20.09.2026 – Am Vortag musste man noch der Favoritenrolle gerecht werden und schaffte dies knapp mit einem 2,5:1,5 gegen Polen, in Runde 5 am Sonntag ging das Team um Vincent Keymer als Underdog gegen die USA ins Rennen. Mit drei Remis zwischen Vincent Keymer und Fabiano Caruana, Matthias Blübaum und Wesley So sowie Alexander Donchenko und Levon Aronian entschied der Sieg von Frederik Svane gegen Hans Niemann das Match und katapulierte Deutschland in die Top 3. Das Team um Dinara Wagner verlor 1,5:2,5 gegen Kasachstan. | Foto: Michal Walusza / FIDE
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Zum Abend des Spieltages beginnen wir mit der Besprechung der Ergebnisse der deutschen Teams. Am folgenden Vormittag wird ein allgemeiner Bericht zu der 5. Runde der Schacholympiade veröffentlicht.
Open: Frederik Svane der Spieler des Tages
Matchwinner war an diesem Sonntag Frederik Svane für das deutsche Team. Mit seinem Sieg gegen Hans Niemann (Weltranglisten-Nr. 21) sorgte er für den einen Punkt Vorsprung, den Deutschland gegenüber der USA hatte, wodurch das Team das Match gewann. Aber Frederik Svane allein hätte das Match nicht gewinnen können. Vincent Keymer remisierte gegen Fabiano Caruana (Weltranglisten-Nr. 3), Matthias Blübaum remisierte gegen Wesley So (Weltranglisten-Nr. 5) und Alexander Donchenko remisierte gegen Levon Aronian (Weltranglisten-Nr. 20). Jedes einzelne dieser Ergebnisse ist beachtenswert. In Kombination brachten sie dem Team den Sieg gegen die USA.
Frederik Svane | Foto: Steffen Rätzke von Stoyentin / ChessBase
Nach Runde 5 bleiben nur noch wenige Teams mit 10 von 10 möglichen Mannschaftspunkten übrig. Nur Usbekistan, Deutschland und Indien haben noch keine Mannschaftspunkte abgegeben. In Runde 6 werden Usbekistan und Indien gegeneinander spielen und Deutschland tritt gegen China an. China spielte in Runde 5 Remis gegen Armenien. Die beiden Teams trennten sich nach vier Einzelremis mit einem 2:2.
Die Paarungen: Deutschland gegen die USA
Gegen Deutschland stellte die USA die Topspieler des Teams mit jeweils einer Elo über 2700 auf. Liang Awonder, der schon zwei Partien verloren hatte, setzte an diesem Tag aus. Mit Caruana, So, Niemann und Aronian hatte das deutsche Team nicht nur die Weltranglisten-Nummern 3, 5, 20 und 21 sich gegenübersitzen. Drei der vier Spieler gehören auch zu den wenigen Spielern der Welt, die in ihrem Leben die 2800er Elogrenze überschritten haben. Caruanas höchste Elo lag bei 2844 (Oktober 2014), Aronians höchste Elo lag bei 2830 (März 2014) und Sos höchste Elo lag bei 2822 (Februar 2017).
Noch während die Partie zwischen Wesley So und Matthias Blübaum lief, führte Charlize van Zyl für die FIDE ein Interview mit Fabiano Caruana. Dieser erzählte, dass es zuerst so aussah, dass Wesley So Vorteil hätte und wohl gewinnen würde, sich dies doch später änderte und es nach einem Remis aussah. Die Partie von Frederik Svane war bereits vorbei als Blübaum sein Bestes geben musste, das Remis zu halten und damit für den Sieg des deutschen Teams zu sorgen. In der Partie gab es ein Materialungleichgewicht. Blübaum gab seine Dame für einen Turm und einen Springer. Zusätzlich hatte er zwischenzeitlich zwei Mehrbauern. Im Verlauf der Partie wickelten die beiden Spieler in ein Endspiel mit Dame und Bauer gegen Turm und zwei Bauern ab und einigten sich dann auf ein Remis.
Matthias Blübaum und Wesley So einigten sich auf ein Remis | Foto: Michal Walusza / FIDE
Blübaum konnte selbst kaum glauben, dass er das Remis hielt | Foto: Michal Walusza / FIDE
In diesem Videokurs werden die möglichen Aufstellungen, die Schwarz wählen kann, in allen Einzelheiten vorgestellt. Sie werden die wichtigsten Konzepte und Strategien lernen, um diese fantastische Eröffnung in Ihr Repertoire aufzunehmen.
... von insgesamt 206 Mannschaften in der offenen Sektion
ChessBase fängt die Atmosphäre vor der Runde ein
Deutschland vs. USA | Video: ChessBase
Matthias Blübaum im FIDE-Interview
Blübaum im Gespräch mit Charlize van Zyl | Video: FIDE
Frederik Svane im Interview
Frederik Svane über seinen Sieg gegen Hans Niemann | Video: Lichess
Partien Deutschland (Open)
Gegner in Runde 6: China
Es gibt nur noch drei Mannschaften mit perfektem Score von 10/10 Mannschaftspunkten an der Tabellenspitze. Indien und Usbekistan spielen in Runde 6 gegeneinander, weshalb Deutschland gegen China, dem höchstgesetzten Team mit 7 Mannschaftspunkten, antritt. China spielte in Runde 5 Remis gegen Armenien.
