ChessBase´26 – Einsteigertipps Teil 20: Zeichnen Sie Ihre besten Partien mit Medaillen aus!

von Stefan Liebig
21.06.2026 – Entdecken Sie ein effektives Werkzeug in ChessBase´26: Die Medaillen! Mit wenigen Klicks markieren Sie taktische Glanzstücke, strategische Meisterwerke oder typische Fehler – und finden sie jederzeit wieder. Medaillen helfen Ihnen, Ihre Partien gezielt zu analysieren, zu sortieren und als Trainingsmaterial aufzubauen. So wird Ihre Datenbank zum persönlichen Erfolgscoach. Lernen Sie, wie Sie dieses Powerfeature optimal nutzen!

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In ChessBase dienen Medaillen als visuelle Markierungen, um Partien mit besonderen Eigenschaften hervorzuheben. Diese kleinen, farbigen Symbole werden in der Partienliste angezeigt und helfen dabei, auf einen Blick interessante, lehrreiche oder bemerkenswerte Spiele zu erkennen. Gerade in großen Datenbanken, wie beispielsweise den ChessBase Magazin-Sammlungen oder der Mega Database, erleichtern Medaillen die Orientierung enorm.

Allgemeines zu Medaillen

Es gibt verschiedene Typen von Medaillen, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte markieren. Zu den häufigsten gehören zum Beispiel „Beste Partie“ (Gold), „Modellpartie“ (Dunkelblau), „Neuerung“ (Blau), „Strategie“ (Braun), „Taktik“ (Rotbraun) oder „Opfer“ (Rot). Jede Medaille hat eine bestimmte Farbe, sodass man auf einen Blick sehen kann, warum eine Partie besonders markiert wurde. 

Medaillen können auf zwei Wegen vergeben werden: automatisch und manuell. Bei offiziellen Veröffentlichungen, wie etwa Turnierdatenbanken oder kommentierten Partiensammlungen, werden Medaillen oft schon vom Autor oder durch computergestützte Analyse gesetzt. Man kann Medaillen aber auch selbst vergeben – und das ist besonders nützlich für Spieler, die ihre eigene Sammlung strukturieren oder bestimmte Trainingsschwerpunkte setzen möchten.

Beispiel aus der Mega Database 2025: Bei Mihail Tal finden sich natürlich einige schöne Partien. Hier haben wir auf den Reiter „Medaillen“ geklickt und alle, mit Medaillen dekorierten Partien werden daraufhin oben und nach Farben sortiert aufgelistet. Wenig überraschend, dass beim Ex-Weltmeister ein großer Anteil taktischer, also roter Medaillen angezeigt wird.

Manuelle „Medaillenverleihung“

Die manuelle Vergabe ist einfach, wir demonstrieren sie an der Partie Tal-Smyslov aus dem Kandidatenturnier 1959, die mit Medaillen, Kommentaren und Schönheitsabzeichen versehen ist (s.o.).
In der Notation einer Partie klickt man mit der rechten Maustaste auf den Zug, bei dem die Medaille gesetzt werden soll, und wählt „Spezial-Kommentat“ gefolgt von „Medaille setzen“. Alternativ kann man auch einfach die Taste „Anführungszeichen“ (SHIFT+2) drücken. Wer mehrere Partien gleichzeitig mit einer Medaille versehen möchte, kann dies direkt aus der Partienliste heraus tun:

Wir haben durch einen Blick auf die Referenzen herausgefunden, dass Mihail Tal als erster 5.d4 gespielt hat und wollen den Zug als Neuerung markieren.

Im Menüfenster können wir durch das Setzen der Häkchen im Fenster darüber alle Farben zu den Medaillen zuordnen. „Neuerung“ ist also blau. Wenn wir nur dieses Häkchen setzen, verändert sich die Notation wie folgt:

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Entfernen von Medaillen

Auch das Entfernen von Medaillen ist unkompliziert: Wenn Sie die gerade gesetzte Neuerungsmedaille wieder löschen möchten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf sie und gehen Sie zum Menü des vorletzten Screenshots. Wenn Sie dort „Rücksetzen wählen“, wird die Medaille entfernt.

Filterfunktion

Ein besonders nützliches Feature ist die Filterfunktion mit Medaillen. In der Suchmaske (siehe Tutorial 19) gibt es einen eigenen Reiter für Medaillen, unter denen man gezielt nach Partien mit bestimmten Auszeichnungen suchen kann. Dabei kann man auch mehrere Medaillen gleichzeitig auswählen – ChessBase´26 zeigt dann nur die Partien an, die alle gewählten Kriterien erfüllen. So lassen sich beispielsweise taktisch besonders interessante Partien schnell finden, oder man filtert nach Spielen mit strategischen Wendepunkten. Die Medaillenfarben werden auch im Filtermenü angezeigt, sodass die Auswahl intuitiv und visuell unterstützt wird.

Profitipp

Gerade für Anfänger lohnt sich der gezielte Einsatz von Medaillen. Wer zum Beispiel beim Durcharbeiten eigener Partien Fehler mit einer „Blunder“-Medaille markiert, kann später gezielt typische Schwächen analysieren. Auch besonders gelungene Opfer oder Kombinationen lassen sich so schnell wiederfinden. Wer regelmäßig eigene Partien analysiert oder Trainingsmaterial sammelt, kann sich mithilfe der Medaillen eine systematische Datenbank aufbauen, die auf die persönlichen Lernziele abgestimmt ist.

Beispiel: 

Ein typisches Szenario für Einsteiger könnte so aussehen: Man geht eine Partie durch, entdeckt eine sehenswerte Kombination und versieht diese Partie mit einer Taktik-Medaille. Später möchte man taktische Beispiele zum Training wiederholen und filtert gezielt alle Partien mit dieser Medaille heraus. So entsteht mit der Zeit eine ganz persönliche Sammlung von Beispielen, an denen man gezielt arbeiten kann.

Fazit

Zusammengefasst sind Medaillen ein äußerst hilfreiches Werkzeug in ChessBase, das es ermöglicht, große Datenmengen zu strukturieren, lehrreiche Partien schnell zu erkennen und gezielt Trainingsinhalte zu erstellen. Besonders Einsteiger profitieren davon, indem sie sich eigene Lernsammlungen aufbauen, typische Fehler markieren und strategische Höhepunkte wieder auffindbar machen. Wer regelmäßig mit Medaillen arbeitet, wird mit einem klareren Überblick und effizienteren Trainingseinheiten belohnt.

Jetzt wünschen wir Ihnen viel Spaß mit der Verleihung Ihrer Medaillen.

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ChessBase ist über Jahrzehnte zu dem geworden, was es jetzt mit der Version „ChessBase´26“ ist. Das Programm verfügt über unzählige Optionen, die wir hier in kleinen Häppchen vorstellen – so können Sie sich Ihre Oberfläche angenehm für den täglichen Gebrauch gestalten und immer wieder neue Optionen kennen- und einsetzen lernen, um ChessBase´26 optimal und zeitsparend zu nutzen.

Wir hoffen, mit diesem Tipp dabei geholfen zu haben, dass Sie mehr Spaß und Erfolg bei der Nutzung von ChessBase´26 haben. Mehr Tipps und Hinweise finden Sie auf unseren Supportseiten und den FAQ-Seiten.

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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