Frauen-EM in Batumi: Deutsche mit starker 7. Runde – Jana Schneider klopft oben an

von Matthias Muth
02.06.2026 – Die deutschen Damen sind gut in die zweite Woche der Europameisterschaft in Batumi gestartet. Jana Schneider gelang dabei ein Coup, der sie auf den geteilten 9. Rang katapultierte. Dahinter befinden sich die noch immer ungeschlagene Dinara Wagner sowie Hanna Marie Klek und Fiona Sieber in Lauerstellung. | Foto: Matthias Muth

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Den einzigen Ruhetag der Frauen-EM nutzten nicht nur die meisten deutschen Spielerinnen, um die Sehenswürdigkeiten der Hafenstadt Batumi bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zu erkunden. Zum Wahrzeichen der Metropole am Schwarzen Meer ist die Statue für die Romanfiguren Ali und Nino geworden. Sie symbolisiert die tragische Liebesgeschichte zwischen einem Mann aus Aserbaidschan und einer georgischen Frau.
 
 

Dinara Wagner ½ - ½ Liwia Jarocka

Nach einer Tragödie sah in der siebten Runde auch lange Zeit die Partie von Dinara Wagner gegen die Polin FM Liwia Jarocka (2288) aus. Im Königsinder griff die amtierende deutsche Einzelmeisterin fehl und musste in ein Endspiel abwickeln, in dem sie kompensationslos einen Bauern weniger hatte. Dort schaffte sie es jedoch noch rechtzeitig, Gegendrohungen aufzustellen und den halben Punkt zu sichern.

Dinara Wagner grübelt über ihre Eröffnungsvariante. | Matthias Muth

 Sophie Milliet 1 - 0 Josefine Safarli

Weniger Glück hatte Josefine Safarli gegen die Französin Sophie Milliet (2373). Die Internationale Meisterin überspielte die Deutsche im Mittelspiel und fand schließlich auch noch beginnend mit einem Turmopfer ein Mattnetz.

Jana Schneider 1 - 0 Günay Mammadzada

In der Jugend konnte sich Günay Mammadzada (2371) aus Aserbaidschan sowohl zur Welt- als auch zur Europameisterin krönen. Die Internationale Meisterin ging favorisiert ins Duell mit Jana Schneider, bekam aber von Anfang an den Druck der Unterfränkin zu spüren. Die DSB-Spielerin stand im Sizilianer bereits nach dem neunten Zug deutlich besser und ließ ihre hochdekorierte Gegnerin nie mehr zurück in die Partie kommen.

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Hanna Marie Klek 1 - 0 Anastasia Kirtadze

Hanna Marie Kleks junge Gegnerin WIM Anastasia Kirtadze (2233) sorgte im Vorjahr für Furore, als sie zur Halbzeit das Turnier anführte. Im Sizilianer blitzte die Deutsche die Eröffnung herunter und wanderte dabei mit dem König nach f3. Diese verrückte Vorbereitung entpuppte sich wie in der vorangegangenen Weißpartie als goldrichtig, denn die Georgierin kam mit der Variante nicht zurecht und wurde regelrecht eingeschnürt. Noch vor der Zeitkontrolle zappelte sie im Mattnetz.

Partiebeginn bei Hanna Marie Klek. | Foto: Matthias Muth


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Sopiko Khukhashvili 0 - 1 Fiona Siebers

Fiona Sieber gelang es, IM Sopiko Khukhashvili (2329) aus Georgien im Mittelspiel zu überspielen. Die DSB-Starterin kreierte im Zentrum gleich mehrere Freibauern. Als letztlich noch ein dritter Mehrbauer entstand, hatte die Lokalmatadorin genug gesehen.
 

Luisa Bashylina 1 - 0 Nvard Hayrapetyan

Luisa Bashylina spielte gegen WFM Nvard Hayrapetyan (2057) aus Armenien eine aktive Partie, in der sie viel Druck auf einen Isolani ausübte. Am Ende gewann sie mit einer dreizügigen Kombination eine Figur, sodass die Gegnerin sich geschlagen geben musste.

Luisa Bashylina machte durch ihren Sieg einen Sprung auf 50 Prozent und Rang 96. | Foto: Matthias Muth 

Malak Ismayil 1 - 0 Charis Peglau

Charis Peglau kämpfte gegen WIM Malak Ismayil (2150) aus Aserbaidschan fast 100 Züge lang um den halben Punkt. Im Endspiel kostete jedoch erst ein Freibauer am Damenflügel eine Figur und dann ein solcher am Königsflügel die Partie.

Für die 8. Runde wurde Dinara Wagner zu Jana Schneider hochgelost. Die Siegerin dieses DSB-internen Duells darf sich Hoffnungen auf eine Top-Platzierung machen.

