch die Situation auf der Uhr nahezu ausgeglichen. Nach weiteren Abtauschen mündete die Partie in ein Endspiel mit gleichfarbigen Läufern. Esipenko wollte mehr, aber Blübaum hielt das Remis ohne größere Schwierigkeiten. Die Kontrahenten spielten bis zur Zeitkontrolle, vor der Remisangebote bei diesem Turnier nicht erlaubt sind, und einigten sich im 41. Zug in absolut ausgeglichener Stellung auf die Punkteteilung. 

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Caruana hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine schwierige Partie gegen Wei Yi gewonnen. Der Chinese hatte nach einer gemächlichen Englischen Eröffnung aussichtsreich zwei Bauern geopfert, aber nicht die richtige Fortsetzung gefunden. Caruana investierte viel Zeit und gewann die Partie bereits nach 17 Zügen mit dem Springerrückzug nach d1. So konnte er sich beruhigt den aufregenden Kampf zwischen den beiden nach Runde 2 punktgleich mit ihm führenden Praggnanandhaa Rameshbabu und Javokhir Sindarov anschauen.

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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