20.09.2026 – Nach Runde 4 befinden sich nur noch acht Teams mit einem perfekten Score von 8/8 an der Tabellenspitze. China (mit Wei Yi, Foto), Usbekistan, Deutschland und Armenien sind bisher sogar noch an jedem Brett ungeschlagen. Litauen brachte am Samstag die größte Überraschung indem sie Kroatien 3:1 besiegten. Der Sonntag wird Bewegung in die Tabelle bringen, da die letzten acht Mannschaften der Tabellenspitze gegeneinander antreten. | Foto: Michal Walusza / FIDE
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Die vierte Runde sorgte dafür, dass sich an der Tabellenspitze nur noch acht Teams mit perfektem Score, 8/8, befinden. Die Favoriten wurden ihren Rollen ohne größere Überraschungen gerecht. Am Sonntag werden die acht Mannschaften dann gegeneinander antreten.
Sieben der acht Teams mit 8 Mannschaftspunkten starteten in den Top 8 der Startrangliste. Dies zeigt, wie wenige Überraschungen es bisher in diesem Bereich im bisherigen Verlauf des Turniers gab. Nur Aserbaidschan (Startrang 7) fehlt aus den Top 8, dafür hat Armenien (Startrang 10) einen Platz in der Top 8 eingenommen.
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Aserbaidschan vergab einen Mannschaftspunkt bei ihrem Remis gegen Tschechien (Startrang 20). Auch Frankreich geriet ins Straucheln und teilte sich Mannschaftspunkte bei ihrem Match gegen Rumänien (Startrang 23). In beiden Kämpfen endeten alle vier Partien in einem Remis.
Mahammad Muradli (Aserbaidschan) gegen Vaclav Finek (Tschechien) | Foto: Michal Walusza / FIDE
Vier Teams an allen Brettern weiterhin ungeschlagen
China, Usbekistan, Deutschland und Armenien haben bisher noch keine einzige Partie in diesem Turnier verloren. China hat bisher den besten Score bezüglich der Brettpunkte. Sie stehen bei 13½/16 Brettpunkten. Usbekistan folgt mit 13/16 Brettpunkten, darauf folgen Deutschland und Armenien mit 12½/16 Brettpunkten.
Interessanterweise ist China aber nicht die einzige Mannschaft, die 13½ Brettpunkte erreichte. Die Mannschaften Iran und Rumänien, beide stehen bei 7 von 8 Mannschaftspunkten, liegen auch bei 13½ Brettpunkten. Island erreichte dieselbe Anzahl an Brettpunkten sogar mit einem Stand von 6/8 Mannschaftspunkten.
Anish Giri (Niederlande) hat den bisher besten Score mit 4 Punkten aus 4 Partien. Fünf weitere Spieler stehen bei 3/3: Wei Yi und Xiangrui Kong (China), Alexander Donchenko ( Deutschland), Wesley So (USA) und Jorden van Foreest (Niederlande).
Für Runde 5 werden spannende Matches erwartet: Ungarn spielt gegen Usbekistan, Deutschland tritt gegen die USA an, Indien wird Team Niederlande gegenübersitzen und China spielt gegen Armenien.
Frederik Svane und Alexander Donchenko | Foto: Michal Walusza / FIDE
In diesem Videokurs werden Könige die Hauptrolle als starke und aktive Figuren spielen. Wir werden untersuchen, wie Könige bei der Verteidigung und Prophylaxe oder sogar beim Angriff hilfreich sein können!
Der erfahrene Niederländer GM Loek van Wely | Foto: Michal Walusza / FIDE
Nodirbek Abdusattorov remisiert gegen Yagiz Kaan Erdogmus| Foto: Michal Walusza / FIDE
Caruana verfolgt die Partie zwischen Levon Aronian und Roman Dehtiarov | Foto: Michal Walusza / FIDE
Litauen glänzt mit starken Ergebnissen
Drei Matches gingen an den ersten zwanzig Tischen Remis aus. Tschechien remisierte gegen Aserbaidschan, Rumänien erreichte ein Remis gegen Frankreich und Irlanf (Startrang 66) hielt ein Remis gegen Dänemark (Startrang 25). Die größte Überraschung kam aber von Litauen (Startrang 37), die gegen Kroatien (Startrang 17) 3:1 gewannen. Zuvor hatte Litauen schon durch ein Remis gegen England Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Durch Siege von Paulius Pultinevicius und Pijus Stremavicius konnten sie gegen Kroatien sogar gewinnen. Beide Spieler haben bisher einen perfekten Score von 3/3 in diesem Turnier.
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Fans jeden Alters verfolgen ihre Helden | Foto: Mark Livshitz / FIDE
Usbekistan gegen Türkiye
Obwohl diese Stellung schon hunderte Male gespielt wurde, verbrauche Vahap Sanal in dieser Stellung beinahe eine halbe Stunde seiner Bedenkzeit und entschied sich 9...Sxd4?!, was sich als Fehler herausstellte. Er verliert nicht direkt einen Bauern, aber bringt Schwarz schon in Nachteil. Es folgte 10.Sxd4 e5 11.Lg3 exd4 12.Da4+ Ld7 13.Dxd4.
Sanal mag bereits vermutet haben, dass er einen Fehler gemacht hatte und verteidigte den isolierten Bauern auf d5 nicht mit 13...Lc6, zog stattdessen 13...Lxg3 hxg3 14.h6 und Yakkuboev sammelte den Bauern mit 14...Sxd5 ein. Der türkische Großmeister hatte einen Bauern weniger und weniger Zeit auf der Uhr. Yakkuboev gewann die Partie und entschied so das Match für Usbekistan, da die restlichen Partien in diesem Match in Remis endeten.