DSB-Ergebnisse Runde 7

Rd. Br. Nr. Name Elo Pkt. Ergebnis Pkt. Name Elo Nr.
7 12 9
IM Wagner Dinara 2408 4 ½ - ½ 4 FM Jarocka Liwia 2288
48
7 13 51
WGM Schneider Jana 2283 4 1 - 0 4 IM Mammadzada Gunay 2374
20
7 16 29
IM Milliet Sophie 2361 4 1 - 0 4 WGM Safarli Josefine 2253
55
7 24 23
WGM Klek Hanna Marie 2369 1 - 0 WIM Kirtadze Anastasia 2233
66
7 28 33
IM Khukhashvili Sopiko 2329 0 - 1 WGM Sieber Fiona 2224
70
7 42 104
WIM Ismayil Malak 2122 3 1 - 0 3 WFM Peglau Charis 2238
59
7 57 75
WFM Bashylina Luisa 2208 1 - 0 WFM Hayrapetyan Nvard 2057
124

Tabelle nach Runde 7

Rk. Name Pts.  TB1 
1 Hnatyshyn, Anastasiia 6 0
2 Arabidze, Meri 6 0
3 Vega Gutierrez, Sabrina 6 0
4 Unuk, Laura 5,5 0
5 Zherebtsova, Alexandra 5,5 0
6 Roebers, Eline 5,5 0
7 Ushenina, Anna 5,5 0
8 Badelka, Olga 5,5 0
9 Fataliyeva, Ulviyya 5 0
10 Kiolbasa, Oliwia 5 0
11 Socko, Monika 5 0
12 Toncheva, Nadya 5 0
13 Narva, Mai 5 0
14 Kobak, Polina 5 0
15 Salimova, Nurgyul 5 0
16 Kazarian, Anna-Maja 5 0
17 Milliet, Sophie 5 0
18 Rakhmangulova, Anastasiya 5 0
19 Kulon, Klaudia 5 0
20 Schneider, Jana 5 0
:
24 Wagner, Dinara 4,5 0
:
26 Sieber, Fiona 4,5 0
:
38 Klek, Hanna Marie 4,5 0
:
44 Safarli, Josefine 4 0
:
96 Bashylina, Luisa 3,5 0
:
102 Peglau, Charis 3 0

165 Teilnehmerinnen

Paarungen Runde 8

Br. Nr. Weiß Elo Pkt. Pkt. Schwarz Elo Nr.
1 19
IM Vega Gutierrez, Sabrina 2375 6 6 IM Arabidze, Meri 2409
8
2 76
WFM Hnatyshyn, Anastasiia 2207 6 IM Badelka, Olga 2392
12
3 6
GM Ushenina, Anna 2420 IM Unuk, Laura 2289
47
4 16
IM Roebers, Eline 2389 FM Zherebtsova, Alexandra 2242
57
5 30
GM Socko, Monika 2355 5 5 IM Fataliyeva, Ulviyya 2450
3
6 38
WGM Toncheva, Nadya 2320 5 5 IM Narva, Mai 2426
5
7 40
FM Kazarian, Anna-Maja 2317 5 5 GM Khotenashvili, Bella 2415
7
8 10
IM Salimova, Nurgyul 2404 5 5 IM Milliet, Sophie 2361
29
9 130
WFM Kobak, Polina 1986 5 5 IM Kiolbasa, Oliwia 2397
11
10 18
IM Kulon, Klaudia 2377 5 5 WGM Rakhmangulova, Anastasiya 2328
35
11 9
IM Wagner, Dinara 2408 5 WGM Schneider, Jana 2283
51
14 70
WGM Sieber, Fiona 2224 IM Efroimski, Marsel 2386
17
15 48
FM Jarocka, Liwia 2288 WGM Klek, Hanna Marie 2369
23
35 55
WGM Safarli, Josefine 2253 4 4 WFM Poliakova, Varvara 2108
110
46 97
WFM Huseynova, Lala 2149 WFM Bashylina, Luisa 2208
75
52 59
WFM Peglau, Charis 2238 3 3 WFM Buyuk, Ecrin Efsa 2076
118

...83 Bretter

Dieser 60-minütige Kurs bietet eine Auswahl spannender und praktischer Eröffnungen, die sowohl leicht zu erlernen als auch angenehm zu spielen sind.
Dieser 60-Minutes Videokurs bietet eine Auswahl spannender und praktischer Eröffnungen, die sowohl leicht zu erlernen als auch angenehm zu spielen sind. Die derzeitige Eröffnungstheorie kann langwierig und komplex sein, daher kann die Erkundung weniger konventioneller Optionen eine neue Vielfalt in Ihre Partien bringen. Obwohl es sich nicht um ein vollständiges Repertoire handelt, decken die enthaltenen Eröffnungen mehrere Grundlagen ab. Als Schwarzer werden Sie mit der dynamischen Portugiesischen Variante der Skandinavischen Verteidigung gegen 1.e4 und einer kreativen 3...h6 Variante gegen 1.d4 ausgestattet. Als Weißer erforschen wir das aggressive Schottische Gambit und den vielseitigen Königsindischen-Angriff, die Sie schnell und effektiv in Ihr Repertoire aufnehmen können. Der Videoteil hebt die wichtigsten Ideen hinter diesen Eröffnungen hervor, während detailliertere Eröffnungsdateien zur näheren Betrachtung verfügbar sind.

Partien

Links

 


 


Matthias Muth, Jahrgang 1996, arbeitet als Jurist in München und gibt zudem Schachkurse für die Münchener Schachakademie GmbH. Er hat zuvor die laotische Nationalmannschaft trainiert und zur Schacholympiade 2022 in Chennai begleitet. Für seinen Verein SC 1934 Gelnhausen spielte er einst in der Hessenliga. Darüber hinaus konnte er sich als Hessischer Jugendeinzelmeister für eine Deutsche Jugendmeisterschaft qualifizieren.
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