Der ehemalige Weltmeister Ding Liren (2733) ist an Brett 1 für China gesetzt und spielte bisher auch alle fünf Runden mit. Dabei erreichte er 3,5/5 Punkte. Sein Teamkollege Wei Yi (2752) hat sogar noch eine höhere Elo als Ding Liren und ist trotzdem an Brett 2 gesetzt. Wei Yi spielte ab Runde 2 alle Matches mit und erreichte 3,5/4 Punkte. An Brett 3 ist Yi Yangyi (2710) gesetzt, der bisher bei 3/4 steht. Sollte China mit Spitzenbesetzung gegen Deutschland antreten, dann hat das deutsche Team an Brett 1 bis Brett 3 wieder Gegner mit einer Elo über 2700 sich gegenüber sitzen.
Nach dem großartigen Ergebnis gegen die USA wird es dem deutschen Team am Montag nicht an Selbstbewusstsein fehlen. Ob Bundestrainer Jan Gustafsson Rasmus Svane einwechselt oder die Gewinner-Aufstellung vom Sonntag beibehält, wird sich am Vormittag zeigen.
GM Blohberger präsentiert in dieser zweiteiligen Reihe ein vollständiges Repertoire für Schwarz: praxisnah, verständlich, flexibel – statt seitenlanger Theoriewüsten gibt es klare Konzepte und leicht erlernbare Strategien. Die Königsindische Verteidigung ist seit Jahrzehnten eine der dynamischsten und beliebtesten Antworten auf 1.d4. Spieler wie Garri Kasparow, Bobby Fischer oder Hikaru Nakamura haben sie auf höchstem Niveau eingesetzt – und sie begeistert bis heute, weil sie Schwarz nicht nur solides Spiel, sondern auch reiche Angriffs- und Gegenspielmöglichkeiten bietet. Der besondere Vorteil: Königsindisch ist ein universelles System, das sich gegen 1.d4, 1.c4 und 1.Sf3 gleichermaßen anwenden lässt. Großmeister Felix Blohberger, mehrfacher österreichischer Meister und erfahrener Sekundant, präsentiert in dieser zweiteiligen Reihe ein vollständiges Repertoire für Schwarz. Sein Ansatz: praxisnah, verständlich, flexibel – statt seitenlanger Theoriewüsten gibt es klare Konzepte und leicht erlernbare Strategien.
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Für die deutschen Frauen reichte es am Sonntag nicht. Sie verloren mit 3 Remis und einer Niederlage gegen Kasachstan. Dinara Wagner hielt das Remis gegen Bibisara Assaubayeva (Nr. 5 der Weltrangliste der Frauen). Dies war ein starkes Ergebnis für Dinara Wagner. Elisabeth Pähtz spielte Remis gegen Alua Nurman. An Brett 3 verlor Hanna Marie Klek gegen Meruert Kamalidenova. Die Kasachin hat 120 Elopunkte mehr als Klek. Jana Schneider zerstörte den Topscore von Elnaz Kaliakhmet mit einem Remis. Kaliakhmet hatte zuvor eine Punkteausbeute von 100%, 4 Punkte aus 4 Partien.
In diesem Kurs präsentiert Großmeisterin Elisabeth Pähtz das London-System als strukturierten und ambitionierten Ansatz mit frühem Lf4, der zu gehaltvollen und dynamischen Stellungen führt. Das Londoner System gehört zu den beliebtesten Eröffnungen auf allen Spielstärken – doch nicht jedes „London“ ist gleich. In diesem Kurs präsentiert Großmeisterin Elisabeth Pähtz das klassische London-System, einen strukturierten und zugleich ambitionierten Ansatz mit frühem Lf4, der zu dynamischen und gehaltvollen Stellungen führt.
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In diesem Videokurs dreht sich alles um das Thema Entwicklungsvorsprun: Wie entsteht ein Entwicklungsvorsprung und wie kann man ihn verwerten? Wie kann man den gegnerischen Entwicklungsvorsprung neutralisieren?
Es gibt nur noch vier Teams mit 10/10 und zwei Teams mit 9/10. D.h. nur sechs Mannschaften haben mehr Mannschaftspunkte als die deutschen Frauen, die sich nach Zweitwertung auf Platz 9 befinden. Von Platz 7 bis Platz 30 haben alle Teams acht Mannschaftspunkte.