USA gegen Ukraine
Der amtierende Europameister Roman Dehtiarov traf auf Levon Aronian. Dehtiarov kam mit einem Vorteil aus der Eröffnung. 24.Sf6?! war jedoch verfrüht. Mit 24.Ld3 hätte der Ukrainer seinen Vorteil behalten.
Aronian nutzte seine Ressourcen und fand die besten Folgezüge. Dabei gab er seine Dame für ein Ungleichgewicht in der Materialverteilung auf: 24...gxf6 25.exf6 Lxf6 26.Txc5 Lxb2
Enginges bewerteten die daraus resultierende Stellung als ausgeglichen, aber Aronian schaffte es, den jungen Europameister auszuspielen und gewann seine Partie.
Spanien gegen Indien
Arjun Erigaisi hatte bereits eine bessere Position gegen Maksim Chigaev. Da fand er ein überraschendes Manöver, welches er anwendete: 26.0-0! Schwarz kann 26...Sxd3 nicht spielen, da sonst 27.Dg6+ Kh8 28.Dxh6+ Kg8 29.Dxg5+ Kh7 30.Dxe3+ folgen würde.
Maksim Chigaev entschied sich für 26...Sg7, aber Erigaisi hatte keine Probleme, die Türme abzutauschen, um ein Endspiel mit Dame und Springer zu bekommen, das für Weiß gewonnen ist. Das Dame-Springer-Duo war ein Albtraum für die schwache Königsstellung von Schwarz.
Serbien gegen China
Wei Yi und Aleksandr Indjic gelangten in eine Stellung, die großartig für Weiß aussah. Nach 48.Lc7 gab der serbische Großmeister auf. Wahrscheinlich hatte er vorher nur deshalb nicht aufgegeben, weil es ein Teamwettbewerb war.
Deutschland gegen Polen
Alexander Donchenko wandelte einen leichten Vorteil im Endspiel mit Schwarz in einen Sieg um, der am Ende das Match zwischen Deutschland und Polen entschied.
Dieser Videokurs enthält GM Anish Giris tiefe Einblicke und IM Sagar Shahs sachdienliche Fragen an den Super-GM. In Band 1 werden alle Eröffnungen nach 1.e4 behandelt.
Carlos ColodroCarlos Colodro stammt aus Bolivien und ist Spanisch-Philologe. Seit 2012 arbeitet er als freier Übersetzer und Autor. Schach, Literatur und Musik sind seine großen Leidenschaften.
19.09.2026 – Bei den Spitzenpaarungen kam es zu zwei großen Überraschungen in Runde 3 der Frauensektion: Argentinien besiegte Ukraine 3,5:0,5 und Iran besiegte Frankreich 3:1 (Foto). Außerdem gelang Österreich ein Remis gegen die stark besetzte Niederlande. Besonders Chiara Polterauer glänzte gegen Machteld van Foreest. Auch Estland gelang ein Remis gegen die Schweiz. Noch 20 Teams stehen bei einem perfekten Score von 6/6. | Foto: Michal Walusza / FIDE
18.09.2026 – Die Schacholympiade ist alle zwei Jahre das Turnier des Jahres. Die Reise zum Spielort war durchaus beschwerlich und vor Ort kündigen sich manche Themen bereits an. Ein Bericht zur Anreise. | Foto: Rafal Oleksiewicz/FIDE
Benoni ist eine aktive Eröffnung für Schwarz, und gerade jetzt genießt sie ein Comeback. Das Zähmen der gegnerischen Dynamik in Stellungen, wo der Nachziehende auf seine aktiven Figuren und die Damenflügelmajorität pochen kann, ist den Weißspielern immer schwergefallen. Thema dieser 60-Minuten-Videoplips ist der Kern des Abspiels 8.h3 0-0 9.Ld3 (nach 1.d4 Sf6 2.c4 c5 3.d5 e6 4.Sc3 exd5 5.cxd5 d6 6.e4 g6 7.Sf3 Lg7). Dieses stößt unter Benoni-Anhängern auf keine große Gegenliebe - dem Traum, den Gegner zu massieren, kommen die Anziehenden damit nämlich gefährlich nahe. Wie man diesem aussichtsreichen Aufbau am besten begegnen soll, wird nach wie vor hitzig diskutiert, denn nicht jeder ist mit dem schwarzen Hauptabspiel mit dem sofortigen 9…b5 zufrieden. Gut vorbereitete Benoni-Liebhaber können immer noch Wege finden, dem Ausgleich nahezukommen, doch die Initiative bleibt fest in der Hand von Weiß. Der slowakische GM Lubomir Ftacnik analysiert und bewertet alle zentralen Ideen der Verteidigung und zeigt Wege, Schwarz unter Druck zu setzen. Ergänzt wird das Ganze durch eine Datenbank mit den wichtigsten Partien. Jeder, der ein solides, aussichtsreiches und klar strukturiertes Eröffnungssystem gegen Benoni sucht, findet eine Fülle an sorgsam ausgewählten Informationen.
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Wenn du eine Alternative zu Slawisch oder dem Damengambit suchst, bietet dir die Tschigorin-Verteidigung genau das, was moderne Turnierspieler brauchen.
„Angreifen mit Dh5!!“ – Taktiktraining mit Oliver Reeh, „6…g5 – wer nicht wagt, der nicht …“ – Le Quang Liem kommentiert einen seiner Siege aus Biel, „Grischuks Geniestreich“ – Petra Papp zeigt eine Überraschung in der Kan-Variante u.v.m.!
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