Kandidatenturnier aktuell: Matthias Blübaum remisiert auch gegen Javokhir Sindarov

von ChessBase
30.03.2026 – Matthias Blübaum ist der erste deutsche Kandidat seit Robert Hübner im Jahr 2026. Der 28-Jährige hat die Chance, sich für das Finale der Weltmeisterschaft gegen Titelverteidiger Dommaraju Gukesh aus Indien zu qualifizieren. Das ist Grund genug, sein Ergebnis schnell auf unserer Seite bekanntzugeben. Ein ausführlicher Rundenbericht erscheint wie üblich in Kürze – mit Bildern, Statistiken und ausführlichen Analysen ... | Titelfoto: Michael Blübaum beim Signieren vor dem Turnierbeginn | Fotos: FIDE / Michal Walusza.

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Runde 2: Javokhir Sindarov gegen Michael Blübaum

Blübaum und Sindarov trafen bislang erst in einer klassischen Partie aufeinander: Vor ein paar Wochen schlug der Usbeke den Deutschen in einer spannenden Partie.

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In ChessBase gibt es immer wieder Ansätze, die typischen Pläne einer Eröffnungsvariante zu zeigen. Zwar ist Schach im Zeitalter der Engines viel konkreter als früher gedacht. Doch gerade Amateure lieben Eröffnungen mit klaren Plänen, siehe Londoner System. In ChessBase ’26 beschäftigen sich gleich drei Funktionen mit der Darstellung von Plänen. Im neuen Eröffnungsreport wird für jede wichtige Variante untersucht, welche Figurenzüge oder Bauernvorstöße darin wichtig sind. In der Referenzsuche sieht man jetzt auf dem Brett, wo die Figuren üblicherweise hingehen. Und startet man die neue Monte-Carlo-Analyse, zeigt auch hier das Brett die häufigsten Figurenpfade.

In der heutigen Partien schienen sich die Gegner gegenseitig überraschen zu wollen. In der Russischen Verteidigung kam Blübaum nach wenigen Zügen in Zeitvorteil. Peter Svidler äußerte in der FIDE-Liveübertragung seine Überraschung darüber, dass Sindarov keine schärfere Eröffnung anstrebte, zumal er in Runde 1 wieder einmal gezeigt habe, dass genau das seine Stärke sei. Etwas Schärfe brachte Blübaum mit seinem 14., durchaus ungenauen Königszug nach d7 in die Partie – er hätte laut Engine besser die kurze Rochade vorbereitet. Sindarov fand schnell eine gute Antwort und zog ebenfalls den König und verzichtete auf die Rochade. Diesen spürbaren Nachteil glich Blübaum in der Folge aus, indem er viel Zeit investierte. Nach einigen Abtauschen war die Stellung wieder ausgeglichen. Zwar hatte Blübaum Zeitnachteil, aber keine akute Zeitnotgefahr. Die Partie endete schnell Remis.

Die Russische Verteidigung gilt als sehr sicher und solide. Warum das so ist und warum Russisch so beliebt ist, erklärt Leonid Kritz.

Sindarov und Blübaum in der Eröffnungsphase. | Foto: Michal Walusza

Bevor die Partie zwischen Sindarov endete, einigten sich zwei der Altstars und Mitfavoriten ebenfalls auf Remis: Anish Giri, der mit einer Niederlage gegen Praggnanandhaa Rameshbabu ins Turnier gestartet war, spielte gegen den Nakamura-Bezwinger Fabiano Caruana Remis.

Die Russische Verteidigung entsteht nach den Zügen 1.e4 e5 2.Sf3 Sf6 und gilt als sehr solide Eröffnung. Bei Spitzenspielern ist sie seit langem sehr beliebt.

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Petroff Defence Powerbase 2020 ist eine Datenbank und enthält 4821 hochklassige Partien aus der Mega 2020 bzw. der Correspondence Database 2020, davon sind 648 kommentiert.
Die 648 ausgewählten kommentierten Partien bieten ein exzellentes Studienmaterial. Topspieler wie Anand (9), Andreikin (1), Bologan (4), Caruana (2), Edouard (2), Firouzja (1), Gelfand (9), Giri (3), Karjakin (1), Kasimdzhanov (1), Nakamura (1), So (1), Svidler (2), Vidit (1) haben ihre Partien analysiert, dazu kommen die Kommentare von Russisch-Experten wie Gelfand-Sekundant Huzman (320), Marin (33), Kritz (28) und weiteren hochkarätigen Autoren. Insgesamt sind es 4821 Partien, wobei der Ratingschnitt mindestens 2520 beträgt (außer Partien mit Kommentaren sowie der Russisch-Experten Anand (für beide Seiten), Yu Yangyi, Jussupow, Gelfand und Fridman).


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