IM Harald Schneider-Zinner widmet sich in diesem ersten Band ausführlich der Frage, warum wir klar bessere Stellungen oft nicht in einen Sieg umwandeln können – und wie wir das ändern. Allgemeine Prinzipien & Grundlagen „Nichts ist schwieriger als eine gewonnene Partie zu gewinnen.“ Diesen Satz hören Schachtrainer immer wieder – und er enthält mehr Wahrheit, als vielen lieb ist. IM Harald Schneider-Zinner widmet sich in diesem ersten Band ausführlich der Frage, warum wir klar bessere Stellungen oft nicht in einen Sieg umwandeln können – und wie wir das ändern. Anhand zahlreicher kommentierter Modellpartien zeigt er typische Fehler und gibt praktische Tipps, wie man technische, taktische und psychologische Hürden überwindet.
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Irina Bulmaga ist die stärkste Spielerin im Team Rumänien. Sie steht bei 3 Punkten aus 4 Partien. Den besten Score der Mannschaft hat momentan Elena-Luminita Cosma, die an Brett 3 gesetzt ist. Sie steht bei 4/4. In Runde 4 verlor Rumänien 0,5:3,5 gegen Bulgarien. Gegen Puerto Rico, Monaco, Kenya und zuletzt Belgien gewannen sie jeweils.
Lara Schulze im Gespräch mit Arne Kähler
Lara Schulze gibt sich GM-Titel im sozialen Umgang | Video: ChessBase
Jana Schneider im Gespräch mit Arne Kähler
Jana Schneider checkt das ChessBase-Profil ihrer Gegnerinnen vor der Runde | Video: ChessBase
Ein ausführlicher Artikel zu den Ergebnissen der fünften Runde bei der Schacholympiade folgt am Vormittag des 21.9.
Martina GerdtsMartina Gerdts studierte portugiesische und spanische Sprachwissenschaft und arbeitet heute als Sprachdozentin und schreibt über Schach und Sprachen. Einmal für ein Turnier in Paris mit Schach angefangen, ist sie heute als Spielerin aber auch durch ihr Engagement neben dem Brett und ihre schreibenden Aktivitäten im Schach aktiv.
20.09.2026 – In Runde 4 brachte Alexander Donchenko den entscheidenden Sieg für das Team Deutschland in der offenen Sektion. Deutschland spielte gegen Polen, u.a. mit Jan-Krzysztof Duda an Brett 1. Keymer remisierte gegen Duda. Matthias Blübaum und Frederik Svane spielten jeweils Remis und Donchenko besiegte Jakub Kosakowski an Brett 4. In der Frauensektion ging das Deutschland-Match eindeutiger aus. Die deutschen Frauen besiegten Israel 3:1. Elisabeth Pähtz und Hanna Marie Klek gewannen ihre Partien. | Foto: Michal Walusza / FIDE
18.09.2026 – Elisabeth Pähtz und Vincent Keymer sorgten in Runde 3 für die Teamsiege der deutschen Mannschaften. Pähtz besiegte Aliaksandra Tarasenka (Belarus) und Keymer besiegte Jakhongir Vakhidov (Usbekistan 2). Alle weiteren Paarungen mit deutscher Beteiligung endeten in einem Remis, wodurch Deutschland zweimal 2,5:1,5 gewann. Frederik Svane spielte gegen den Großmeister Mukhammadzokhid Suyarov, der noch als IM am Osterwochenende das A-Turnier des Grenke Opens gewonnen hatte. | Foto: Steffen Rätzke von Stoyentin / ChessBase
‘Neue Ideen im Najdorf-Sizilianer – ein Power Play 18 Update’ ergänzt Daniel Kings beliebte DVD ‘Sizilianisch Najdorf – ein Schwarzrepertoire’, die letztes Jahr erschienen ist. Eine so dynamische und beliebte Eröffnung wie der Najdorf-Sizilianer entwickelt sich die ganze Zeit weiter. Auf diesem Download aktualisiert Daniel King Varianten, die er auf seiner DVD vorgestellt hat und beantwortet Leserfragen nach Varianten, die nicht Teil des ursprünglichen Repertoires waren. Dies sind die auf dem Update untersuchten Varianten:
• 1. e4 c5 2. Sf3 d6 3. d4 cxd4 4. Sxd4 Sf6 5. Sc3 a6 6. h3 e5 7. Sde2
• 5….a6 6. Lc4 in Verbindung mit dem Englischen Angriff (Le3, f3 etc.)
• 5…a6 6. Le3, die Variante mit …a5
• 5…a6 6 Le2 und 9 Te1
• 5 f3 (anstelle von 5 Sc3)
Es ist nicht notwendig, die ursprüngliche Najdorf-DVD zu kennen, um die hier untersuchten Varianten zu verstehen – aber es hilft, da diese Varianten Teil eines umfassenden Repertoires bilden.
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Wenn du eine Alternative zu Slawisch oder dem Damengambit suchst, bietet dir die Tschigorin-Verteidigung genau das, was moderne Turnierspieler brauchen.
„Angreifen mit Dh5!!“ – Taktiktraining mit Oliver Reeh, „6…g5 – wer nicht wagt, der nicht …“ – Le Quang Liem kommentiert einen seiner Siege aus Biel, „Grischuks Geniestreich“ – Petra Papp zeigt eine Überraschung in der Kan-Variante u.v.m.!
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